Weltweite-Touren

Kolumbien: Entdeckungs-Reise in Südamerika

Lukas Keller

 · 28.07.2014

Kolumbien: Entdeckungs-Reise in SüdamerikaFoto: Alex Buschor

Aus Kolumbien kommen die feinsten Arabica-Bohnen der Welt – und oft schlimme Nachrichten über Guerillas, Entführungen und Drogen. Doch über die friedliche Bike-Szene hat noch niemand berichtet.

„Das einzige Risiko ist, dass Sie bleiben wollen.“ Das große Plakat an der Wand widerspricht dem Kolumbien-Reiseführer auf meinem Schoß. Doch wir können ohnehin nicht mehr zurück, denn wir sitzen bereits am Flughafen von Bogota und warten auf den Anschlussflug nach Armenia. Die Stadt liegt im Landesinneren, 290 Kilometer westlich der Hauptstadt, in den westlichen Ausläufern der Anden. Eine der sichersten Touristen-Regionen, bestätigt auch der Reiseführer. Mit Kaffee- und Bananen-Plantagen, Riesenpalmen und gemäßigtem Tropenklima. Nur die Vulkane im nahgelegenen Los-Nevados-Nationalpark könnten hin und wieder mal ausbrechen. Überfälle von Menschenhand seien eher nicht zu befürchten.

Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
So sehen die Trails in Kolumbien aus.Foto: Alex Buschor
So sehen die Trails in Kolumbien aus.
Für die Hängebrücken braucht man in Kolumbien schon Gottvertrauen.Foto: Alex Buschor
Für die Hängebrücken braucht man in Kolumbien schon Gottvertrauen.
Gratis-Lift zur Passhöhe, die kolumbianischen Jungs hängen sich einfach mit einem Fleischerhaken einFoto: Alex Buschor
Gratis-Lift zur Passhöhe, die kolumbianischen Jungs hängen sich einfach mit einem Fleischerhaken ein
Auch in großen Höhen bleibt das Land in Kolumbien grün.Foto: Alex Buschor
Auch in großen Höhen bleibt das Land in Kolumbien grün.
Mit Fünftausendern im kolumbianischen Nationalpark Los NevadosFoto: Alex Buschor
Mit Fünftausendern im kolumbianischen Nationalpark Los Nevados
Die Unterkunft in Kolumbien ist eine Art Backpacker-Home: einfache Einrichtung und unglaublich freundliche Menschen.Foto: Alex Buschor
Die Unterkunft in Kolumbien ist eine Art Backpacker-Home: einfache Einrichtung und unglaublich freundliche Menschen.
In den Straßen des Örtchens Salento stehen noch Häuser im kolumbianischen Stil.Foto: Alex Buschor
In den Straßen des Örtchens Salento stehen noch Häuser im kolumbianischen Stil.
Shuttle mit dem Jeep oder auch mit dem Muli – unser Guide Gabriel macht es irgendwie möglich.Foto: Alex Buschor
Shuttle mit dem Jeep oder auch mit dem Muli – unser Guide Gabriel macht es irgendwie möglich.
Durch den Dschungel führen in Kolumbien nur Trails. Wer lieber Schotterstraßen fährt, ist hier falsch.Foto: Alex Buschor
Durch den Dschungel führen in Kolumbien nur Trails. Wer lieber Schotterstraßen fährt, ist hier falsch.
Unser Kolumbien-Guide Gabriel. Der Mann ist immer allerbester Laune. Wir haben ihn nur einmal "no" sagen hören.Foto: Alex Buschor
Unser Kolumbien-Guide Gabriel. Der Mann ist immer allerbester Laune. Wir haben ihn nur einmal "no" sagen hören.
Biker-Treff an der Imbiss-Bude an der Pass-Straße. Welchen LKW nimmst du?Foto: Alex Buschor
Biker-Treff an der Imbiss-Bude an der Pass-Straße. Welchen LKW nimmst du?
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-ImpressionenFoto: Alex Buschor
Kolumbien-Impressionen
So sehen die Trails in Kolumbien aus.Foto: Alex Buschor
So sehen die Trails in Kolumbien aus.
So sehen die Trails in Kolumbien aus.
Für die Hängebrücken braucht man in Kolumbien schon Gottvertrauen.
Gratis-Lift zur Passhöhe, die kolumbianischen Jungs hängen sich einfach mit einem Fleischerhaken ein
Auch in großen Höhen bleibt das Land in Kolumbien grün.
Mit Fünftausendern im kolumbianischen Nationalpark Los Nevados
Die Unterkunft in Kolumbien ist eine Art Backpacker-Home: einfache Einrichtung und unglaublich freundliche Menschen.
In den Straßen des Örtchens Salento stehen noch Häuser im kolumbianischen Stil.
Shuttle mit dem Jeep oder auch mit dem Muli – unser Guide Gabriel macht es irgendwie möglich.
Durch den Dschungel führen in Kolumbien nur Trails. Wer lieber Schotterstraßen fährt, ist hier falsch.
Unser Kolumbien-Guide Gabriel. Der Mann ist immer allerbester Laune. Wir haben ihn nur einmal "no" sagen hören.
Biker-Treff an der Imbiss-Bude an der Pass-Straße. Welchen LKW nimmst du?
Kolumbien-Impressionen
Kolumbien-Impressionen
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Trails wie im Urwald

Würden die Kühe nicht unter Palmen grasen, könnten wir auch gerade über eine Alm in den Alpen radeln. Sattgrüne Hügel, Landwirtschaft, Weideflächen so weit das Auge zum Horizont hinaufklettern kann. Nur die Palmen passen eben nicht ins alpine Bild. Bei genauem Hinsehen wachsen auf den Feldern auch kein Mais und Raps, sondern Bananenstauden und Kaffee-Sträucher. Als unser Trail in einen urwaldartigen Wald eintaucht, scheuchen wir Kolibris und Papageien auf. Bikeguide Gabriel freut sich wie ein kleines Kind, weil wir dauernd stehen bleiben wollen, um uns diese exotische Tier- und Pflanzenwelt genauer anzusehen. Dabei brauchen wir die kleinen Pausen auch, um den Puls wieder zu beruhigen.

Der dichte Pflanzenbewuchs nahe der Äquatorlinie täuscht dauernd darüber hinweg, dass wir ja in einer Höhe von deutlich über 3000 Metern pedalieren. Pulsbeschleunigend wirken sich auch die Hängebrücken aus, die wir regelmäßig überqueren müssen: zwei rostige Stahlseile, auf die jemand Holzbrettchen gelegt hat. Spätestens in der Mitte fragt man sich, was wohl morscher ist – Seil oder Holz. Jeder Tritt scheint eine potenzielle Tretmine. Doch wir erreichen die Plaza Bolivar, den Hauptplatz von Salento, ohne Absturz und gehen dort direkt zu Pulspeitsche Nummer drei über: einen echten kolumbianischen Kaffee.


Alles über die Entdeckungsreise in den Anden können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

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