Sandra Schuberth
· 24.05.2026
Wer auf Strava bisher Krafttraining hochladen wollte, hatte zwei Optionen: manuell eintragen oder eine Aktivität ohne Tiefe abspeichern. Das ändert sich. In den kommenden Wochen rollt Strava weltweit ein überarbeitetes Krafttraining-Segment aus, das Sätze, Wiederholungen, Gewichte und beanspruchte Muskelgruppen abbilden soll. Der Hintergrund: 2025 wurden auf Strava über 500 Millionen Krafttraining-Aktivitäten hochgeladen, das macht den Bereich zu einer der am schnellsten wachsenden Sportarten auf der Plattform.
Drei Bausteine stehen im Mittelpunkt:
Wer schon mit einer anderen App oder Uhr trackt, soll seine Daten ohne Doppelarbeit übertragen können. Strava startet mit Schnittstellen zu Garmin, COROS, WHOOP, Amazfit, Fitbod, Hevy, Caliber, iFIT, JEFIT, Liftoff, Motra, REMAKER, Runna sowie der US-Studiokette 24 Hour Fitness, die im Sommer dazukommt. Damit lassen sich Krafttraining-Daten direkt auf Strava ziehen.
Auf den ersten Blick eine News fürs Gym-Publikum. Auf den zweiten lohnt der Blick: Viele Radfahrerinnen und Radfahrer ergänzen ihr Training inzwischen mit Krafteinheiten, ob für die Verletzungsprävention, zur Stabilisierung im Winter oder für mehr Wattzahlen am Berg. Bisher landeten diese Einheiten oft in einer separaten App und tauchten auf dem Strava-Profil gar nicht oder nur als Platzhalter auf. Das Update schließt diese Lücke und macht das Gesamtbild eines Trainings sichtbarer, inklusive der Frage, ob Belastung und Erholung zusammenpassen.
Matt Salazar, Chief Product Officer bei Strava, beschreibt das Update als ersten Schritt: „Diese Überarbeitung bringt die Tiefe, Motivation und Teilbarkeit, für die Strava bekannt ist, zu einer Vielzahl von Kraftsport-Aktivitäten.“ Heißt: Es soll nicht bei den Muskelkarten bleiben.
Das Rollout startet in den kommenden Wochen weltweit.

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