Krafttraining auf StravaUpdate mit Muskelkarten und Trainingsprotokoll

Sandra Schuberth

 · 24.05.2026

Krafttraining auf Strava: Update mit Muskelkarten und TrainingsprotokollFoto: Strava
Bisher war Krafttraining auf Strava eher ein Platzhalter im Aktivitäten-Stream. Mit dem neuen Update bekommt der Bereich endlich ein eigenes Protokoll, automatische Muskelkarten und Schnittstellen zu Apps wie Garmin, WHOOP und Hevy. Was sich ändert und warum das auch für Radfahrende interessant ist.

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Wer auf Strava bisher Krafttraining hochladen wollte, hatte zwei Optionen: manuell eintragen oder eine Aktivität ohne Tiefe abspeichern. Das ändert sich. In den kommenden Wochen rollt Strava weltweit ein überarbeitetes Krafttraining-Segment aus, das Sätze, Wiederholungen, Gewichte und beanspruchte Muskelgruppen abbilden soll. Der Hintergrund: 2025 wurden auf Strava über 500 Millionen Krafttraining-Aktivitäten hochgeladen, das macht den Bereich zu einer der am schnellsten wachsenden Sportarten auf der Plattform.

Was neu ist

Drei Bausteine stehen im Mittelpunkt:

  • Muskelkarten: Jedes Training generiert automatisch eine visuelle Karte, die zeigt, welche Muskelgruppen beansprucht wurden. Die Daten entstehen auf Basis der ausgeführten Übungen.
  • Trainingsprotokoll: Sätze, Wiederholungen und Gewichte lassen sich direkt in Strava erfassen. Die App dokumentiert die Übungen über die Zeit, sodass sich Trainingseinheiten wiederholen und Fortschritte ablesen lassen.
  • Shareables: Fünf neue, krafttrainingsspezifische Formate sollen Studio- und Home-Workouts dieselbe Sichtbarkeit geben wie Läufe oder Rides.

14 Partner-Integrationen

Wer schon mit einer anderen App oder Uhr trackt, soll seine Daten ohne Doppelarbeit übertragen können. Strava startet mit Schnittstellen zu Garmin, COROS, WHOOP, Amazfit, Fitbod, Hevy, Caliber, iFIT, JEFIT, Liftoff, Motra, REMAKER, Runna sowie der US-Studiokette 24 Hour Fitness, die im Sommer dazukommt. Damit lassen sich Krafttraining-Daten direkt auf Strava ziehen.

Was bedeutet das für Radfahrende?

Auf den ersten Blick eine News fürs Gym-Publikum. Auf den zweiten lohnt der Blick: Viele Radfahrerinnen und Radfahrer ergänzen ihr Training inzwischen mit Krafteinheiten, ob für die Verletzungsprävention, zur Stabilisierung im Winter oder für mehr Wattzahlen am Berg. Bisher landeten diese Einheiten oft in einer separaten App und tauchten auf dem Strava-Profil gar nicht oder nur als Platzhalter auf. Das Update schließt diese Lücke und macht das Gesamtbild eines Trainings sichtbarer, inklusive der Frage, ob Belastung und Erholung zusammenpassen.

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Matt Salazar, Chief Product Officer bei Strava, beschreibt das Update als ersten Schritt: „Diese Überarbeitung bringt die Tiefe, Motivation und Teilbarkeit, für die Strava bekannt ist, zu einer Vielzahl von Kraftsport-Aktivitäten. Heißt: Es soll nicht bei den Muskelkarten bleiben.

Das Rollout startet in den kommenden Wochen weltweit.

Apropos Krafttraining ...

Sandra Schuberth

Sandra Schuberth

Redakteurin

Sandra Schuberth, mal Feierabendrunde, mal Trainingsride, mal unsupported Bikepacking-Challenge. Hauptsache sie und ihr Gravelbike – abseits vom Verkehr. Seven Serpents, Badlands oder Bright Midnight: Sie hat anspruchsvolle Bikepacking-Rennen gefinisht. Gravel und Bikepacking sind ihre Herzensthemen, ihr Anspruch an Equipment ist hoch. Was sie fährt, nutzt und empfiehlt, muss draußen bestehen: nicht im Marketing, sondern im echten Leben.

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