Manuel Neuer hält im Tor die unmöglichsten Bälle. Seine Reflexe sind Weltklasse, seine Körperbeherrschung legendär. Doch auf dem Fahrrad gelten andere Gesetze. Ein Moment der Unachtsamkeit, eine nasse Wurzel, ein lockerer Stein, – und selbst der beste Athlet fliegt unangenehm auf die Nase.
Der Unterschied: Im Tor trägt Neuer Handschuhe. Auf dem Bike sollte er einen Helm tragen. Genau wie sein Kollege Jonas Urbig auf dem Foto oben. Die beiden Fußballer der deutschen Fußballnationalmannschaft fuhren vor dem ersten WM-Spiel gegen Curaçao zwar vorbildlich mit dem Fahrrad zum Abschlusstraining. Doch unglücklicherweise ohne Helm.
Selbst Torhüter-Legende Manuel Neuer, der im Tor reflexartig Bälle aus dem Winkel fischt, kann auf dem Bike stürzen. Moderne Fahrräder erreichen Geschwindigkeiten, bei denen selbst Profisportler die Kontrolle verlieren können. Und andere Verkehrsteilnehmer bringen zusätzlich Gefahr. Fahrradhelme schützen den Kopf zuverlässig und sind heute leicht, gut belüftet und in jedem Preissegment erhältlich. Wer ohne Helm fährt, riskiert schwere Kopfverletzungen und ist ein schlechtes Vorbild für junge Biker.
Moderne Fahrräder sind schneller als je zuvor. Mit federwegsstarkem Fahrwerk bügeln Mountainbikes heute Trails glatt, die Hardtail-Fahrer der 90er noch durch die Luft katapultiert hätten. Die aktuellen, starken Scheibenbremsen können die Bewegungsenergie selbst schwerer E-Bikes wieder einfangen. Das verleitet zu höheren Geschwindigkeiten.
Dabei bleibt die Physik gnadenlos: Je schneller man fährt, desto härter der Aufprall. Selbst auf einfachen Forststraßen kann eine Kurve zur Falle werden. Und im Straßenverkehr kommt zusätzlich das Versagen anderer zum Problem dazu, völlig ohne Eigenverschulden. Mal eben schnell zum Bäcker an der Ecke? Gerade dann mit Helm, Stichwort Unachtsamkeit.
Moderne MTB-Helme erfüllen die Prüfnorm DIN 1078 und bieten zuverlässigen Schutz. Selbst günstige Modelle schützen den Kopf ausreichend, teurere Varianten tragen sich komfortabler und bieten bessere Belüftung. Die Zeiten schwerer, schlecht belüfteter Helme sind vorbei. Heute gibt es für jeden Geschmack den passenden Style, von dezent bis auffällig.
Der Helm gehört aufs Rad wie Reifen, Schaltung und Bremsen. Wer ohne fährt, riskiert nicht nur schwere Verletzungen, sondern ist auch ein schlechtes Vorbild für jüngere Biker. Also, Manu: Helm auf, auch wenn du im Tor keinen brauchst!
Oder, noch besser, mach’s lieber gleich wie Kai Pflaume. Der TV-Moderator sagt: “Mir geht es um den Schutz meiner Arbeitskraft”, und fährt zusätzlich noch mit Airbag-Rucksack.
Den haben wir auch schon ausprobiert - hier zu Demo-Zwecken und offensichtlichen Überraschung unseres Kollegen Max Fuchs aber per Fernzündung. ;-)
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