Florentin Vesenbeckh
· 25.07.2026
Die Übernahme von TrainingPeaks durch Garmin ist ein logischer Schritt zweier Unternehmen, die schon seit über einem Jahrzehnt zusammenarbeiten. Für Radsportler, die strukturiertes Training und detaillierte Leistungsanalyse schätzen, könnte diese Fusion mittelfristig echten Mehrwert bringen – vorausgesetzt, Garmin nutzt das Potenzial beider Plattformen clever. Es bleibt spannend zu beobachten, welche konkreten Neuerungen folgen werden.
Garmin hat die Übernahme von TrainingPeaks und TrainHeroic bekannt gegeben – zwei digitale Plattformen, die seit Jahren zur Standardausrüstung ambitionierter Hobbyathleten und Profis gehören. Besonders für Radsportler, die ihre Performance mit strukturierten Trainingsplänen und datenbasiertem Coaching auf das nächste Level bringen wollen, dürfte diese Nachricht spannend sein.
TrainingPeaks gilt seit Jahren als eine der führenden Lösungen für strukturiertes Ausdauertraining. Leistungskennzahlen wie TSS (Training Stress Score), CTL (Chronic Training Load) und ATL (Acute Training Load) haben durch TrainingPeaks ihren Weg in den Alltag von Hobby- und Profiradfahrern gefunden. Coaches auf der ganzen Welt nutzen die Plattform, um ihren Athleten maßgeschneiderte Trainingspläne zu erstellen und deren Fortschritte zu analysieren.
TrainHeroic hingegen richtet sich stärker an kraft- und leistungsorientiertes Training – ebenfalls relevant für Radsportler, die ihre Athletik durch gezieltes Krafttraining verbessern möchten.
Beide Plattformen werden nun Teil des Garmin-Ökosystems. Garmin-Co-COO Brad Trenkle betont, dass die Übernahme den Zugang zu authentischen Coaching-Erfahrungen erweitern soll: „Die Ergänzung dieser erfolgreichen Plattformen wird Athleten mit professionellen Coaches verbinden, die sie anleiten, motivieren und inspirieren, ihre Ziele zu erreichen."
Für Radsportler, die bereits mit einem Garmin-Fahrradcomputer wie dem Edge 1050 oder einer Garmin-Smartwatch trainieren, klingt das verlockend: Wer seine Trainingsdaten ohnehin schon über Garmin Connect synchronisiert, könnte künftig noch nahtloser von einer tiefen Integration zwischen Hardware und Trainingsplanung profitieren. Ob das in der Praxis bedeutet, dass TrainingPeaks-Analysen direkt auf dem Garmin-Display erscheinen oder Trainingseinheiten automatisch übertragen werden, bleibt abzuwarten – die technischen Details zur Integration hat Garmin bislang noch nicht kommuniziert.
Zunächst einmal: Ruhe bewahren. Die rund 120 Mitarbeiter von TrainingPeaks und TrainHeroic wechseln in die Garmin-Belegschaft, das operative Geschäft läuft weiter. Andy Stephens, CEO der Muttergesellschaft Peaksware Holdings, gibt sich optimistisch: „Wir sind begeistert, gemeinsam mit Garmin unsere Mission voranzutreiben, Coaches und Athleten mit wissenschaftsbasiertem Training zu stärken."
Für bestehende TrainingPeaks-Abonnenten dürfte sich kurzfristig wenig ändern. Langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass Garmin die Plattformen enger in sein Produkt-Ökosystem einbinden wird – zum Vorteil all jener, die ohnehin schon auf Garmin-Geräte setzen.

Redakteur CvD
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