Die meisten Mountainbiker hassen Rollen-Training: Im Keller steht die Luft, die Wirbelstrombremse dröhnt und man bewegt sich keinen Meter. Dennoch soll es Menschen geben, die mehrere Stunden auf der Rolle trainieren. Ob diese Qual außer Schweißverlust und Kalorienverbrauch positive Effekte hat? Zweifelhaft. Motivation spendet sie jedenfalls nicht. Dennoch ist das Winter-Training auf der Rolle für die Entwicklung der Kraftausdauer Pflicht, man kann als engagierter Sportler kaum darauf verzichten.
Wir schlagen jedoch vor: Eineinhalb Stunden reichen. Sie brauchen nur eine positive Einstellung und ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm. Mit unseren Vorschlägen sind Sie im Frühjahr garantiert schneller wieder im Tritt als die Kollegen – und können bergauf mindestens einen Gang schwerer treten. Nach einer Einfahrzeit fährt man ein Intervall nach dem anderen ab, die Zeit vergeht dabei schnell und man trainiert so effektiv, wie es draußen nicht möglich wäre – erst recht nicht beim Winter-Schmuddelwetter. Ohne Fleiß kein Preis – denken Sie einfach bei jedem Tritt an Ihre tolle Form, an die neue Bestzeit beim Marathon und an die Anstiege, die Ihnen leicht von den Beinen gehen werden.
Ziel des Rollen-Trainings ist die Entwicklung der Kraft. Grundlagen-Training absolviert man besser mit Joggen an der frischen Luft. Aber: Das G1-Training an der frischen Luft kann das Kraftausdauer-Training auf der Rolle nicht ersetzen.
1) 15 Minuten einfahren, 5–8 x 5 Minuten Belastung mit schwerem Gang und hohem Widerstand (Puls bis EB) und Trittfrequenz bei 65. Dazwischen jeweils fünf bis acht Minuten locker pedalieren. Danach 15 Minuten lockeres Ausfahren.
2) 15 Minuten einfahren, 2–3 x 20 Minuten mit schwerem Gang (Frequenz bis 65), dazwischen 10 Minuten locker. Danach eine Viertelstunde ausfahren.
10 Minuten einfahren, dann 4-7 x 10 Minuten mit G1-/G2-Puls und wechselnder Trittfrequenz (Bsp. Pyramide: 90, 100, 110, 120, 110, 100, 90 etc.). 10 Minuten ausfahren. So sitzt man bis zu eineinhalb Stunden relativ kurzweilig im Sattel.