Saisonverlängerung Bikepark LenzerheideGeöffnet bis “Novemberhoch”

Gitta Beimfohr

 · 20.09.2026

Saisonverlängerung Bikepark Lenzerheide: Geöffnet bis “Novemberhoch”Foto: Lenzerheide
Sollte im November oben schon Schnee liegen, sollte man in Lenzerheide und Arosa Bike UND Ski mitbringen!
Bald ist es wieder soweit: Die Bikeparks in den Alpen schließen nach und nach ihre Pforten. Früh dran sind vor allem hochalpine Gebiete, die auf Winterbetrieb umrüsten müssen. Nicht so das Bike Kingdom in der Schweizer Lenzerheide. Hier rechnet man bis November mit Bikern.

Immer schön, wenn gelebte Erfahrungen schnell in die Zukunftsplanung mit einfließen. Normalerweise legen Bikeparks ihre Saisonzeiten Anfang des Jahres fest. Speziell in den Alpen ist das der Fall, damit die Seilbahnen mit ihren Revisionszeiten besser planen und, wenn nötig, ihre Gondeln auf den Skitransport umrüsten können. Nachdem in den letzten Jahren aber der Schnee selbst in den Schweizer Bergen auf sich warten ließ, hat man in der Schweizer Region Lenzerheide und Arosa entsprechend reagiert.

Bike oder Ski? Beides ist möglich

Auch hier gibt es eine Sommer- und eine Wintersaison, doch zwischen 24. Oktober und 22. November gilt inzwischen das “Novemberhoch”. Sprich: In dieser Zeit bleibt der Liftbetrieb an den Wochenenden aufrechterhalten. Ob man dann mit Bike oder Ski einsteigt, entscheiden Wetter und Schneelage.

Nicht selten kommt es in dieser Übergangszeit zu Nicht-Fisch-Nicht-Fleisch-Szenarien: Oben liegt schon eine ganze Weile Schnee und an der Mittelstation sind kurze Hosen angesagt. Dann ist der Bikepark bereits geschlossen, aber für den reinen Skibetrieb reicht der Schnee einfach noch nicht aus. Deshalb haben die Seilbahn-Betreiber in Arosa und Lenzerheide nun reagiert und bieten diese Zwischenlösung für alle an. Infos dazu: bikekingdom.ch

Grazer Bikepark den ganzen Winter geöffnet

Tatsächlich gibt es im Alpenraum bereits einen Bikepark, der das ganze Jahr über geöffnet hat, weil dort ein Skibetrieb schon lange nicht mehr lohnt: die Schöckl Bike Arena im österreichischen Graz. Hier verweigert die Seilbahn den Transport nur bei Sturmböen von mehr als 60 km/h, also Windstärke 7. Ansonsten darf man als Biker das ganze Jahr einsteigen und die überwiegend naturbelassenen Strecken fahren.

Streckenwart ist seit einiger Zeit Michi Gölles, mehrfacher Österreichischer Meister im Downhill. Er bietet auch Fahrtechnik-Kurse an, die sich eventuell lohnen könnten, denn die Schöckl-Strecken gelten als besonders kernig. Wurzel, Steine, steiles Gefälle - nicht umsonst trifft man hier im Winter auch Profis auf den Strecken an.

Allerdings soll es unter den mittlerweile 11 Strecken nun auch Angebote für Einsteiger und Kinder ab acht Jahren geben: eine Coaching-Zone inkl. Pumptrack direkt an der Bergstation und die flowige Vurnowi-Strecke. Das Grazer Aushängeschild aber bleibt natürlich der EM-Downhill-Kurs “Gedscho”, vor dem sich auch die Profis ein bisschen fürchten.

  • ​Höhenlage: Talstation 780 m – Bergstation 1445 m (Höhenunterschied 655 m)
  • Fahrzeit Lift: ca. 7 Minuten
  • Tageskarte: 41 Euro / Kinder 26 Euro (keine Gravity Card)
  • E-Bike: auf 10 von 11 Trails erlaubt
  • Fahrtechnikschule: The Gap (Michi Gölles) – the-gap.at
  • Info: schoeckl-trail-area.at
Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Gitta Beimfohr

Gitta Beimfohr

Redakteurin

Gitta Beimfohr stieg während ihres Tourismus-Studiums ins BIKE-Reiseressort ein, als die Strada delle 52 Gallerie am Pasubio gerade für Mountainbiker gesperrt wurde. Seit Gitta die Alpen zwei Mal im Renntempo überquerte, mag sie am liebsten Mehrtagestouren – mit dem MTB in den Alpen oder per Gravelbike durch deutsche Mittelgebirge.

Meistgelesen in der Rubrik Touren

Shorts