5 Moves, die Sie selbst im Winter üben können

Laurin Lehner

 · 11.01.2015

5 Moves, die Sie selbst im Winter üben könnenFoto: Robert Niedring
5 Moves, die Sie selbst im Winter üben können

Zugegeben, der Winter bietet nicht die beste Voraussetzung, um an der MTB-Fahrtechnik zu feilen. Wir zeigen fünf Manöver, die im Gelände, aber auch auf Asphalt Spaß machen.

Nie mehr absteigen – Es gibt etliche MTB-Moves, die sich fern von matschigen Trails lernen lassen. Sie machen im Gelände nicht nur Spaß, sondern sind auch äußerst nützlich. Zusammen mit Fahrtechnik-Coach Stefan Herrmann zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Hinterrad versetzen, Wheelie und Drop meistern, Stufen überwinden und bei stehendem Bike balancieren können.

1. 180 Grad Hinterrad umsetzen

  Fahrtechnik-Profi Stefan Herrmann dreht sein Bike zum Richtungswechsel ein. Die 180-Grad-Drehung verlangt Bike-Beherrschung. "Doch wer fleißig übt, macht schnell Fortschritte", sagt Stefan.Foto: Robert Niedring
Fahrtechnik-Profi Stefan Herrmann dreht sein Bike zum Richtungswechsel ein. Die 180-Grad-Drehung verlangt Bike-Beherrschung. "Doch wer fleißig übt, macht schnell Fortschritte", sagt Stefan.

Die 180-Grad-Drehung ist nicht nur stylisch. Sie beweist auch Fahrkönnen und kann auf schmalen Trails hilfreich sein. Wir zeigen, wie die Drehung funktioniert.

Verlagssonderveröffentlichung
1. Kurve anfahren

Fahre in einer leichten Kurvenbewegung an und suche Dir bereits einen Punkt aus, wo Du das Vorderrad zum Stillstand bringen willst.
Foto: Robert Niedring

2. Der Wheelie

  Stefan bei einem Speed-Wheelie auf einer Abfahrt irgendwo in München. Beste Lernvoraussetzungen sind allerdings eher: leicht bergauf pedalieren, mittlere Sattelposition, gut dosierbare Hinterradbremse sowie ein geeigneter Gang. Stefan weiß: "Die meisten greifen zu kräftig in die Hinterradbremse, statt sie leicht schleifen zu lassen". Folge: Das Vorderrad schnappt auf den Boden.Foto: Robert Niedring
Stefan bei einem Speed-Wheelie auf einer Abfahrt irgendwo in München. Beste Lernvoraussetzungen sind allerdings eher: leicht bergauf pedalieren, mittlere Sattelposition, gut dosierbare Hinterradbremse sowie ein geeigneter Gang. Stefan weiß: "Die meisten greifen zu kräftig in die Hinterradbremse, statt sie leicht schleifen zu lassen". Folge: Das Vorderrad schnappt auf den Boden.

Kaum ein anderer Move macht so viel Spaß wie der Ritt auf dem Hinterrad. Das Gute am Wheelie: Mit etwas Übung und den richtigen Tipps kann ihn jeder schnell lernen.

1. Beugen:

 Beuge Dich tief über den Lenker, um genug Spannung zu erzeugen.
Foto: Robert Niedring

3. Wheelie-Drop

  Bevor es losgeht: Wähle einen geeigneten Gang (nicht zu klein) und prüfe, ob die Kette satt auf dem Ritzel sitzt. Wer ins Leere tritt, riskiert einen Abflug über den Lenker. Übe am besten an einem höheren Bordstein.Foto: Robert Niedring
Bevor es losgeht: Wähle einen geeigneten Gang (nicht zu klein) und prüfe, ob die Kette satt auf dem Ritzel sitzt. Wer ins Leere tritt, riskiert einen Abflug über den Lenker. Übe am besten an einem höheren Bordstein.

Der Wheelie-Drop kommt von den Trial-Bikern. Doch auch Mountainbiker können von der Fahrtechnik profitieren. Denn so lassen sich Stufen ganz ohne Anlauf bewältigen. Dazu macht der Wheelie-Drop auch mächtig Spaß. Trial-Profis schaffen mit der Technik bis zu drei Meter Höhenunterschied.

1. Kräftig reintreten

 Rolle langsam an den Rand und bringe das Vorderrad so nahe an die Kante wie möglich. Die Pedalstellung ist in dem Moment senkrecht, der stärkere Fuß steht vorn. Dann gibst Du den Impuls, indem Du kraftvoll in die Pedale trittst. Folge: Das Rad bäumt sich auf.
Foto: Robert Niedring

4. Parkbank oder Stufe rauf und runter

Auf eine Parkbank zu springen und wieder runter, ist spaßig und beweist Bike-Beherrschung. Die Herangehensweise lässt sich auch auf Trails anwenden. Wer es auf die Parkbank rauf und wieder runter schafft, kann das nämlich auch bei Stufen im Gelände.

1. Hoch damit

 Um Dein Vorderrad auf eine Parkbank zu wuchten, verlagerst Du Deinen Schwerpunkt nach hinten. Folge: Die Front wird leicht. Stichpunkt: Manual-Technik. Fahre mit etwas Schwung an und hieve Dein Vorderrad auf die Parkbank.
Foto: Robert Niedring

5. Ampel-Stop

Rote Ampeln sind eine super Gelegenheit, um die Balance zu trainieren. Natürlich klappt das Manöver auch ohne Ampel. Wir zeigen zwei Möglichkeiten. "Auf der Stelle zu stehen, ohne die Füße abzusetzen, macht dich zu einem besseren Biker", sagt Stefan. Er meint dabei allerdings eher die klassische Balancier-Variante.

1. Die klassische Variante

 Bei der Anfahrt zur roten Ampel kannst Du Deine Teleskopstütze bereits auf mittlere Position absenken – vielen fällt das so einfacher. Jetzt gilt es, cool zu bleiben. Fixiere mit Deinem Blick einen Punkt und reagiere auf Kipptendenzen nur mit sachten und langsamen Ausgleichsbewegungen. Das klappt am besten mit Einsatz der Knie oder mit Lenkbewegungen. Die Bremsen sind dabei gezogen, können aber leicht gelöst werden.
Foto: Franz Faltermaier


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