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Lackschäden und Kratzer ausbessern

BIKE Magazin

 · 02.07.2007

Lackschäden und Kratzer ausbessernFoto: BIKE Magazin

Kratzer und Steinschläge im Lack lassen sich beim Biken nicht verhindern. Wir zeigen, wie Sie die Korrosion bekämpfen und dem Lack ihres MTB-Rahmens wieder zu altem Glanz verhelfen.

Lackschäden und Kratzer ausbessern: So funktioniert's

5. Schutzschicht aufbringen

Wenn Sie den Schaden herauspoliert haben, schützen Sie die Oberfläche des ganzen Rahmens vor Witterungseinflüssen mit Hartwachs. Nachdem Sie das Wachs mit Watte oder einem weichen Tuch poliert haben, glänzt der Pulverlack wieder wie neu.

TIPP

Hartwachs aus dem Autozubehör oder spezielles Bike-Polisch verleiht

den abschließenden Glanz.



( Foto: UnbekanntFoto: Daniel Simon)
5. Schutzschicht aufbringen Wenn Sie den Schaden herauspoliert haben, schützen Sie die Oberfläche des ganzen Rahmens vor Witterungseinflüssen mit Hartwachs. Nachdem Sie das Wachs mit Watte oder einem weichen Tuch poliert haben, glänzt der Pulverlack wieder wie neu. TIPP Hartwachs aus dem Autozubehör oder spezielles Bike-Polisch verleiht den abschließenden Glanz. ( Foto: Unbekannt
1. Korrosion aufspüren

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Rahmen und die Gabel regelmäßig nach kleinen Kratzern oder abgeplatzten Stellen abzusuchen, wenn Sie das Rad gewaschen haben. Blasen im Lack sind verräterisch, denn darunter blüht meist

schon die Korrosion.Foto: Unbekannt
1. Korrosion aufspüren Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Rahmen und die Gabel regelmäßig nach kleinen Kratzern oder abgeplatzten Stellen abzusuchen, wenn Sie das Rad gewaschen haben. Blasen im Lack sind verräterisch, denn darunter blüht meist schon die Korrosion.
2. Lack entfernen

Entfernen Sie zuerst die losen Bestandteile des Lackes rund um die Schadensstelle mit einem Schraubenzieher oder einem Dreikantschaber. In seltenen Fällen ist die Stelle korrosionsfrei, dann kann sofort lackiert werden. Auf Stahl erkennen Sie die Korrosion an der rostroten Farbe, bei Aluminium ist sie weiß bis grauschwarz.Foto: Unbekannt
2. Lack entfernen Entfernen Sie zuerst die losen Bestandteile des Lackes rund um die Schadensstelle mit einem Schraubenzieher oder einem Dreikantschaber. In seltenen Fällen ist die Stelle korrosionsfrei, dann kann sofort lackiert werden. Auf Stahl erkennen Sie die Korrosion an der rostroten Farbe, bei Aluminium ist sie weiß bis grauschwarz.
3. Korrosion wegradieren

Hat sich unter den Blasen tatsächlich Korrosion gebildet, muss diese zuerst entfernt werden. Bei kleinen Schäden erledigt man das punktgenau mit einem Glasfaser- Radierstift aus dem Lack- oder Schreibwarenfachhandel.Foto: Unbekannt
3. Korrosion wegradieren Hat sich unter den Blasen tatsächlich Korrosion gebildet, muss diese zuerst entfernt werden. Bei kleinen Schäden erledigt man das punktgenau mit einem Glasfaser- Radierstift aus dem Lack- oder Schreibwarenfachhandel.
4. Metall freilegen

Seien Sie geduldig und arbeiten Sie daran, bis die Metalloberfläche vollständig blank ist. Sind die KorrosionsRückstände nicht gänzlich entfernt, hält der Lack später nicht lange.Foto: Unbekannt
4. Metall freilegen Seien Sie geduldig und arbeiten Sie daran, bis die Metalloberfläche vollständig blank ist. Sind die KorrosionsRückstände nicht gänzlich entfernt, hält der Lack später nicht lange.
5. Grössere Flächen abschleifen

Größere Flächen müssen Sie mit grobkörnigem Schleifpapier vorbereiten. Der zu lackierende Bereich muss so lange bearbeitet werden, bis er schön glatt ist. Eventuell vorhandene Mulden oder Poren im Material müssen vollständig vom Rost befreit werden. Verwenden Sie

hierzu den Radierstift.Foto: Unbekannt
5. Grössere Flächen abschleifen Größere Flächen müssen Sie mit grobkörnigem Schleifpapier vorbereiten. Der zu lackierende Bereich muss so lange bearbeitet werden, bis er schön glatt ist. Eventuell vorhandene Mulden oder Poren im Material müssen vollständig vom Rost befreit werden. Verwenden Sie hierzu den Radierstift.
6. Rohr vorbereiten

Derart grob vorbereitete Flächen schleifen Sie abschließend mit feinkörnigem Schmirgelpapier, damit die zu lackierende Fläche glatt wird.Foto: Unbekannt
6. Rohr vorbereiten Derart grob vorbereitete Flächen schleifen Sie abschließend mit feinkörnigem Schmirgelpapier, damit die zu lackierende Fläche glatt wird.
7. Untergrund säubern

Reinigen Sie die Stelle mit einem sauberen Lappen, den Sie in etwas Alkohol oder Verdünnung getränkt haben, damit der Untergrund fettfrei wird. Lassen Sie die Stelle gut abtrocknen.Foto: Unbekannt
7. Untergrund säubern Reinigen Sie die Stelle mit einem sauberen Lappen, den Sie in etwas Alkohol oder Verdünnung getränkt haben, damit der Untergrund fettfrei wird. Lassen Sie die Stelle gut abtrocknen.
8. Grundierung aufbringen

Zumindest größere Flächen sollten Sie mit mindestens einer dünnen Schicht grundieren. Bei mehreren Schichten sollten Sie dazwischen gut ablüften lassen. Dies ergibt einen guten Haftgrund und vermeidet, dass der Umgebungslack durch zu viel Lösungsmittel aufgeweicht wird. Schleifen Sie die vollständig getrocknete Grundierung bei größeren Flächen vorsichtig mit 400er-Schleifpapier bis die Fläche glatt ist.Foto: Unbekannt
8. Grundierung aufbringen Zumindest größere Flächen sollten Sie mit mindestens einer dünnen Schicht grundieren. Bei mehreren Schichten sollten Sie dazwischen gut ablüften lassen. Dies ergibt einen guten Haftgrund und vermeidet, dass der Umgebungslack durch zu viel Lösungsmittel aufgeweicht wird. Schleifen Sie die vollständig getrocknete Grundierung bei größeren Flächen vorsichtig mit 400er-Schleifpapier bis die Fläche glatt ist.
9. Lackieren

Probieren Sie den Lackstift an einer unsichtbaren Stelle am Rahmen aus, damit Sie keine Überraschung erleben. Bringen Sie abschließend die Farbschicht mit dem Pinsel dünn auf. Auch hier empfiehlt es sich, mehrere Lackschichten aufzubauen. Halten Sie sich an die Herstellerempfehlung hinsichtlich der Ablüftzeit und der benötigten Temperatur. Allgemein nicht bei Raumtemperaturen unter 15° Celsius.

TIPP

Für eine gleichmäßige Oberfläche müssen Sie die getrocknete Reparaturstelle mit sehr feinem Schmirgel glätten (Nass-Schleifpapier der Körnung 800 oder 1000). Schleifen Sie dabei kreuzweise. Abschließend mit Politur wieder zum Glänzen bringen und mit Wachs versiegeln.



Leichte Kratzer beseitigenFoto: Unbekannt
9. Lackieren Probieren Sie den Lackstift an einer unsichtbaren Stelle am Rahmen aus, damit Sie keine Überraschung erleben. Bringen Sie abschließend die Farbschicht mit dem Pinsel dünn auf. Auch hier empfiehlt es sich, mehrere Lackschichten aufzubauen. Halten Sie sich an die Herstellerempfehlung hinsichtlich der Ablüftzeit und der benötigten Temperatur. Allgemein nicht bei Raumtemperaturen unter 15° Celsius. TIPP Für eine gleichmäßige Oberfläche müssen Sie die getrocknete Reparaturstelle mit sehr feinem Schmirgel glätten (Nass-Schleifpapier der Körnung 800 oder 1000). Schleifen Sie dabei kreuzweise. Abschließend mit Politur wieder zum Glänzen bringen und mit Wachs versiegeln. Leichte Kratzer beseitigen
1. Schadenanalyse

Kleinere Kratzer in einer Pulverbeschichtung, die nicht durch den Lack hindurchgedrungen sind, polieren Sie mit flüssiger Lackpolitur oder Lackreiniger heraus. Tiefe Beschädigungen in Pulverlacken können, wie beim Nasslack beschrieben, mit handelsüblichen Lacken repariert werden.Foto: Unbekannt
1. Schadenanalyse Kleinere Kratzer in einer Pulverbeschichtung, die nicht durch den Lack hindurchgedrungen sind, polieren Sie mit flüssiger Lackpolitur oder Lackreiniger heraus. Tiefe Beschädigungen in Pulverlacken können, wie beim Nasslack beschrieben, mit handelsüblichen Lacken repariert werden.
2. Mittel wählen

In einer Politur-Flüssigkeit sind Festkörper beigemengt, die die oberste Lackschicht hauchdünn abtragen, dabei Unebenheiten einebnen und dadurch neuen Glanz verleihen. Noch härter gehen Lackreiniger vor. Sie enthalten mehr aggressives Schleifmittel und eignen sich daher auch zum Aufarbeiten sehr stumpfer Lacke.Foto: Unbekannt
2. Mittel wählen In einer Politur-Flüssigkeit sind Festkörper beigemengt, die die oberste Lackschicht hauchdünn abtragen, dabei Unebenheiten einebnen und dadurch neuen Glanz verleihen. Noch härter gehen Lackreiniger vor. Sie enthalten mehr aggressives Schleifmittel und eignen sich daher auch zum Aufarbeiten sehr stumpfer Lacke.
3. Polieren

Bringen Sie etwas Lackreiniger oder Politur auf die Rahmenoberfläche. Bearbeiten Sie den Bereich mit einem in Streifen geschnittenen Baumwolltuch. Bewegen Sie das gespannte Tuch quer zum Rohr hin und her und bewegen Sie es dabei auch stetig längs des Rohrs vor und zurück, damit zu allen Seiten hin weiche Übergänge entstehen.Foto: Unbekannt
3. Polieren Bringen Sie etwas Lackreiniger oder Politur auf die Rahmenoberfläche. Bearbeiten Sie den Bereich mit einem in Streifen geschnittenen Baumwolltuch. Bewegen Sie das gespannte Tuch quer zum Rohr hin und her und bewegen Sie es dabei auch stetig längs des Rohrs vor und zurück, damit zu allen Seiten hin weiche Übergänge entstehen.
4. Ausdauer zeigen

Das Poliermittel muss nicht nur verteilt werden, sondern es muss die Lackschicht regelrecht abschmirgeln können. Benetzen Sie den Bereich daher immer wieder mit frischem Mittel. Ändern Sie mehrfach den Winkel des Tuches zum Rohr.Foto: Unbekannt
4. Ausdauer zeigen Das Poliermittel muss nicht nur verteilt werden, sondern es muss die Lackschicht regelrecht abschmirgeln können. Benetzen Sie den Bereich daher immer wieder mit frischem Mittel. Ändern Sie mehrfach den Winkel des Tuches zum Rohr.
5. Schutzschicht aufbringen

Wenn Sie den Schaden herauspoliert haben, schützen Sie die Oberfläche des ganzen Rahmens vor Witterungseinflüssen mit Hartwachs. Nachdem Sie das Wachs mit Watte oder einem weichen Tuch poliert haben, glänzt der Pulverlack wieder wie neu.

TIPP

Hartwachs aus dem Autozubehör oder spezielles Bike-Polisch verleiht

den abschließenden Glanz.



( Foto: UnbekanntFoto: Daniel Simon)
5. Schutzschicht aufbringen Wenn Sie den Schaden herauspoliert haben, schützen Sie die Oberfläche des ganzen Rahmens vor Witterungseinflüssen mit Hartwachs. Nachdem Sie das Wachs mit Watte oder einem weichen Tuch poliert haben, glänzt der Pulverlack wieder wie neu. TIPP Hartwachs aus dem Autozubehör oder spezielles Bike-Polisch verleiht den abschließenden Glanz. ( Foto: Unbekannt
1. Korrosion aufspüren

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Rahmen und die Gabel regelmäßig nach kleinen Kratzern oder abgeplatzten Stellen abzusuchen, wenn Sie das Rad gewaschen haben. Blasen im Lack sind verräterisch, denn darunter blüht meist

schon die Korrosion.Foto: Unbekannt
1. Korrosion aufspüren Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Rahmen und die Gabel regelmäßig nach kleinen Kratzern oder abgeplatzten Stellen abzusuchen, wenn Sie das Rad gewaschen haben. Blasen im Lack sind verräterisch, denn darunter blüht meist schon die Korrosion.
1. Korrosion aufspüren

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, den Rahmen und die Gabel regelmäßig nach kleinen Kratzern oder abgeplatzten Stellen abzusuchen, wenn Sie das Rad gewaschen haben. Blasen im Lack sind verräterisch, denn darunter blüht meist

schon die Korrosion.
2. Lack entfernen

Entfernen Sie zuerst die losen Bestandteile des Lackes rund um die Schadensstelle mit einem Schraubenzieher oder einem Dreikantschaber. In seltenen Fällen ist die Stelle korrosionsfrei, dann kann sofort lackiert werden. Auf Stahl erkennen Sie die Korrosion an der rostroten Farbe, bei Aluminium ist sie weiß bis grauschwarz.
3. Korrosion wegradieren

Hat sich unter den Blasen tatsächlich Korrosion gebildet, muss diese zuerst entfernt werden. Bei kleinen Schäden erledigt man das punktgenau mit einem Glasfaser- Radierstift aus dem Lack- oder Schreibwarenfachhandel.
4. Metall freilegen

Seien Sie geduldig und arbeiten Sie daran, bis die Metalloberfläche vollständig blank ist. Sind die KorrosionsRückstände nicht gänzlich entfernt, hält der Lack später nicht lange.
5. Grössere Flächen abschleifen

Größere Flächen müssen Sie mit grobkörnigem Schleifpapier vorbereiten. Der zu lackierende Bereich muss so lange bearbeitet werden, bis er schön glatt ist. Eventuell vorhandene Mulden oder Poren im Material müssen vollständig vom Rost befreit werden. Verwenden Sie

hierzu den Radierstift.
6. Rohr vorbereiten

Derart grob vorbereitete Flächen schleifen Sie abschließend mit feinkörnigem Schmirgelpapier, damit die zu lackierende Fläche glatt wird.
7. Untergrund säubern

Reinigen Sie die Stelle mit einem sauberen Lappen, den Sie in etwas Alkohol oder Verdünnung getränkt haben, damit der Untergrund fettfrei wird. Lassen Sie die Stelle gut abtrocknen.
8. Grundierung aufbringen

Zumindest größere Flächen sollten Sie mit mindestens einer dünnen Schicht grundieren. Bei mehreren Schichten sollten Sie dazwischen gut ablüften lassen. Dies ergibt einen guten Haftgrund und vermeidet, dass der Umgebungslack durch zu viel Lösungsmittel aufgeweicht wird. Schleifen Sie die vollständig getrocknete Grundierung bei größeren Flächen vorsichtig mit 400er-Schleifpapier bis die Fläche glatt ist.
9. Lackieren

Probieren Sie den Lackstift an einer unsichtbaren Stelle am Rahmen aus, damit Sie keine Überraschung erleben. Bringen Sie abschließend die Farbschicht mit dem Pinsel dünn auf. Auch hier empfiehlt es sich, mehrere Lackschichten aufzubauen. Halten Sie sich an die Herstellerempfehlung hinsichtlich der Ablüftzeit und der benötigten Temperatur. Allgemein nicht bei Raumtemperaturen unter 15° Celsius.

TIPP

Für eine gleichmäßige Oberfläche müssen Sie die getrocknete Reparaturstelle mit sehr feinem Schmirgel glätten (Nass-Schleifpapier der Körnung 800 oder 1000). Schleifen Sie dabei kreuzweise. Abschließend mit Politur wieder zum Glänzen bringen und mit Wachs versiegeln.



Leichte Kratzer beseitigen
1. Schadenanalyse

Kleinere Kratzer in einer Pulverbeschichtung, die nicht durch den Lack hindurchgedrungen sind, polieren Sie mit flüssiger Lackpolitur oder Lackreiniger heraus. Tiefe Beschädigungen in Pulverlacken können, wie beim Nasslack beschrieben, mit handelsüblichen Lacken repariert werden.
2. Mittel wählen

In einer Politur-Flüssigkeit sind Festkörper beigemengt, die die oberste Lackschicht hauchdünn abtragen, dabei Unebenheiten einebnen und dadurch neuen Glanz verleihen. Noch härter gehen Lackreiniger vor. Sie enthalten mehr aggressives Schleifmittel und eignen sich daher auch zum Aufarbeiten sehr stumpfer Lacke.
3. Polieren

Bringen Sie etwas Lackreiniger oder Politur auf die Rahmenoberfläche. Bearbeiten Sie den Bereich mit einem in Streifen geschnittenen Baumwolltuch. Bewegen Sie das gespannte Tuch quer zum Rohr hin und her und bewegen Sie es dabei auch stetig längs des Rohrs vor und zurück, damit zu allen Seiten hin weiche Übergänge entstehen.
4. Ausdauer zeigen

Das Poliermittel muss nicht nur verteilt werden, sondern es muss die Lackschicht regelrecht abschmirgeln können. Benetzen Sie den Bereich daher immer wieder mit frischem Mittel. Ändern Sie mehrfach den Winkel des Tuches zum Rohr.
5. Schutzschicht aufbringen

Wenn Sie den Schaden herauspoliert haben, schützen Sie die Oberfläche des ganzen Rahmens vor Witterungseinflüssen mit Hartwachs. Nachdem Sie das Wachs mit Watte oder einem weichen Tuch poliert haben, glänzt der Pulverlack wieder wie neu.

TIPP

Hartwachs aus dem Autozubehör oder spezielles Bike-Polisch verleiht

den abschließenden Glanz.



( Foto: Unbekannt

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