Sonne oder Schatten machen in der Herbstsonne gerade 10 Grad Unterschied. Gefühlt jedenfalls. Vor allem aber wird es in den nordalpinen Talkerben bereits deutlich früher dunkel. Doch Österreich kann auch sanftes Mittelgebirge - nämlich dort, wo Bayerischer Wald, Böhmerwald und das öberösterreichische Mühlviertel aufeinandertreffen. Hier leuchtet die Sonne den ganzen Tag über grüne Hügellandschaften, gesäumt von buntem Herbstwald, Granitfelsen und urigen Einkehrstationen. Insgesamt 950 Kilometer lückenlose und grenzüberschreitende Bikerouten (17) wurden in dieser Landschaft ausgeschildert.
Außerdem wurden zwei Mehrtagestouren mit Challenge-Charakter ausgewiesen und können mit Gepäcktransport gebucht werden:
3 Etappen / 160 Kilometer / 4200 Höhenmeter
Schöne Runde durch das Kleine Mühltal mit Ausblicken auf die Schlögener Donauschlinge und den Böhmerwald, später an den berühmten Granitstein-Stapeln vorbei und über den Ameisenberg zurück zum Ausgangspunkt. Verdursten und verhungern wird man auf dieser Runde übrigens nicht, denn es geht durch die Bierbrauer-Region.
Der Einstieg ist an jedem Ort entlang der Route möglich, von Untermühl wäre diese Etappen-Einteilung sinnvoll:
5 Etappen / 272 Kilometer / 6800 Höhenmeter
Diese anspruchsvolle dreht eine komplette Runde durchs Mühlviertel, enthält aber auch ein paar anspruchsvollere Schlüsselstellen. Der Einstieg ist auch hier in jedem Ort entlang der Route möglich. Der Vorschlag der Tourplaner:
Etappe 1: Von Rannamühl nach Kohlstatt (ca. 66 km | 1860 hm) - Aus der Donauschlucht hinauf nach Pfarrkirchen im Mühlkreis (840 m) und über den Ameisberg (941 m) nach Kohlstatt am Traunsee.
Etappe 2: Von Kohlstatt nach St. Stefan am Walde (ca. 65 km | 1730 hm) - Die Tour führt Richtung Norden durch Flusslandschaften bis an die tschechische Grenze. Dann geht’s durch die typischen Nadelwälder des Böhmerwaldes im Auf und Ab nach St. Stefan am Walde.
Etappe 3: Von St. Stefan am Walde nach Waxenberg (ca. 50-52 km | 1220 hm) - Der Tag beginnt mit entspanntem Panoramahöhen-Cruisen auf dem Petersberg, gefolgt von einer spannenden, langen Abfahrt, bevor am Ende ein wirklich knackiger Anstieg (230 Höhenmeter) zur Unterkunft an der Burgruine Waxenberg wartet.
Etappe 4: Von Waxenberg nach Untermühl (ca. 45 km | 1100 hm) - Eine flowige Abfahrt führt ins Tal der Kleinen Rodl. Anschließend wechselt die Route auf ein Panorama-Hochplateau, das immer wieder von tiefen, technisch fordernden Waldgräben durchsetzt ist. Am Ende spannende Abfahrt mit Donautalblick nach Untermühl.
Etappe 5: Von Untermühl nach Rannamühl (ca. 55 km | 1400 hm) - Das große Finale hat gleich drei HIghlights: Die Trails durch die Hangschluchtwälder der Donau, der 360°-Aussichtsturm „Donau am Berg“ in Kirchberg und die 7,5 Kilometer lange Abfahrt mit Blick auf die Schlögener Donauschlinge. Und dazwischen warten natürlich auch ein paar Höhenmeter.
Für die beiden nicht ausgeschilderten Challenge-Routen braucht man die GPX-Daten und eine Stempelkarte. Beides kann man in zwei Starterpaketen bestellen und sich in einer Gaststätte entlang der Route hinterlegen lassen:
Alle Infos: granitland.at

Redakteurin
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