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Österreich, Zillertal-Special: Tour 6 Kellerjochrunde

BIKE Magazin

 · 28.08.2007

Österreich, Zillertal-Special: Tour 6 KellerjochrundeFoto: Unbekannt

Die Königs-Tour im vorderen Zillertal lockt mit moderaten Anstiegen, herrlichem Karwendelblick und ursprünglichen Orten oberhalb des Inns.

Im vorderen Zillertal verbergen sich wahre Schätze für Mountainbiker. Auch ohne den direkten Kontakt zu den Bergriesen des Alpenhauptkammes kann man hier ausgewachsene Bike-Touren fahren. So ist zum Beispiel die Umrundung des Kellerjochs von Fügen aus eine großartige Unternehmung für konditionsstarke Biker. Das Kellerjoch mit 2 344 Metern ist die erste markante Erhebung südlich des Inntals. Es bildet den nördlichsten Ausläufer der Tuxer Voralpen. Die lange, aber nie zu steile Auffahrt über den Kupfnerberg und das Finsingtal ist ein ideales Ausdauer-Training und dabei landschaftlich reizvoll. Hat man erst einmal Hochfügen erreicht, ist der weitere Weg bis zum Loassattel nur noch ein Klacks. Dort bieten sich gleich zwei Einkehrstationen für die wohlverdiente Mittagspause an – der Gasthof Gamsstein und der Gasthof Loas. Kleiner kulinarischer Tipp: Die Schnitzel im Gasthaus Loas sind ausgesprochen lecker und riesig groß. Von Fügen fährt man zunächst zur Kirche St. Pankratz, die malerisch auf einem kleinen Hügel thront und weithin sichtbar ist. Die anschließende Auffahrt zum Kupfnerberg ist noch asphaltiert. Am Kupfnerberg selbst beginnt dann die schöne Forststraße durch das langgestreckte und ruhige Finsingtal hinauf nach Hochfügen.

Den weiteren Weg von Hochfügen zum Loassattel fährt man fast ohne jede Anstrengung hinauf. Direkt nach dem Sattel kurz vor dem Gasthof Gamsstein eröffnet sich ein traumhaftes Karwendelpanorama.

Nach der Einkehr in einem der beiden Gasthöfe geht es im Wesentlichen bergab Richtung Inntal. Sehr abwechslungsreich führt die Route über die Grafenaste durch den Bruderwald. Hier wartet noch ein letzter längerer Anstieg von ungefähr 500 Höhenmetern bis kurz unterhalb des Mehrerkopfes.
Eine lange Abfahrt führt hinab nach Hof. Auf der verbleibenden Strecke sollte man sich Zeit nehmen und die Ruhe genießen, die die ursprünglichen Orte Hof, Hochgalzein, Obertroi und Untertroi ausstrahlen. Fast scheint es, als sei hier die Zeit stehen geblieben. Von der Nähe des belebten Inntals spürt man jedenfalls nichts.
Unten im Inntal taucht man plötzlich wieder in die Zivilisation ein. Der Inntalradweg führt zurück nach Strass im Zillertal, und über den Zillertalradweg gelangt man „brettleben“ zurück zum Ausgangspunkt der Tour in Fügen.
Noch ein Hinweis: Wer während der Tour feststellt, dass die über 2 000 Höhenmeter doch ein bisschen happig sind, kann nach der Grafenaste, vor dem Anstieg zum Mehrerkopf oder in Hof problemlos abkürzen und einfach hinunter ins Inntal rollen. Dort fährt man auf dem Inntalradweg zurück ins Zillertal.

Foto: Unbekannt
Foto: Unbekannt

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