Fitness

BIKE-Lebenshilfe: Beine rasieren – warum eigentlich?

Christoph Listmann

 · 04.03.2016

BIKE-Lebenshilfe: Beine rasieren – warum eigentlich?Foto: Björn Kafka

Aus sportwissenschaftlicher Sicht gibt es einen Grund für die Rasur, und der hat weder mit Aerodynamik noch mit der Optik zu tun. Die Verdunstungskälte auf haarloser Haut kühlt die Muskeln besser.

Jeder muss selbst entscheiden, ob haarige oder glatt rasierte Waden besser zu seinem Style passen. Aus sportwissenschaftlicher Sicht gibt es einen Grund für die Rasur, und der hat weder mit Aerodynamik noch mit der Optik zu tun. Die Sportmedizin sagt: Ab einer gewissen Belastung produziert man Schweiß an den Beinen. Der hängt weniger vom Trainingszustand ab, sondern von der Härte (Belastung über 2 - 4 mmol Laktat), vom Muskelfasertyp, vom lokalen Klima und von der Belastungsdauer. Der Schweiß dient zur Abkühlung der Beinmuskeln: Fährt man mit 200 Watt, dann brennt im Körper eine 1000-Watt-Birne – diese Energie wird von den Muskeln freigesetzt. Tropft der Schweiß von den Haaren, dann verpufft die Abkühlung. Der Schweiß muss auf der Haut verdunsten. Von der Verdunstungskälte wird der Muskelmotor heruntergekühlt.

Mit rasierten Beinen spart man also Flüssigkeit/Trinkmenge und kann härter und länger belasten. Dies gilt für alle härteren Belastungen mit Schweißproduktion an den Beinen – nicht nur für das Radfahren.

Machen rasierte Beine schneller?

Dieser Frage sind die Jungs von Specialized nachgegangen und haben dafür im hauseigenen Windkanal getestet. Die Ergebnisse beziehen sich aufs Rennradfahren, aber 70 Sekunden Zeitgewinn auf 40 Kilometer sprechen ein klare Sprache – und das nur, weil man keinen Pelz am Bein hat. Schaut Euch das Video selbst an. Was man davon hält, muss jeder selbst für sich entscheiden. Auch bei uns in der BIKE-Redaktion gibt es Kollegen, die fleißig rasieren, andere tragen Bein-Pelz.

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