ÖsterreichÖsterreich, Zillertal-Special: Tour 4 Kotahornalm

Tomek

 · 8/28/2007

Österreich, Zillertal-Special: Tour 4 KotahornalmFoto: Unbekannt

Alles, was Mountainbiken ausmacht, in nur einer Tour? Jawoll – und zwar auf der traumhaften Runde von Mayrhofen zu den Kotahornalmen.

Auf dieser Tour ist wirklich für jeden etwas dabei. Bei nur 34 Kilometern Länge bietet die Runde zu den Kotahornalmen und zur Karlalm alles, was Mountainbiken ausmacht. Fahrtechnisch ist vom einfachen Zillertalradweg bis zum anspruchsvollen Singletrail alles vertreten. Die Panoramen am Fuß des Gerlossteins und auf dem Almweg bis zum Laberg sind fantastisch. Unterwegs kann man gleich mehrfach auf den bewirtschafteten Almen oder im Berggasthaus einkehren. Der Clou bei dieser Tour jedoch ist die Gerlossteinbahn, die den Bikern die 700 Höhenmeter bis zur Gerlossteinalm abnimmt. Damit ist diese Tour für jeden sportlichen Mountainbiker gut zu schaffen.

Von Mayrhofen kann man sich auf den ersten sechs Kilometern entlang des Zillertalradweges wunderbar einrollen. Leicht bergab geht es am Ziller entlang bis nach Hippach. Die anschließende Auffahrt auf den Ramsberg ist asphaltiert und hat eine angenehme Steigung, lässt sich also leicht dahinpedalieren.
Vom Ramsberg rollt man erst einmal 150 Höhenmeter bergab bis zur Gerlospass-Straße. Nach wenigen Metern bergauf auf der stark befahrenen Verbindungsstraße nach Gerlos und ins Pinzgau erreicht man die Talstation der Gerlossteinbahn. Die Forststraße bis zur Bergstation – im Winter eine Rodelbahn – ist für Fahrzeuge jeglicher Art gesperrt, auch für Mountainbikes. Hier kommt die Gondel ins Spiel. Sie bringt Biker in kürzester Zeit zur Gerlossteinalm auf über 1 600 Meter. Der Blick von der Bergstation auf die steil aufragende Gerlossteinwand ist gewaltig.
Ab hier ist nun wieder Muskelkraft gefragt. Leicht steigt eine Schotterpiste bis zur neuen Kotahornalm an. Die Aussicht über den etwa 1 000 Meter tiefer liegenden Talboden ist beeindruckend, im Hintergrund grüßen die Gletscherriesen der Zillertaler Alpen. Nach kurzer Abfahrt erreicht man die Alte Kotahornalm. Der urigen Hütte sieht man deutlich an, dass sie schon viele Jahrzehnte den Wettereinflüssen ausgesetzt ist. Die Sonne hat die Holzverschalung fast schon verbrannt.
Nach der Einkehr folgt die fahrtechnische Herausforderung des Tages: Der Singletrail bergauf bis zur Karlalm hat einige knifflige Passagen, die nur für Fahrtechnikkünstler fahrbar sein dürften, aber auch wunderbar flüssige Abschnitte. Ab der Karlalm wird der Weg wieder breiter, allerdings auch kurzzeitig steiler.
Am Laberg beginnt dann die lange Abfahrt, zunächst über die Schotterstraße bis zum Berggasthaus Steinerkogel. In den oberen Serpentinen lohnt sich der Blick nach Osten. Dort ragt majestätisch der Brandberger Kolm, einer der Hausberge von Mayrhofen, in den Himmel.
Über Brandberg gelangt man auf einsamen Sträßchen bis in den Zillergrund und wieder zurück nach Mayrhofen.


INFO
Mayrhofen ist der größte und wohl bekannteste Ort des Zillertals. Berühmt ist er im Winter wegen der steilsten Skipiste Österreichs, der Harakiri. Transalp-Biker überqueren im Sommer von Mayrhofen aus den Alpenhauptkamm über das Pfitscherjoch.


Unterkünfte
Tourismusverband Mayrhofen, Dursterstraße 225, 6290 Mayrhofen,
Tel. 0043/5285/6760, www.mayrhofen.at.


Essen + Trinken
Besonders schön ist die urige Alte Kotahornalm (s. Foto). Auf der Abfahrt unbedingt auch noch beim Berggasthaus Steinerkogel den fantastischen Talblick genießen.


Karte
Kompass-Karte „Zillertaler Alpen – Tuxer Alpen“, Blatt 37, Maßstab 1:50 000. Mayr Wander-, Rad-, MTB- und Touren-Karte 1:35 000, Blatt 33, Zillertaler Alpen. Bike-Karte der Zillertal Tourismus GmbH 1:40 000, Blatt 2 Zell-Gerlos und hinteres Zillertal (erhältl. ab Mai 2007). Digital: Austrian Fly Map 4.0 des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen 1:50.000, www.bev.gv.at


Startort der Tour
Am Ortsanfang von Mayrhofen (beim Bahnhof) links bis zum Parkplatz PM11 Scheulingstraße. Die Tour beginnt an der Kreuzung vor dem Parkplatz.

Foto: Unbekannt
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  Der "Über"blick: Hinten thronen die Zillertaler Alpen, rechts und gut 1 000 Meter tiefer liegt der Talboden.Foto: Unbekannt
Der "Über"blick: Hinten thronen die Zillertaler Alpen, rechts und gut 1 000 Meter tiefer liegt der Talboden.
Foto: Unbekannt

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