Richtig oder falschSo steigert man die Ausdauer

Laurin Lehner

 · 26.12.2018

Richtig oder falsch: So steigert man die AusdauerFoto: Thomas Thiesen
Richtig oder falsch: So steigert man die Ausdauer

In dieser Rubrik wollen wir mit Mythen rund ums Mountainbiken aufräumen. Diesmal: Konditionsaufbau. Dr. Stefan Siebert von der Sporthochschule Köln klärt übers Ausdauertraining auf.

Mythos Nummer 1: Kondition bedeutet Ausdauer.


Dr. Stefan Siebert von der Deutschen Sporthochschule Köln: Das ist falsch. Kondition ist nur ein Überbegriff und zwar von: Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Ausdauer.

Mythos Nummer 2: Nur kurzes und hochintensives Intervalltraining steigert die Ausdauer.


Dr. Stefan Siebert: Das Training sollte entsprechend der Belastungsdauer des Wettkampfes ausfallen. Cross-Country-Fahrer, die auf ein Rennen trainieren, müssen also wesentlich öfter kurze, hochintensive Intervalle trainieren. Marathon-Biker dagegen sollten mehr lange Grundlageneinheiten trainieren.

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  Dr. Stefan Siebert ist langjähriger Mountainbiker und arbeitet bei der Deutschen Sporthochschule Köln am Institut für Natursport und Ökologie.Foto: Jeanette Wunderl
Dr. Stefan Siebert ist langjähriger Mountainbiker und arbeitet bei der Deutschen Sporthochschule Köln am Institut für Natursport und Ökologie.

Mythos Nummer 3: Hohe Trittfrequenz schont die Kraft.


Dr. Stefan Siebert: Ja, denn je schneller ich in die Pedale trete, desto weniger Kraft muss ich aufbringen, um die gleiche Leistung zu erzielen. Sprich: Es ist weniger anstrengend. Wer speziell Kraftausdauer trainieren will, wählt einen schweren Gang und eine niedrige Trittfrequenz.

Mythos Nummer 4: Viel Training hilft viel.


Dr. Stefan Siebert: Das ist kein Mythos: Viel hilft viel – sofern das viele Training richtig gestaltet wird. Mindestens genauso wichtig sind jedoch die Regenerationszeiten – der Körper braucht auch mal eine Pause.


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