Hacke auf die Pedale, Bein gestreckt, und fertig ist die perfekte Radeinstellung. So sieht für viele immer noch die individuelle Einstellung des Mountainbikes aus. Einschlafende Hände, schmerzender Nacken und taube Genitalien gelten da meist nur als dazugehöriges Übel. Aber muss das sein? Im Grunde nicht, wenn man sich den Tenor der Bikefitter anhört: Radfahren sollte schmerzfrei sein, und dafür muss das Material angepasst und ausgewählt werden.
Denn, sind wir mal ehrlich, die zusammengepferchte Position auf dem Rad hat mit einer natürlichen Körperhaltung wenig gemein. Der Hals ist überstreckt, die Brustwirbelsäule gebeugt, Muskeln und Sehnen werden in einigen Bereichen verkürzt. Klingt gruselig, muss es aber nicht sein, wenn man an den Schnittstellen von Mensch und Maschine etwas ändert und gleichzeitig den Körper muskulär auf die Bike-Position einstellt. Sie müssen einen Kompromiss finden: Sie stellen Ihren Körper aufs Biken ein und Ihr Bike auf Ihren Körper. Ehe auf Rädern: Bike-Anpassung ist wie eine Hochzeit zwischen Rad und Fahrer. Wenn die beiden nicht zusammenpassen, wird die Ehe scheitern – aus diesem Grund haben wir Ihnen einen Fahrplan zur individuellen Einstellung geschrieben und Ergonomie-Videos produziert.
Wir fragten Bikefitting-Experten, wie die Kontaktpunkte Sattel, Pedale und Hände in Einklang zu bringen sind. Das ist zwar kein Ersatz für ein professionelles Bike-Fitting (zur Übersicht von Bike-Fitting Anbietern und Experten in Deutschland ). Aber bedeutend besser, als nur die Hacke aufs Pedal zu stellen.
Rundherum um das Ergonomie-Thema haben wir den Schwerpunkt "Besser Biken" kreiert. Ein großes Themen-Special mit Ergonomieberatung, Tests und Service-Geschichten, das MTB-Einsteiger genauso als Anleitung nutzen können wie erfahrene Mountainbiker, die besser auf dem Rad sitzen wollen oder mit akuten Problemen kämpfen.