Spielplätze5 Enduro-taugliche Bikeparks

Dimitri Lehner

 · 21.12.2017

Spielplätze: 5 Enduro-taugliche BikeparksFoto: Armin Walcher
Spielplätze: 5 Enduro-taugliche Bikeparks
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Bikeparks gibt’s viele – doch bei welchen lohnt sich der Besuch mit dem Enduro? Wir haben speziell für Enduristen die fünf besten Regionen mit Liftunterstützung rausgesucht.

  LivignoFoto: Armin Walcher
Livigno


1. Livigno | Italien

Eins vorneweg: Livigno liegt weit ab vom Schuss. Sogar von München sind es noch gut vier Autostunden. Hat man es jedoch auf die Alpensüdseite geschafft, wird man meist mit Sonne verwöhnt. Dazu gibt‘s ein breites Trailnetz mit vielen Höhenmetern – rund um den Bikepark. Doch auch die Abfahrten im Park machen mit dem Enduro Spaß, obwohl die Strecken-Wartung nicht immer ideal ist. Wer’s flowig will, der fährt auf den neuen Tutti-Frutti-Trails.
Info: www.livigno.eu

Verlagssonderveröffentlichung


2. Serfaus-Fiss-Ladis | Österreich

Auf den meisten Park-Strecken ist man hier mit einem Big Bike besser beraten. Warum es der Park trotzdem in unser Ranking schafft? Die "Hill Bill"-Abfahrt ist unsere Favoriten-Enduro-Strecke. Weich, wurzelig, schnell und mit Stunts gespickt – so muss eine Enduro-Abfahrt sein! Zudem gibt’s außerhalb des Parks den FrommesTrail, einen 10 Kilometer lange Epic-Trail, der auf 2 436 Metern startet. Blöd: Der Lift dafür kostet extra.
Info: www.bikepark-sfl.at

  Serfaus-Fiss-LadisFoto: Christian Waldegger
Serfaus-Fiss-Ladis


3. Saalbach-Hinterglemm | Österreich

Saalbach-Hinterglemm ist für Enduro-Biker eine echte Adresse. Viel besser als der Park sind die Abfahrten drum herum. Zu den Klassikern zählen der Hacklberg- und der Bergstadl-Trail. Beide sind lang (fast 10 km), abwechslungsreich, mit Postkarten-Panorama ausgestattet und ideal für Enduro-Bikes. Wer’s grob will, wählt die X-Line, eine 1000 Höhenmeter-Abfahrt mit Tables, Wurzeln, Waldboden und Rumpel-Passagen.
Info: www.saalbach.com

  Saalbach-HinterglemmFoto: Nathan Hughes
Saalbach-Hinterglemm


4. Sölden | Österreich

Sölden ist vielen Enduristen bereits ein Begriff. Hier wurde einst die European Enduro Series ausgetragen. Und das zu Recht. Die Söldener gelten als Bike-Enthusiasten und statteten ihre Hänge mit einem ausgedehnten Trailnetz aus. Neben den bekannten gebauten Strecken Teare Line (Flow-Strecke) und Zaahe Line (Jump-Strecke), gibt‘s hier über zehn Naturtrails, die außer Panorama mit Vielseitigkeit punkten. Kurz: Sölden ist für Enduristen einen Besuch Wert.
Info: www.bikerepublic.soelden.com

  SöldenFoto: Anton Brey
Sölden


5. Reschen am See | Italien

Es ist wohl die am meisten unterschätzte Enduro-Region überhaupt. Denn hier im Dreiländereck verbergen sich gleich mehrere Vorzeige-Enduro-Abfahrten. Zum Beispiel an der Schönebenbahn. Hier winden sich die Trails teils auf lockerem Waldboden ins Tal – Wurzeln (viele), Kurven, Highspeed-Passagen – Braaap! Ähnlich spektakulär sind die Abfahrten beim Mutzkopf. Wem es eher nach Touren mit Panorama ist, der verbindet z.B. den Plamort-Trail mit dem Bunker-Trail.
Info: www.vinschgau.net

  Reschen am SeeFoto: Kirsten J. Sörries
Reschen am See
  Muttereralm, TirolFoto: Angie Hohenwarter
Muttereralm, Tirol


DAS ERSTE MAL

Endloser Abfahrtsspaß, ohne auch nur einen Anstieg hochzukurbeln. Bikeparks machen den Traum der Adrenalinjunkies wahr. Doch der erste Besuch birgt seine Tücken. Wir haben vier Tipps, damit die Jungfernfahrt im Bikepark auch traumhaft in Erinnerung bleibt.


Tune dein Bike

Moderne Enduros stecken einen Bikepark Besuch locker weg. Sprünge, Anliegerkurven und Drops, alles kein Problem für Bikes mit 160 Millimeter Federweg. Allerdings kommen schwachbrüstige Reifen in fiesen Wurzelfeldern oder Rock-Gardens schnell an ihre Grenzen. Weil nichts mehr nervt, als nach jeder Abfahrt einen Platten zu flicken, raten wir: Montiere dir fette Schlappen mit einer Downhill-Karkasse und weicher Gummimischung für viel Grip.


Safety First

Soll bei Vollgas-Fahrten über die Bikeparkpisten Adrenalin statt Blut sprudeln, muss ein guter Schutz her. Beschleunigt die Schwerkraft, steigt das Sturzrisiko. Gute Protektoren schützen vor nervigen Schürfwunden und Prellungen, sie halten oft sogar die Knochen heil. Zur Grundausrüstung gehören ein Integralhelm, Knieschoner, Rückenpanzer, Ellenbogenschoner und Handschuhe. In der Regel kann man die Ausrüstung auch im Park ausleihen. Extra-Tipp: spezielle Fahrtechnik-Kurse für den Park.


Nimm die Chickenline

Gute Bikeparks sind für sämtliche Könnensstufen gebaut. Manche Strecken oder Sprünge können Einsteiger überfordern. Wenn sich im Rausch der Abfahrt Adrenalin und Gruppenzwang mischen, überschätzt man gerne die eigenen Fähigkeiten. Deshalb unser Tipp: Bist du dir bei heiklen Manövern nicht ganz sicher, nimm im Zweifel immer die Chickenline. Auch wenn die Kumpels lästern. Lieber ein kurzzeitiger Knick im Ego als ein richtiger Knacks im Arm und Schluss mit lustig.


Mach Mal Pause

Wer im Park den Gashahn aufdreht, verbrennt mehr Kalorien als gedacht. Auch wenn es nur bergab geht, droht der Unterzucker! Die Folgen: weniger Konzentration und erhöhtes Sturzrisiko. Die Fahrt im Lift bietet kurze Erholungsphasen, ersetzt aber keine richtige Pause. Daher: Mittags besser eine Fahrt auslassen und einen kleinen Snack einwerfen. Danach geht es doppelt so schnell weiter. Eine an der Talstation deponierte Wasserflasche hilft gegen den Durst zwischen den einzelnen Runs.

  Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 2/2017 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App Foto: Sven Martin
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