Gitta Beimfohr
· 23.10.2026
Wenn jemand wie Lukas Stöckli sagt “Eine Biketour der Superlative!”, dann ist das keine Floskel. Im Gegenteil, man darf hellhörig werden. Der 53-jährige Schweizer hat seine Liebe zum Mountainbiken mit 15 Jahren entdeckt. Es folgten zehn Jahre als Rennfahrer in der Schweizer Nationalmannschaft, bevor er 2001 die erste geführte Alpenüberquerung anbot. Sein erklärtes Ziel seither: 100 Prozent Singletrail.
Ob er tatsächlich jemals eine Tour ausgearbeitet hat, die keinen Meter Schotterweg enthält, möchte man bezweifeln. Fakt ist aber: Wer eine geführte Tour mit größtmöglichem Singletrail-Anteil sucht, der ist bei Lukas Stöcklis Tourenprogramm gut aufgehoben. Allerdings sollte man nicht untrainiert an den Start dieser Touren gehen, denn dort, wo es besonders viele Trails gibt, wird meistens auch die Luft deutlich dünner: im alpinen Hochgebirge.
Eine von diesen Touren, die Stöckli im Juli 2027 anbietet, wird sich genau in diesen Höhen abspielen: rund um das Matterhorn. Also dort, wo sich die meisten 4000er der Westalpen drängen und auf jeden Fall schon mal für eine gigantische Kulisse sorgen. Die Tour wird sich sechs Etappenlängen so nah wie möglich an den Firn- und Gletscher-Abbrüchen dieser Riesen entlang hangeln. Dort, wo nur noch vereinzelt Walliser Dörfer in den Steilhängen kleben.
Hunderte Höhenmeter über den Tälern der Rhône und der Dora Baltea soll es über alpine Aussichtsbalkone dahingehen. Auf den brillantesten Singletrails von Wallis und Aostatal. Allerdings muss man dort auch erstmal hinauf kommen. Bei dieser Tour bedeutet das: aus den Weinhängen im Tal 3400 Höhenmeter am Stück klettern. Für jemanden wie Lukas Stöckli gehören solche Anstiege - neben dem Singletrail-Erlebnis - zu den absoluten Highlights.
Alle Teilnehmer, die sich die Trails in Superkulisse auch selbst erarbeiten wollen, können sich der ehrlichen Kurbelarbeit anschließen. Alle anderen Teilnehmer dürfen entlang der Route aber auch jede Lift- und Postauto-Verbindung nutzen und die Etappen damit “entschärfen”.
Der Preis für die Tour steht noch nicht fest, aber es gibt bereits eine detaillierte Etappenbeschreibung auf der Homepage mit allen Leistungen: lukasstoeckli.ch
Seit nun mehr 25 Jahren bietet der ehemalige Schweizer Cross Country Racer weltweit geführte Touren an. Sein Markenzeichen: Routen, die sonst kein anderer Veranstalter anbietet. Dafür studiert der gelernte Vergolder und Kirchenmalermeister die Gebirge akribisch in Karten und fährt die Routen so lange ab, bis sie auch für seine Kunden passen. Heraus kommen meist kernige Touren, die auch mal Tragepassagen in hochalpinem Gelände enthalten, aber vor allem Panoramen und Singletrail-Abfahrten, die kein Teilnehmer so schnell vergessen wird.

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