Nationalspieler ohne HelmGefährdet Manuel Neuer den WM-Titel?

Sebastian Brust

 · 18.06.2026

Nationalspieler ohne Helm: Gefährdet Manuel Neuer den WM-Titel?Foto: dpa-pa / Jan Woitas
Manuel Neuer und Jonas Urbig auf dem Weg zum Training bei der Fussball-WM in den USA. Vorbildlich mit dem Fahrrad - doch leider ohne Helm.
Die Spieler der Fußballnationalmannschaft genießen für viele regelrechten Heldenstatus, den von Superhelden gar. Doch auch Weltmeister sind verwundbar. Warum auch Manuel Neuer beim Radfahren einen Helm tragen sollte.

​Manuel Neuer hält im Tor die unmöglichsten Bälle. Seine Reflexe sind Weltklasse, seine Körperbeherrschung legendär. Doch auf dem Fahrrad gelten andere Gesetze. Ein Moment der Unachtsamkeit, eine nasse Wurzel, ein lockerer Stein, – und selbst der beste Athlet fliegt unangenehm auf die Nase.

Der Unterschied: Im Tor trägt Neuer Handschuhe. Auf dem Bike sollte er einen Helm tragen. Genau wie sein Kollege Jonas Urbig auf dem Foto oben. Die beiden Fußballer der deutschen Fußballnationalmannschaft fuhren vor dem ersten WM-Spiel gegen Curaçao zwar vorbildlich mit dem Fahrrad zum Abschlusstraining. Doch unglücklicherweise ohne Helm.

Fazit der Redaktion

Selbst Torhüter-Legende Manuel Neuer, der im Tor reflexartig Bälle aus dem Winkel fischt, kann auf dem Bike stürzen. Moderne Fahrräder erreichen Geschwindigkeiten, bei denen selbst Profisportler die Kontrolle verlieren können. Und andere Verkehrsteilnehmer bringen zusätzlich Gefahr. Fahrradhelme schützen den Kopf zuverlässig und sind heute leicht, gut belüftet und in jedem Preissegment erhältlich. Wer ohne Helm fährt, riskiert schwere Kopfverletzungen und ist ein schlechtes Vorbild für junge Biker.

Warum Helm? Geschwindigkeit trifft Realität

Moderne Fahrräder sind schneller als je zuvor. Mit federwegsstarkem Fahrwerk bügeln Mountainbikes heute Trails glatt, die Hardtail-Fahrer der 90er noch durch die Luft katapultiert hätten. Die aktuellen, starken Scheibenbremsen können die Bewegungsenergie selbst schwerer E-Bikes wieder einfangen. Das verleitet zu höheren Geschwindigkeiten.

Dabei bleibt die Physik gnadenlos: Je schneller man fährt, desto härter der Aufprall. Selbst auf einfachen Forststraßen kann eine Kurve zur Falle werden. Und im Straßenverkehr kommt zusätzlich das Versagen anderer zum Problem dazu, völlig ohne Eigenverschulden. Mal eben schnell zum Bäcker an der Ecke? Gerade dann mit Helm, Stichwort Unachtsamkeit.

Helm nach DIN 1078 schützt jeden Kopf

Moderne MTB-Helme erfüllen die Prüfnorm DIN 1078 und bieten zuverlässigen Schutz. Selbst günstige Modelle schützen den Kopf ausreichend, teurere Varianten tragen sich komfortabler und bieten bessere Belüftung. Die Zeiten schwerer, schlecht belüfteter Helme sind vorbei. Heute gibt es für jeden Geschmack den passenden Style, von dezent bis auffällig.

Der Helm gehört aufs Rad wie Reifen, Schaltung und Bremsen. Wer ohne fährt, riskiert nicht nur schwere Verletzungen, sondern ist auch ein schlechtes Vorbild für jüngere Biker. Also, Manu: Helm auf, auch wenn du im Tor keinen brauchst!

Den haben wir auch schon ausprobiert - hier zu Demo-Zwecken und offensichtlichen Überraschung unseres Kollegen Max Fuchs aber per Fernzündung. ;-)

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Sebastian Brust ist Jahrgang 1979 und ursprünglich vom Klapprad der Oma sozialisiert, seit seinem fünften Geburtstag aber hauptsächlich auf Stollenreifen unterwegs. Liebt alle Arten Bikes – und das Verschmelzen mit der Natur. Findet, dass Scheibenbremsen heute viel sicherer sind als vor 15 Jahren und glaubt, mit seinen Bremsen- und Belagstests dabei geholfen zu haben. Dass sich die Fahrradindustrie an anderer Stelle ausgerechnet an für ihn falschen Idealen der Autobranche orientiert, bedauert der gelernte Ingenieur für Fahrzeugtechnologie allerdings sehr. Bei BIKE korrigiert, produziert und organisiert er digitalen Content auf der Webseite.

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