| Merkmal | Herstellerangabe |
| Bauweise | Smarter Indoor-Trainer mit Riementechnologie |
| Beweglichkeit | Integrierte Motion Pods |
| Verbindungen | WLAN, ANT+ und BLE inklusive BLE Bridging |
| Messgenauigkeit | ±1 Prozent |
| Maximaler Widerstand | 2200 Watt |
| Maximal simulierbare Steigung | 20 Prozent |
| Ausstattungsvarianten | Vorinstallierte 11-fach-Kassette oder Zwift Cog & Click |
| Transport und Aufbewahrung | Integrierter Tragegriff und einklappbare Standfüße |
| Erweiterbarkeit | Kompatibel mit dem Tacx Alpine Steigungssimulator |
| Preis | Jeweils 999,99 Euro UVP |
Statt das Fahrrad ausschließlich in einer starren Position zu halten, soll der Tacx Nēra Smart Trainer Bewegungen beim Pedalieren zulassen. Dafür nutzt Garmin integrierte Motion Pods. Sie sollen ein natürlicheres Fahrgefühl ermöglichen. Wie groß der Bewegungsspielraum ausfällt und wie sich der Trainer etwa im Wiegetritt verhält, geht aus den vorliegenden Herstellerangaben allerdings nicht hervor.
Für zusätzliche Bewegung in der Vertikalen lässt sich der Nēra mit dem separat erhältlichen Tacx Alpine kombinieren. Dieser Steigungssimulator soll das Fahrrad passend zu virtuellen Anstiegen und Abfahrten neigen. In kompatiblen Apps wird laut Garmin außerdem virtuelles Lenken unterstützt. Die integrierte Beweglichkeit des Trainers und die Neigungsfunktion des Alpine sind damit zwei unterschiedliche Funktionen.
Der Smart Trainer Nēra arbeitet mit Riementechnologie und bietet laut Hersteller Garmin einen maximalen Widerstand von 2200 Watt. Die maximal simulierbare Steigung beträgt 20 Prozent. Damit richtet sich der Trainer nicht nur an Fahrer, die im Winter Grundlagenkilometer sammeln möchten, sondern auch an ambitionierte Sportler mit intensiven Intervallen und Sprints im Trainingsplan. Zum Funktionsumfang gehören Leistungs- und Trittfrequenzmessung. Garmin nennt eine Messgenauigkeit von ±1 Prozent.
Den Tacx Nēra bietet Garmin mit vorinstallierter 11-fach-Kassette sowie als Zwift-Ready-Version mit vormontiertem Zwift Cog und zugehörigem Click-Schalter an. Letztere ermöglicht virtuelles Schalten in Zwift und Rouvy. Dass dieses Konzept auch bei bestehenden Tacx-Modellen eingesetzt wird, zeigt bereits der Tacx Neo 2T mit Zwift Cog und Click.
Die vormontierten Komponenten sollen den Aufbau vereinfachen. Ganz ohne Vorbereitung geht es dennoch nicht: Das Fahrrad muss montiert und der Trainer mit der gewünschten Trainingsanwendung verbunden werden. Garmin nennt von Rennräder, über Gravelbikes bis hin zu Mountainbikes sowie Triathlon- und Zeitfahrräder als mögliche Einsatzbereiche.
Welche Abstufung die 11-fach-Kassette bietet und welche Achs- beziehungsweise Antriebsstandards im Detail unterstützt werden, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Gerade beim Mountainbike sollte die Kompatibilität deshalb vor dem Kauf geprüft werden.
Das integrierte WLAN soll eine schnelle und stabile Verbindung für virtuelle Ausfahrten und Rennen ermöglichen. Zusätzlich bietet der Smart Trainer Nēra von Tacx einen Race Mode, der Attacken und Zwischensprints mit besonders kurzen Reaktionszeiten abbilden soll. Konkrete Latenzwerte nennt der Hersteller nicht.
Neben WLAN stehen ANT+ und Bluetooth Low Energy (BLE) inklusive BLE Bridging zur Verfügung. Damit ergänzt Garmin die WLAN-Anbindung um weitere Verbindungsmöglichkeiten für das Indoor-Setup.
Die Einrichtung erfolgt über die Tacx Training App. Dort stehen kostenlose Workouts zur Verfügung; reale Streckenfilme, Herausforderungen und weitere Inhalte setzen ein Premium-Abonnement voraus. Garmin-Coach-Trainingspläne sollen sich ebenfalls in der App absolvieren lassen. Kompatible Edge-Radcomputer und Garmin-Smartwatches können das Training steuern. In Garmin Connect lassen sich Indoor- und Outdoor-Einheiten zusammen mit Gesundheits- und Regenerationsdaten betrachten.
Bewegungsfreiheit und virtuelles Schalten sind für sich genommen keine Neuheiten im Tacx-Programm: Der bereits von BIKE getestete Tacx Neo 3M besitzt integrierte Motion Plates für Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen und lässt auch seitliche Bewegung zu. Beim Neo 2T sind Motion Plates eine optionale Ergänzung; eine Variante mit Zwift Cog & Click ist ebenfalls bereits erhältlich.
Der Nēra bündelt nun Riementechnologie, integrierte Motion Pods, WLAN und die Wahl zwischen 11-fach-Kassette und virtuellem Schalten für 999,99 Euro. Wie sich seine Motion Pods konstruktiv und beim Fahrgefühl von den Motion Plates des Neo 3M unterscheiden, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten. Die Eckdaten von 2200 Watt und 20 Prozent Steigung liefern eine erste Leistungsorientierung, ersetzen aber keinen direkten Vergleich unter gleichen Testbedingungen.
Sowohl der Tacx Nēra mit vorinstallierter 11-fach-Kassette als auch die Version mit Zwift Cog & Click sind laut Garmin ab dem 20. Oktober 2026 für jeweils 999,99 Euro erhältlich.
Ein integrierter Tragegriff und einklappbare Standfüße sollen den Transport erleichtern und dafür sorgen, dass sich der Trainer nach der Einheit schnell verstauen lässt. Den Betrieb beschreibt Garmin als leise; Messwerte zur Geräuschentwicklung liegen nicht vor.

Redakteur
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