Lustkiller Schmerz

BIKE Magazin

 · 02.07.2006

Lustkiller SchmerzFoto: Unbekannt
Lustkiller Schmerz

Schwache Muskeln sind eine von vielen Ursachen für Schmerzen beim Biken. Wir verraten Ihnen die Tricks für eine schmerzfreie Tour!

Türkei, BIKE Warm-Up-Camp, 22 Grad, tolle Touren, die ersten Kilometer des Jahres im kurzen Dress. Endlich Sonnencreme statt Kälteschutz im Gesicht. Und doch wird das Biken zur Qual. Mein Hintern brennt wie Feuer, die Hände fühlen sich an, wie mit Schmirgelpapier behandelt. Nacken und Rücken zwicken noch Stunden nach der Tour. Sie kennen das? Dann gehören Sie zu den 80 Prozent Bikern, denen der Spaß auf den Trails durch diese Nebenwirkungen geschmälert wird. Nicht immer, zum Glück, denn Schmerzen kommen und gehen und die geschilderten Wehwehchen lassen sich zum Saisonstart unter der Rubrik „Startschwierigkeiten“ abheften. Schmerzen entstehen in den meisten Fällen durch eine falsche Sitzposition, unpassende Geometrie, schwache Muskulatur und fehlende Gewöhnung. Dazu gesellt sich falsche Kleidung. Die Fehlersuche beginnt man am Bike: Zuerst sollten Sie die Sitzposition und Geometrie Ihres Bikes überprüfen (siehe unten). Als nächstes optimieren Sie Ihre Ausrüstung. Autorennfahrer lassen sich die Kontaktpunkte mit ihrem Arbeitsgerät maßschneidern: Sitz, Lenkrad, Pedalerie. Wenn auch Sie Sattel, Griffe und Schuhe optimieren, haben Sie den Wettlauf mit den Schmerzen schon fast gewonnen. Jetzt sollten Sie die Schwachpunkte Ihres Körpers erkennen und behandeln. Ihre Muskulatur können Sie leicht mit etwas Fleiß stärken. Auf den folgenden Seiten haben wir die Problemzonen nach Körperteilen unterteilt, und Lösungsvorschläge aufgezeigt. Auf dass Sie fröhlich in die Saison starten können.

Verlagssonderveröffentlichung


Sitzen Sie richtig?

Urteil: Schuldig! Eine falsche Rahmengröße oder die falsche Sitzposition ist in vielen Fällen schuld an Schmerzen auf Tour. Sitzen Sie bequem!

Checken Sie Ihre Sitzhöhe regelmäßig, insbesondere wenn Sie die Sattelhöhe (zum Verladen, vorm Downhill) verändert haben. Eine zu tiefe Sattelstütze kann Knieprobleme auslösen und verhindert zudem einen effizienten Tritt. Das ausgestreckte Bein muss das Pedal berühren, das Knie darf nicht ganz durchgestreckt sein (1). Lassen Sie sich beim Biken von hinten beobachten: Wenn Ihre Hüfte beim Treten seitlich abkippt, sitzen Sie zu hoch. Sattelposition: Fällen Sie in der waagrechten Pedalstellung ein Lot vom Tibiakopf am Knie. Es sollte durch die Pedalachse fallen, nicht vor die Achse (2). Falls die Position nicht passt, verschieben Sie den Sattel auf der Stütze. Sättel mit langem Gestell oder unterschiedlich stark gekröpfte Stützen (z. B. Race Face) bieten einen weiten Verstellbereich. Prüfen Sie die Höhendifferenz vom Sattel zum Lenker (3). Ein zu tiefes Cockpit verursacht Verspannungen und Nackenschmerzen. Falls Sie nicht mehr mit einem höheren Lenker/Vorbau nachhelfen können, ist Ihr Rahmen zu klein für Ihre Körpermaße! Falls Sattel und Cockpit auf ähnlicher Höhe liegen, Sie aber dennoch zu gestreckt sitzen, ist der Rahmen vermutlich zu groß, also das Oberrohr zu lang. Messen Sie Ihren Vorbau von der Schraube der Abdeckkappe bis Mitte Lenker: Falls er länger als 135 Millimeter ist – tauschen Sie ihn aus. 100-120 Millimeter gelten momentan als Universal-Standard. Im Frühjahr dürfen Sie Ihre Sitzposition ruhig eine Spur bequemer (kürzer, aufrechter) einstellen. Auf der Suche nach der optimalen Lenkerposition leistet die verstellbare Lenker-Vorbau-Einheit ”VRO” von Syntace gute Dienste.



PROFI-WORKOUT: SCHMERZFREI IN 15 MINUTEN!

Starke Muskeln kennen keinen Schmerz. Gönnen Sie Ihrem Körper eine Viertelstunde für diese Kräftigungsübungen. Ihr Lohn: mehr Spaß im Sattel!
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