Donauregion OberösterreichFünf Genusstouren zwischen Passau und Grein

Entlang des Donauradwegs in Oberösterreich lassen sich viele Naturwunder und Kulturhighlights entdecken
Foto: WGD DonauOberoesterreichTourismusGmbH / CMVisuals
Wo einst Pferde und Menschen die Schiffe flussaufwärts zogen, rollen heute Fahrräder: Der Donauradweg zwischen Passau und Grein verläuft größtenteils auf historischen Treppelwegen – jenen schmalen Uferpfaden, die jahrhundertelang der Treidlerei dienten. Doch abseits des Radweg-Klassikers lassen sich auf Radrundwegen noch viele Naturwunder und Kulturhighlights entdecken.

Themen in diesem Artikel

​​1. Der Klassiker: Donauradweg in Oberösterreich

Die klassische Route gliedert sich in jeweils drei Etappen am Nord- und Südufer – drei Tage intensives Donau-Erlebnis. Von Passau aus führt der Weg durch das Donautal zur spektakulären Schlögener Schlinge, jenem Naturwunder, wo der mächtige Strom in zwei perfekten 180°-Schleifen um massive Granitfelsen mäandert. Erfrischend geht es vorbei an Donaumärkten wie Aschach und Ottensheim zur pulsierenden Landeshauptstadt Linz mit ihrer Mischung aus barocker Altstadt und zeitgenössischer Kunst – Ars Electronica Center und Lentos Museum grüßen vom Ufer. Die finale Etappe führt in den Strudengau, jenen geschichtsträchtigen Abschnitt, wo früher gefährliche Stromschnellen die Schifffahrt bedrohten, bis nach Grein mit seinem nostalgischen Charme.

Flexibel am Fluss: Umstieg aufs Schiff

Wer zwischendurch eine Pause von den Pedalen braucht, steigt auf eines der Donauschiffe oder eine Längsfähre um und lässt die Landschaft vorbeigleiten. Die Fähren ermöglichen spontane Uferwechsel und eröffnen neue Perspektiven. Als Alternative zu den klassischen Flussetappen bieten zahlreiche Rundtouren ins Hügelland – etwa zur Weltstein-Runde oder zur Donauschlingen-Runde mit Blick auf die Schlögener Schlinge – Abwechslung und führen zu versteckten Sehenswürdigkeiten: vom UNESCO-Welterbe Donaulimes über barocke Klöster bis zu keltischen Siedlungen. Der Donauradweg in Oberösterreich ist mehr als eine Strecke – er ist ein Erlebnis zwischen Natur, Kultur und Geschichte.

2. Nordufer: Abschnitt Linz-Grein

  • Länge: 61 Kilometer
  • bergauf: 123 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: leicht

Von Linz mit Altstadt und Pöstlingberg-Wahrzeichen führt die Route vorbei am prächtigen Schloss Steyregg nach Mauthausen: Die KZ-Gedenkstätte mahnt, während das Apothekenmuseum im Schloss Pragstein die Kunst des Pillendrehens zeigt. Über Au an der Donau – mit Österreichs größtem Fischaufstieg – führt der Weg weiter zum Keltendorf Mitterkirchen, wo Freilichtmuseum-Hütten den Alltag anno 700 v. Chr. lebendig machen. Das barocke Stift Baumgartenberg beeindruckt mit Stuckarbeiten, bevor Grein, die „Perle des Strudengaus“, mit dem ältesten Stadttheater und Schloss Greinburg empfängt.

3. Weltstein-Runde

  • ​Länge: 39 Kilometer
  • bergauf: 471 Höhenmeter
  • Schwierigkei: mittel

Von Au an der Donau führt die Route durch die Machland-Ebene ins Aist-Naarn-Kuppenland. In Schwertberg lockt eine traditionelle Zillenfahrt auf der Aist. Die Aiserbühne, eine schlossartige Theaterkulisse in einem Steinbruch, beeindruckt ebenso wie der Weltstein (478 m), höchster Punkt der Runde mit Alpenblick. Die Panorama-Abfahrt ist ein Genuss. In Perg dokumentiert das Mühlsteinmuseum Steinbrecherhaus die jahrhundertealte Granitbearbeitung. Der historische Naarnkanal, einst Holzschwemmkanal, begleitet zurück zur Donau.

4. Donauschlingen-Runde

  • ​Länge: 46 Kilometer
  • bergauf: 553 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: mittel

Hoch über dem Donautal grüßt am Etzinger Hügel die architektonische Meditationspyramide mit Alpenblick. In Haibach ob der Donau führt eine kurze Wanderung zur legendären Aussichtsplattform „Schlögener Donaublick“: 300 Meter tief unten vollzieht die Donau ihr spektakulärstes Manöver in zwei perfekten 180°-Schleifen – die Schlögener Schlinge. Am Ufer dokumentieren die UNESCO-Welterbestätte Römerbad und Römerpark Schlögen, dass bereits die Römer diesen strategischen Ort kannten

5. Donaulimes Welterbe-Runde

  • ​Länge: 84 Kilometer
  • bergauf: 176 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: leicht

Zwischen der Drei-Flüsse-Stadt Passau und dem Naturwunder Schlögener Schlinge verbindet die Donaulimes Welterbe-Runde genussvolles Radeln mit römischer Geschichte. Das UNESCO-Welterbe Donaulimes wird hier durch Augmented Reality lebendig: An archäologischen Stätten erweckt moderne Technologie die Grenzanlagen des Imperium Romanum zum Leben. Gemeinsam mit dem Heiligen Severinus, Schutzpatron der Region, entdecken Radfahrer Kastelle, Wachtürme und Siedlungen, die einst die nördliche Grenze des Römischen Reiches markierten.

​Weitere Infos zum Radfahren in der Donauregion Oberösterreich gibt’s unter donauregion.at/radfahren und donauregion.at/radtouren