Podcast HörempfehlungSexismus im Bergsport ist kein Einzelfall

Sandra Schuberth

 · 11.02.2024

Podcast Hörempfehlung: Sexismus im Bergsport ist kein EinzelfallFoto: Sandra Schuberth
Das Thema spaltet Familien, Freundeskreise, Personengruppen. “Es gibt keinen Sexismus” sagen die einen, während andere bei anzüglichen Kommentaren aktiv weghören oder eine fremde Hand wegschieben, die sich auf den eigenen Hintern “verirrt” hat. Im Januar 2024 hat sich ein Podcast des Bayerischen Rundfunks dem Thema Sexismus im Bergsport gewidmet - und dazu zählt auch der MTB-Sport.

Themen in diesem Artikel

Die Beschreibung der ersten Folge des Podcasts “Bergfreundinnen” zum Thema Sexismus beginnt mit einer Content-Warnung, denn es geht um übergriffiges Verhalten, sexualisierte Gewalt und Sexismus. In der Folge werden einige explizite Erfahrungsberichte vorgelesen.

Generell geht es in der Staffel darum, wie man das Miteinander so gestaltet, dass sich möglichst viele damit wohl fühlen und wie jede einzelne Person dazu beitragen kann.

Bergfreundinnen - Wer ist das?

Der Podcast Bergfreundinnen vom Bayerischen Rundfunk entstand aus den Munich Mountain Girls, einer Community von und für Frauen, um sich auszutauschen und zu Bergtouren aller Art zu verabreden. Kaddi Kestler, Toni Schlosser und Cathi Schauer recherchieren, sprechen und berichten über ganz unterschiedliche Themen rund um die Berge. Das Spektrum reicht von leichteren Themen wie der ersten Mountainbike- oder Skitour über eine Bikepacking-Tour von München nach Paris bis hin zu schwierigen Themen wie Menstruation oder eben Sexismus im Bergsport.

Unter dem ersten Instagram-Post zum Monatsthema bei den Bergfreundinnen steht:

Zum Leben mit den Bergen gehört Sexismus leider für viele von uns dazu. [...] Mit unserem großen Thema Sexismus im Bergsport, wollen wir Bergfreundinnen nicht mit dem Finger auf andere zeigen, sondern vor allem dazu beitragen, dass es für uns alle da draußen in den Bergen ein bisschen angenehmer wird.

Monatsthema bei den Bergfreundinnen


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Bergfreundinnen: “Wie sexistisch sind die Berge?”

Im Zuge der Recherchearbeit der Bergfreundinnen werden zahlreiche Bergsport-Verbände und -Vereine angeschrieben und Interviews geführt, es wird sich nach deren Erfahrungen und nach deren Umgang mit Sexismus erkundigt. Auch die Bergfreundinnen-Community ist gefragt. Und ganz schnell zeigt sich, Sexismus ist kein Einzelfall. Genau genommen zeigt sich, es gibt keinen Bergsport, der besonders positiv oder negativ hervorsticht. Überall gibt es übergriffiges Verhalten, Sexismus und sogar sexualisierte Gewalt.

Zum besseren Verständnis der Thematik kommt Gitta Axmann vom Institut für Sportsoziologie und Genderforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln zu Wort und erklärt Begriffe rund um Sexismus und sexualisierte Gewalt im Sport.

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Was tun Vereine?

Wie reagiert man, wenn man mitbekommt, dass sich jemand so verhält, dass eine andere Person sich unwohl fühlt, vielleicht sogar dem Sport fern bleibt aus Angst? In Folge 2 des Monatsthemas sprechen die Bergfreundinnen in ihrem Podcast mit Vereinen: Wie wird über das Thema aufgeklärt? Was tun Vereine und Verbände, um ihre Mitglieder vor sexualisierter Gewalt zu schützen? Zusätzlich werden Erfahrungen aus der Bergfreundinnen-Community geteilt.

Das können wir alle tun

Die Kurzfassung: Es geht darum, Grenzen anderer zu respektieren, auch wenn sie sich von den eigenen Grenzen unterscheiden. Die Langfassung gibt es in Folge 3 des Monatsthemas.

Sandra Schuberth

Sandra Schuberth

Redakteurin

Sandra Schuberth, mal Feierabendrunde, mal Trainingsride, mal unsupported Bikepacking-Challenge. Hauptsache sie und ihr Gravelbike – abseits vom Verkehr. Seven Serpents, Badlands oder Bright Midnight: Sie hat anspruchsvolle Bikepacking-Rennen gefinisht. Gravel und Bikepacking sind ihre Herzensthemen, ihr Anspruch an Equipment ist hoch. Was sie fährt, nutzt und empfiehlt, muss draußen bestehen: nicht im Marketing, sondern im echten Leben.

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