Der Freiburger Frederik Matz (22) wohnt mittlerweile in Innsbruck. Die Lederhose rechtfertigt der Südbadener mit seiner doppelten Staatsbürgerschaft: Er ist Deutscher und Österreicher.
Im Sommer holte sich Freddy seinen ersten Deutschen-Meister-Titel im Enduro. In der Off-Season geht Freddy mehr E-Biken, steigt auf die Ski um oder geht crawlern.
Tatort: Pumptrack in Freiburg, 2020. Keine Ahnung, wie und was genau passiert ist. Ein Schlag, Lichter aus, Aufwachen im Krankenwagen. Die Diagnose: Kiefer angebrochen, zwei Zähne ausgeschlagen und ein dicker Kopf.
2025 in Leogang, auf der letzten Stage beim EDR-Worldcup: In einer Bodenwelle hat es mich ausgehebelt – Kontrollverlust – Sturz! Voll auf die Schulter, doch die war nur ausgekugelt. Im Krankenhaus hat es ungefähr eineinhalb Stunden gedauert, bis sie wieder drin war. Spüren tue ich nichts mehr, zumindest auf dieser Seite.
Im Folgejahr hat es wieder die Schulter erwischt. Diesmal kugelte ich mir die linke aus. Im Bikepark Innsbruck sprang ich eine Hip, viel zu weit. Das Ende war ein OTB-Crash, und die Schulter war draußen. Auch hier war keine OP nötig, ich habe sie einfach heilen lassen. Ganz so entspannt wie rechts ist es aber nicht: Die linke Schulter macht manchmal Faxen.
Bei der WM 2024 in Canazei stürzte ich direkt auf den Kopf. Einen Filmriss hatte ich zwar nicht, doch die Symptome waren deutlich. Vor allem die Müdigkeit ist mir in Erinnerung geblieben. In den zwei Tagen danach habe ich fast nur geschlafen und gebangt, dass alles wieder so wird wie zuvor.
Bei mir gibt es keinen Ernährungsplan. Meine Devise: Ich esse alles, was mir schmeckt. Auch beim Alkohol bin ich entspannt. An Nahrungsergänzungsmitteln nehme ich nur Eiweiß zu mir, manchmal noch etwas Eisen. Alle möglichen Dinge zu supplementieren ist nicht mein Ding.
Meinen Trainingsplan schreibt Niklas Schehl vom TB Performance lap. Insgesamt trainiere ich fünf- bis siebenmal pro Woche, aber Kraftsport mache ich maximal dreimal, oft auch nur einmal. Der Schwerpunkt liegt auf Kraftaufbau. Meine Lieblingsübung: Vorgebeugtes Rudern, das finde ich ultra geil. Meine Hassübung: Planks. Da muss ich mich richtig überwinden.
Life Kinetik halte ich für richtig wichtig, also kognitive Reaktionsübungen. Ehrlicherweise mache ich das viel zu selten. Eine spielerische Version in dieser Richtung macht aber Bock: Schere, Stein, Papier mit Verlierer-Jagd. Wer verliert, rennt weg, und der Gewinner muss ihn fangen. Das klingt albern, aber du musst dabei richtig schnell schalten. Viel zu oft checkst du es erst, wenn der andere schon auf und davon ist.
Nur Radfahren ist keine gute Idee, finde ich. Es braucht einen Ausgleich. Ich begeistere mich für fast alle Sportarten: Fußball, Klettern, Skifahren und sogar Crawlen, also ferngesteuerte Autos durchs Gelände manövrieren (siehe Foto). Ist ja auch irgendwie ein Sport, oder?
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