Nachtschicht9 Helmlampen fürs MTB im Vergleichstest

Stefan Frey

 · 03.03.2020

Nachtschicht: 9 Helmlampen fürs MTB im VergleichstestFoto: Robert Niedring
Nachtschicht: 9 MTB-Helmlampen im Vergleichstest

Die Sonne macht bis Mitte März schon vor sechs Uhr Feierabend. Wer auch im Winter nicht aufs Mountainbiken verzichten möchte, braucht eine leistungsstarke Fahrradlampe. Neun Helmlampen fürs MTB im großen Labor- und Praxistest.

Die Supermächte der Fahrrad-Lampenwelt heißen Cateye, Lupine und Magicshine. Es scheint, als lieferten sich diese drei Hersteller ein Wettrüsten wie die Großmächte USA, Russland und China. Mit dem Unterschied, dass es nicht um die schlagkräftigste Streitmacht, sondern um den hellsten Strahler für nachtaktive Mountainbiker geht. Aktuell hält Lupine mit der 6830 Lumen starken Alpha das Zepter bei Helmlampen fürs MTB fest in der Hand. Ihr extrem heller Schein wirkt fast, als könne sie auf ausgedörrtem Herbstlaub einen Waldbrand entfachen. Doch brauchen Biker wirklich so viel Licht? Um das herauszufinden, gesellen sich zu den drei Superstrahlern sechs klassische Helmlampen fürs MTB mit 1600 bis 3000 Lumen. Selbst die günstigste Helmlampe im Test, die Acid HPA 2000, ist mit knapp 1600 Lumen alles andere als unterbelichtet.

Verlagssonderveröffentlichung

Wieviel Lumen müssen Helmlampen fürs MTB wirklich haben?

Auf dem Trail wird schnell klar: Nicht die reine Lichtmenge, sondern vielmehr eine breite Ausleuchtung und eine homogene Lichtverteilung entscheiden über den Fahrspaß mit dem MTB bei Nacht. Außerdem spielen das Gewicht und die Größe der Helmlampe eine wesentliche Rolle. Lupine quetscht inzwischen satte 1700 Lumen aus der winzigen Piko. Zur Einführung des Modells waren es einst gerade mal 550 Lumen, bei minimal größerem Gehäuse. Der Lampenkopf samt Helmhalter wiegt aktuell nur 75 Gramm. Das komplette Set aus Lampe und Akku kommt auf 212 Gramm und lässt sich so perfekt ausbalanciert am Helm montieren. Ideal für die sportliche Fahrt durch die Dunkelheit. Denn so bleibt der Lichtkegel ruhig und zielt immer in Blickrichtung. Mit der Lampe am Lenker dagegen wird die Kurvenfahrt schnell zum Blindflug. Lediglich die Acid und mit Einschränkung die Exceed 3X von Silva sind als System leicht genug für den Helm. Bei den übrigen Modellen verschwindet der Akku besser im Rucksack oder in der Trikot­tasche, sonst kippelt der Helm bei Schlägen wie ein Wackeldackel. Bei Lupines Alpha und der Macigshine baut alleine der Lampenkopf schon derartig schwer und hoch, dass eine Montage am Helm nur wenig Sinn macht. Eigentlich sind diese Lampen auch für den Lenker konzipiert, die Helmhalterung lediglich ein Kniff, um die Alpha überhaupt in Deutschland auf den Markt bringen zu können.

Diese Helmlampen fürs MTB haben wir getestet:

Helmlampen ab 6000 Lumen:

  • Cateye Volt6000
  • Lupine Alpha
  • Magicshine Monteer 6500

Helmlampen bis 3000 Lumen:

Cateye Volt6000
Foto: Georg Grieshaber

So lange halten die Akkus der Helmlampen fürs MTB

Überrascht waren wir übrigens von der Leistung der Akkus: Im Schnitt reichen die Tanks für gerade mal anderthalb Stunden Fahrt auf höchster Stufe. Ein Problem ist das vor allem bei den Modellen mit weniger als 2000 Lumen maximaler Leistung. Schon in der ersten Dimmstufe muss man spürbar an Schwung rausnehmen, um noch sicher durchs Gelände zu manövrieren. Bei Light&Motion und Moon spendet in weniger anspruchsvollem Gelände auch noch Stufe zwei ausreichend Licht für eine flotte Fahrt. Hier spielen die Superstrahler ihre Trümpfe aus: Dimmt man die Lupine Alpha auf 20 Watt, das entspricht der Leistung der Piko, leuchtet sie noch immer mit satten 2900 Lumen bis zu fünf Stunden durch die Nacht. Wer im Anschluss bei Cateye, Lupine und Magicshine zurück auf volle Leistung wechselt, fühlt sich, als hätte der lokale Fußballverein gerade das Flutlicht angemacht.

Heißt das nun, Biker brauchen dringend einen der drei extrem hellen Strahler? Nein. Aber man muss sich entscheiden: Die hellen Helmlampen im Test sind schwer, die wirklich leichten nicht ganz so hell. Wer im Gelände Spaß haben möchte, muss sich dem Wettrüsten auf dem Lampenmarkt allerdings nicht anschließen. Rund 2000 Lumen reichen selbst für sportliche Einsätze. Wer etwas länger durch die Nacht treten möchte, investiert besser in einen zusätzlichen Akku und freut sich über das geringe Gewicht, das die kleinen Leuchten auf dem Helm bringen. Alles andere ist Luxus.

Alternative: StVZO-Beleuchtung Supernova M99 Mini Pro B54

Mit dem M99 Mini Pro B54 bietet Supernova einen der hellsten, für den Straßenverkehr zugelassenen Scheinwerfer am Markt. 99 extrem aufwändig gefertigte Reflektoren ermöglichen im Stadtverkehr satte 450 Lumen, trotz StVZO-Zulassung. Biegt man ins Gelände ab, lässt sich per Druck auf die Fernbedienung das Fernlicht mit 1641 Lumen entfesseln. Die M99 kann per App und Smartwatch gesteuert werden und zeigt die verbleibende Akku-Laufzeit minutengenau an. Zwei Stunden Laufzeit reichen selbst für ausgedehnte Nightrides. Das Reservelicht stellt zusätzlich zwei Stunden Abblendlicht im Eco-Modus zur Verfügung. Die Supernova-Lampe ist nur mit Lenkerhalterung verfügbar. Ein Helmhalter könnte aber bald folgen. Die M99 Mini Pro B54 dürfte wohl die erste Lampe auf dem Markt sein, mit der Biker sowohl legal auf der Straße, als auch mit ausreichend Licht im Gelände unterwegs sein können.

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Foto: Georg Grieshaber

Fakten zur Supernova M99 Mini Pro B52 Lampe

  • Preis: 579 Euro
  • Technik / Akku: 11 Automotive-LEDs / 54 Wh
  • Gewicht Lampe / Akku: 184 g /318 g
  • Akku-Laufzeit / Ladezeit: 2:00 (+2:00) Stdn. / 54 Wh
  • Lumen / Lux gemessen: 1641 / 320

So testet BIKE die Helmlampen fürs MTB

Alle MTB-Helmlampen haben wir in Zusammenarbeit mit Supernova getestet.Foto: Stefan Frey
Alle MTB-Helmlampen haben wir in Zusammenarbeit mit Supernova getestet.

Die Testurteile entstehen aus aufwändigen Labortests und Praxiseindrücken im Betrieb der Lampen. Die exakten Lumenwerte und die Beleuchtungsdiagramme mit Luxwerten haben wir in Zusammenarbeit mit der Firma Supernova in Gundelfingen ermittelt. So erhalten wir objektive Messwerte für die Lichtleistungen der Lampen. Um die tatsächliche Lichtleistung der Lampen zu ermitteln, wurden alle Modelle in einer geeichten Ulbricht-Kugel (Foto oben) gemessen. Das Messgerät wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Ein BIKE-Redakteur überwachte den Testablauf. Die Akku-Laufzeiten, Ladezeiten und Gewichte haben wir im BIKE-Labor gemessen. Montage, Handhabung und die Ausleuchtung im Gelände wurden in ausgiebigen Nachtfahrten getestet. Zur Ermittlung der tatsächlichen Leuchtdauer mit voll geladenem Akku und auf der höchsten Stufe wurden Fotozellen mit einer Zählautomatik verwendet. Um das Abdimmen und Überhitzen der Lampen zu verhindern, kühlte ein konstanter Luftstrom die Lampen während der Messung. Die tatsächliche Ladedauer wurde ebenfalls ermittelt, jeweils ausgehend von einem komplett entladenen Akku.

Die Lux-Werte wurden mit Hilfe eines Goniometers in einem abgedunkelten und geschwärzten Raum gemessen. Zum einen wurde der maximale Wert in der Mitte des Leuchtkegels ermittelt, zum anderen die verbleibende Beleuchtungsstärke bis zu einem Winkel von 40 Grad vom Mittelpunkt. So lassen sich Rückschlüsse auf die Randausleuchtung und die Homogenität des Leuchtbildes ziehen. Das folgende Bild zeigt die Farbskala mit den dazugehörigen Lux-Werten.Foto: Stefan Frey
Die Lux-Werte wurden mit Hilfe eines Goniometers in einem abgedunkelten und geschwärzten Raum gemessen. Zum einen wurde der maximale Wert in der Mitte des Leuchtkegels ermittelt, zum anderen die verbleibende Beleuchtungsstärke bis zu einem Winkel von 40 Grad vom Mittelpunkt. So lassen sich Rückschlüsse auf die Randausleuchtung und die Homogenität des Leuchtbildes ziehen. Das folgende Bild zeigt die Farbskala mit den dazugehörigen Lux-Werten.

Ausleuchtung der getesteten Helmlampen im Detail

Um die Ausleuchtung und den Lichtkegel der MTB-Helmlampen zu veranschaulichen, haben wir diese unter einheitlichen Bedingungen fotografisch festgehalten. Den Strahlwinkel der Helmlampen haben wir für jede einzelne Lampe so gewählt, wie er für eine Gelände-Fahrt in der Praxis optimal ist. Alle Fotos sind mit identischer Belichtungszeit (“40), Blendenöffnung (F22), Brennweite (12mm) und Iso-Zahl (200) entstanden. Um die Leuchtweite der getesteten Helmlampen zu veranschaulichen wurden seitlich im Abstand von zehn Metern Pylonen platziert.

MagicShine Monteer 6500: In Sachen Lichtausbeute steht die Magicshine der Lupine kaum nach. Auch sie leuchtet sehr weit und bildet einen breiten Lichtkegel. Ohne den extrem hellen Spot in der Mitte vor dem Fahrer fällt die Ausleuchtung etwas homogener aus, als bei der Alpha.
Foto: Stefan Frey

Cateye Volt6000 - 959 Euro

Technik / Akku / Schutzklasse

1 x 144 Chip COB-LED / 6,8 Ah / k. A.

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 122 / 600 / 722 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 1:02 (+0) Std. / 3:25 Stdn.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 6605 / 6000 Lumen / 74 / 40 Lux

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Foto: Georg Grieshaber

Testfazit: Wie ein Bienchen summt der Ventilator der Volt6000 auf dem Helm. Das sorgt für zuverlässige Kühlung, kann in der Stille der Nacht aber auch nerven. Die brutalen 6600 Lumen werfen einen extrem breiten, homogenen Kegel. Die Leuchtweite ist aber etwas begrenzt. Die Lampe sitzt schön leicht am Helm. Die frickelige Halterung, der klobige Akku und die Fernbedienung wirken für den Preis wenig wertig. Der Ventilator ist anfällig für Schmutz.

Lupine Alpha - 1070 Euro

Technik / Akku / Schutzklasse

8 x Cree XM-L2 LED / 6,9 Ah / IP68

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 219 / 454 / 673 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 1:33 (+0:55) Std. / 3:55 Stdn.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 6830 / 7200 Lumen / 471 / 10 Lux

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Foto: Georg Grieshaber

Testfazit: Lupine lässt es sich nicht nehmen, die hellste Lampe am Markt zu fertigen. Die Alpha brennt förmlich die Blätter vom Trail. Besonders mittig und in der Ferne ist sie extrem hell. Die Ausleuchtung ist aber nicht ganz homogen. Für den Helm baut sie sehr schwer und hoch. Ihr Taster liegt versteckt an der Unterseite, dafür gibt es aber eine Funkfernbedienung. Top: die überarbeitete App, herausragende Verarbeitung und ein Service, der seinesgleichen sucht.

MagicShine Monteer 6500 - 298 Euro

Technik / Akku / Schutzklasse

3 x Cree XHP50.2, 2 x Cree XM-L2 / 10,5 Ah / IP65

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 166 / 366 / 542 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 1:20 (+0) Std. / 4:50 Stdn.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 6589 / 6500 Lumen / 226 / 15 Lux

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Foto: Georg Grieshaber

Testfazit: Die Monteer wirkt wie die kleine Schwester der Alpha, ist aber etwas leichter. Sie leuchtet annähernd so hell und weit. Ihr Leuchtbild ist aber homogener verteilt und etwas breiter. Der schmale Helmhalter wackelt leicht am Helm, die Lampe sitzt nicht allzu fest darin. Ansonsten überzeugt die Verarbeitung der China-Lampe. Wer auf Schnickschnack wie App und Fernbedienung verzichten kann, bekommt hier extrem viel Licht fürs Geld.

Acid HPA 2000 - 229 Euro

Technik / Akku / Schutzklasse

2 x Cree XM-L2 LED / 3,4 Ah / IP68

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 80 / 139 / 226 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 1:02 (+7:13) Std. / 2:20 Std.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 1593 / 2000 Lumen / 92 / 2 Lux

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Foto: Georg Grieshaber

Testfazit: Bereits 2018 unser Preis-Leistungs-Tipp. Die kleine und leichte Acid-Helmlampe (die von Cube stammt) mit guter Leuchtkraft und schmaler, aber ausreichender Lichtverteilung ist noch immer eine gute Partie für Biker. Die durchdachte GoPro-Halterung, Funkfernbedienung und ansprechende Verarbeitung überzeugen. Die angebliche Akku-Laufzeit von 2:33 Stdn. konnten wir nicht bestätigen, die Reservelaufzeit ist top. Tipp: Ein Zusatz-Akku für nur 59 Euro verdoppelt die Leuchtdauer.

Gloworm X2 - 269 Euro

Technik / Akku / Schutzklasse

2 x Cree U2 XM-L2 LED / 6,8 Ah / IP66

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 120 / 236 / 362 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 3:15 (+4:35) Stdn. / 3:30 Stdn.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 1588 / 1700 Lumen / 138 / 1,25 Lux

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Foto: Georg Grieshaber

Testfazit: Für ausgedehnte Winter-Touren ist die X2 eine gute Wahl. Sie läuft mehrere Stunden in der höchsten Stufe. Für richtige Trails reicht die Power gerade so. Ihr Kegel ist recht schmal, aber ausreichend hell in der Mitte. Praktisch: der GoPro-kompatible Halter. Leider fransen die Klettverschlüsse schnell aus. Der Akku ist zu schwer für eine Montage am Helm. Die Fernbedienung kann zwei Lampen ansteuern. Bis auf die Helmhalter ist die X2 hochwertig gefertigt.

Light&Motion Seca 2500- 399 CHF

Technik / Akku / Schutzklasse

k. A. / 28 Wh / IP67

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 167 / 189 / 357 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 1:20 (+0) Std. / 2:30 Stdn.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 2274 / 2500 Lumen / 93 / 20 Lux

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Foto: Georg Grieshaber

Testfazit: Die Seca bildet einen breiten, homogenen Kegel, ohne störenden Spot. Top für technische Trails. Ihr großer Lampenkopf gibt viel Wärme ab und ist ausreichend leicht. Die Montage ist etwas fummelig, das lange Kabel am Lampenkopf ungünstig. Trotz 3-Zellen-Akku läuft die Seca nur gut eine Stunde. Die mäßige Verarbeitung verwundert etwas angesichts des hohen Preises, Extras gibt es keine. Die Seca ist aktuell nur über die Schweiz erhältlich.

Lupine Piko R4 - 323 Euro

Technik / Akku / Schutzklasse

k. A. / 3,5 Ah / IP68

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 75 / 119 / 212 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 1:16 (+0:45) Std. / 3:25 Stdn.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 1700 / 1900 Lumen / 99 / 1,5 Lux

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Foto: Georg Grieshaber

Testfazit: In Sachen Tragekomfort und Bedienung kann der Lupine Piko keine andere Helmlampe im Test das Wasser reichen. Selbst mit Akku fällt die extrem flache Lampe am Helm kaum auf. Fernsteuerung, App, perfekte Verarbeitung – was will man mehr? Ihre 1700 Lumen bilden einen etwas schmalen, aber hellen und weit reichenden Leuchtkegel. Ihr Licht reicht für intensive Trail-Einsätze gerade so aus. Wer etwas mehr Laufzeit braucht, wählt den größeren 4-Zellen-Akku und packt ihn in den Rucksack.

Moon X-Power 2500 - 299 Euro

Technik / Akku / Schutzklasse

4 x Cree XM-L U2 LED / 6,4 Ah / k. A.

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 167 / 299 / 502 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 2:51 (+0) Stdn. / 5:30 Stdn.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 2962 / 2500 Lumen / 175 / 4 Lux

Foto. Georg Grieshaber

Testfazit: Definitiv heller als der Mond: Nahezu 3000 Lumen bringt die Moon über drei Stunden lang. Die vier LEDs erzeugen einen weichen und ausreichend breiten Kegel, auch die Leuchtweite ist gut. Der klobige Lampenkopf wackelt leicht auf dem Helm, der wuchtige Akku muss in den Rucksack. Die Fernbedienung mit Kabel macht wenig Sinn. Wer auf Hightech-Features und schicke Optik verzichten kann, bekommt mit der Moon einen hellen Dauerbrenner.

Silva Exceed 3X - 329 Euro

Technik / Akku / Schutzklasse

3 x LED / 3,3 Ah / IPX 5

Testwerte¹

Gewicht Lampe / Akku / montagefertig: 103 / 169 / 268 Gramm

Akku-Laufzeit² / Ladezeit: 0:54 (+0) Std. / 4:45 Stdn.

Lumen gemessen / angegeben / Lux (Mitte / außen)³: 1609 (2396 Boost) / 2000 Lumen / 35 / 3 Lux

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Foto: Georg Grieshaber

Testfazit: Sehr hochwertige Multisport-Helmlampe mit tollem Stirnband. Auch die Helmhalterung und die Bedienung über den großen Taster überzeugen. Ihr schmaler Leuchtkegel ist selbst mittig nicht besonders hell. Der Boost-Modus mit 2396 Lumen steht nur für zehn Sekunden zur Verfügung. Schwenkt man die Exceed 3X nach unten, verbreitert sich ihr Leuchtkegel, gut bei langsamer Fahrt. Der Akku ist fast zu schwer für den Helm und hält nicht mal eine Stunde durch.


¹BIKE-Messwerte

²Höchste Leuchtstufe, Reservelaufzeit in Klammern

³Gemessen in 10 m Entfernung, mittig und in 30 Grad seitlichem Abstand

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