Transalp

Geführte Transalp-Routen und Rückhol-Shuttles

Gitta Beimfohr

 · 27.11.2014

Geführte Transalp-Routen und Rückhol-ShuttlesFoto: David Schultheiß

Eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike im Leben ist Pflicht. Ausreden ziehen schon lange nicht mehr, die Transalp-Veranstalter bieten einfach für jeden die richtige MTB-Route über die Alpen.

Wenn es etwas gibt, das man als guter Mountainbiker einmal in seinem Leben gemacht haben muss, dann ist das eine Alpenüberquerung. Ausreden wie „Ich kenn mich in den Alpen nicht aus“, „keine Zeit“ oder „ich bin nicht fit genug“, ziehen schon lang nicht mehr, seit es das riesige Angebot der Transalp-Veranstalter gibt.

Von der fahrtechnisch und konditionell sehr einfachen Via Claudia bis hin zum unwegsamen Alpencross über die Westalpen ist für jeden Leistungslevel eine passende Route dabei. Wer wenig Zeit hat, kann die Alpen mittlerweile an einem Wochenende überqueren. Aber es gibt auch eine Variante, die in 24 Tagen den kompletten Alpenbogen von Salzburg zum Mittelmeer durchquert.

Selbst Freerider müssen sich und ihr schweres Gerät nicht mehr mit Stunden langen Bergauffahrten quälen, denn vier Veranstalter bieten mittlerweile sogar Shuttle-Touren über die Alpen an. Aber das allerschönste bei einer geführten Transalp-Tour ist, dass man sein Gepäck nicht selbst transportieren muss. Für den Gepäck-Shuttle ist ebenso gesorgt, wie für den Rücktransfer.

Nur die passende Tour muss man sich aus dem riesigen Angebot herausfischen, und dabei soll Ihnen diese Auflistung aller Transalp-Veranstalter helfen. Eine Auswahl der 10 besten Alpenüberquerungen mit dem Mountainbike finden Sie hier:

Die Haute Route gilt unter Skitourengehern als die „Königin der Durchquerungen“. Auch mit dem Bike gibt es eine Route von Chamonix nach Zermatt.Foto: David Schultheiß
Die Haute Route gilt unter Skitourengehern als die „Königin der Durchquerungen“. Auch mit dem Bike gibt es eine Route von Chamonix nach Zermatt.
Auf der Heckmair-Route folgt man einem Klassiker von Oberstdorf an den Gardasee.Foto: Peter Neusser
Auf der Heckmair-Route folgt man einem Klassiker von Oberstdorf an den Gardasee.
Warum immer von Nord nach Süd? Die längsten Alpenüberquerungen folgen dem Alpenbogen von Ost nach West.Foto: Dan Milner
Warum immer von Nord nach Süd? Die längsten Alpenüberquerungen folgen dem Alpenbogen von Ost nach West.
Wer nicht viel Zeit hat für eine Transalp, kann den Hauptkamm auch von Landeck nach St. Moritz überqueren. Livigno ist dabei ein beliebtes Etappenziel.Foto: Markus Greber
Wer nicht viel Zeit hat für eine Transalp, kann den Hauptkamm auch von Landeck nach St. Moritz überqueren. Livigno ist dabei ein beliebtes Etappenziel.
Aussichtsreiche Pfade: Ischgl ist beliebtes Etappenziel für Alpenüberquerer.Foto: David Schultheiß
Aussichtsreiche Pfade: Ischgl ist beliebtes Etappenziel für Alpenüberquerer.
Unverwechselbares Panorama erlebt man, wenn die Transalp-Route durch die Dolomiten oder die Brenta führt.Foto: Ronny Kiaulehn
Unverwechselbares Panorama erlebt man, wenn die Transalp-Route durch die Dolomiten oder die Brenta führt.
Wer möglichst viele Trails einbauen will, sollte sich die Route von Lenzerheide über den Berninapass und Livigno bis zum Stilfserjoch-Nationalpark genauer anschauen.Foto: Matthias Rotter
Wer möglichst viele Trails einbauen will, sollte sich die Route von Lenzerheide über den Berninapass und Livigno bis zum Stilfserjoch-Nationalpark genauer anschauen.
Die Haute Route gilt unter Skitourengehern als die „Königin der Durchquerungen“. Auch mit dem Bike gibt es eine Route von Chamonix nach Zermatt.Foto: David Schultheiß
Die Haute Route gilt unter Skitourengehern als die „Königin der Durchquerungen“. Auch mit dem Bike gibt es eine Route von Chamonix nach Zermatt.
Auf der Heckmair-Route folgt man einem Klassiker von Oberstdorf an den Gardasee.Foto: Peter Neusser
Auf der Heckmair-Route folgt man einem Klassiker von Oberstdorf an den Gardasee.
Auf der Heckmair-Route folgt man einem Klassiker von Oberstdorf an den Gardasee.
Warum immer von Nord nach Süd? Die längsten Alpenüberquerungen folgen dem Alpenbogen von Ost nach West.
Wer nicht viel Zeit hat für eine Transalp, kann den Hauptkamm auch von Landeck nach St. Moritz überqueren. Livigno ist dabei ein beliebtes Etappenziel.
Aussichtsreiche Pfade: Ischgl ist beliebtes Etappenziel für Alpenüberquerer.
Unverwechselbares Panorama erlebt man, wenn die Transalp-Route durch die Dolomiten oder die Brenta führt.
Wer möglichst viele Trails einbauen will, sollte sich die Route von Lenzerheide über den Berninapass und Livigno bis zum Stilfserjoch-Nationalpark genauer anschauen.
Die Haute Route gilt unter Skitourengehern als die „Königin der Durchquerungen“. Auch mit dem Bike gibt es eine Route von Chamonix nach Zermatt.

Panorama-Klassiker von leicht bis schwer

Von der leichten Via Claudia zum Gardasee, über die Panorama-Tour durch die Dolomiten, bis hin zur originalen Heckmair-Route mit Startpunkt in Oberstdorf. Diese Veranstalter bieten Alpencross-Touren aller Schwierigkeitsgrade mit Gepäcktransport und Rücktransfer an:

Freeride/Enduro-Alpenüberquerungen mit Lift und Shuttle

Wo es geht mit dem Lift oder Shuttlebus bergauf und bergab auf jeden Fall ein lohnenswerter Abfahrtstrail. Völlig ohne Höhenmeter geht es aber auch bei diesen Enduro-Transalps nicht.

  Den Fokus auf Abfahrtsspaß legen spezielle Freeride-Routen über die Alpen.Foto: Colin Stewart
Den Fokus auf Abfahrtsspaß legen spezielle Freeride-Routen über die Alpen.

Trail-Spezialisten

Hauptsache Singletrails, aber der Spaß wird auch ehrlich erkämpft. Mit schwerer Enduro-Ausrüstung ist man bei diesen Alpencross-Touren eher fehl am Platz.

Reine Transalp-Touren für Frauen

Frauen unter sich bedeutet nicht unbedingt, dass es sich um eine leichte MTB-Tour handelt. Es geht viel mehr darum, dass Frauen nicht die Ersten am Berg sein müssen und während einer Transalp einfach andere Gesprächsthemen haben.

Alpenüberquerungen für Erfahrene: Westalpen

Wer sich die Westalpen vornimmt, muss wissen: Die Route führt nicht einmal über den Hauptkamm, sondern sie hangelt sich gen Süden an ihm entlang. Es werden also größere Höhen in durchaus dünnerer Luft erklommen. Die Wege führen oft durch einsame Gebiete und sind dementsprechend rauer und verfallener. Wer auf langen, anspruchsvollen Abfahrten also keine Erholung verspürt, der ist in den Ostalpen besser aufgehoben.

Rückhol-Shuttles für Transalp-Selbstplaner

Mit dem Zug zurück zum Startpunkt wäre am umweltfreudlichsten. Allerdings bietet die italienische Bahn nach wie vor keine Tagesverbindungen mit Fahrrad-Abteilen an. Gewachsen ist dagegen die Anzahl der professionellen Rücktransfer-Unternehmen. Auch einige Touren-Veranstalter füllen die Busse ihrer Touren-Gruppen mit individuellen Alpenüberquerern auf. Hier eine Übersicht der Shuttle-Anbieter für Alpenüberquerer mit dem Fahrrad:

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