Die Zecke ist das Schreckgespenst des Jahres. Biker gehören zur größten Risikogruppe. Wir zeigen wie Beißattacken ohne Folgen bleiben.
Sie sind winzig wie Mohnkrümel und verbreiten dieses Jahr mehr Schrecken als die Vogelgrippe – Zecken, die Blutsauger aus der Wiese. Gerade Biker sollten sich sorgen. Schließlich fahren sie den Zecken auf den Speiseteller. Wie gefährlich sind die Biester wirklich? Zecken sind Parasiten. Sie lauern in Wiesen und Büschen, um sich bei der ersten Gelegenheit mit einem Biss auf einem Wirtstier festzusaugen. Biker-Waden sind besonders gefährdet, rasiert ebenso wie pelzig. Einmal aufgenommen, suchen sich Zecken eine lauschige Stelle, um zu speisen – oft Kniekehlen, Achselhöhlen oder am Genitalbereich. Je länger der blinde Passagier in der Haut sitzt, umso höher ist das Infektionsrisiko. Deshalb, gleich entfernen. Meist reicht eine Pinzette. Achtung! Die Zecke auf keinen Fall quetschen, da sich im Darm die gefährlichen Borelliose-Bakterien befinden können. Borelliose, die am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit, tritt erst durch eine ringförmige Hautrötung an der Biss-Stelle zutage und kann Fieber, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen verursachen. Wer jetzt nicht den Arzt aufsucht, riskiert Herzprobleme und Gelenkentzündungen. Fußball-Star Bastian Schweinsteiger musste nach einer Borelliose- Infektion wochenlang an Krücken humpeln. Gegen Borelliose gibt es keinen Impfschutz, sie kann aber gut mit Antibiotika behandelt werden. Tückischer ist die FSME, eine Entzündung des Gehirns oder der Gehirnhäute. FSME beginnt mit Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, im späteren Stadium kann es sogar zu Lähmungen kommen. FSME kann nicht behandelt werden, deshalb wird vermehrt zur Impfung geraten. Mountainbiker sollten die Impfung außerhalb der Saison durchführen. Zum einen wird sie unterschiedlich gut vertragen und kann zu Mattigkeit führen. Zum anderen baut sich der vollständige FSME-Schutz erst nach drei Spritzen auf. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.