Italien

Trailparadies: 4 Etappen um den Idrosee

Mathias Marschner

 · 17.04.2022

Trailparadies: 4 Etappen um den IdroseeFoto: Moritz Ablinger
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Einst Frontlinie, heute Traumrunde: Die Umrundung des Idrosees führt vier Tage lang durch die Einsamkeit und Ursprünglichkeit einer fast vergessenen Region Italiens.

Die Tour

Der Idrosee liegt auf 368 Metern Höhe in den Judikarien, westlich des Gardasees, gerade mal 45 Autominuten von Riva del Garda entfernt. Auch hier ragen die Berge über die 2000-Meter-Marke hinaus und sind von alten Militärpfaden durchzogen. Mit dem Unterschied, dass man die Trails in dieser entlegenen Region noch für sich alleine hat. Allerdings sollte man für den viertägigen Grande Giro del Idro gute Kondition und Fahrtechnik mitbringen. Insgesamt misst die Tour 164 Kilometer und sammelt dabei knapp 6500 Höhenmeter. Fahrtechnisch anspruchsvoll sind die teils ruppigen und von hohem Gras eingewachsenen Hochgebirgspfade. Auch bergauf gilt es, Rampen zu überwinden, die Bike-Beherrschung erfordern. Doch genau die machen mit E-Antrieb besonders viel Spaß. Die wenigen sehr verblockten Abschnitte lassen sich schieben oder auf leichter Strecke umfahren. Besonders charmant: die urigen Einkehrstationen!

Den kompletten Reisebericht "Idrosee Umrundung" aus EMTB 6/2021 können Sie bequem unten im Download-Bereich als PDF herunterladen.

Der Artikel kostet 1,99 Euro. Darin finden Sie den EMTB-Webcode, der Sie zum Download der kostenlosen GPS-Daten für diese Touren führt.

So richtig warm ist es nicht mehr. Doch der abschließende Sprung in den See ersetzt die Sektdusche nach bestandenem Abenteuer.Foto: Moritz Ablinger
So richtig warm ist es nicht mehr. Doch der abschließende Sprung in den See ersetzt die Sektdusche nach bestandenem Abenteuer.
Einst Frontlinie, heute traumrunde: Die Umrundung des Idrosees führt vier Tage lang durch die Einsamkeit und Ursprünglichkeit einer fast vergessenen Region Italiens.Foto: Moritz Ablinger
Einst Frontlinie, heute traumrunde: Die Umrundung des Idrosees führt vier Tage lang durch die Einsamkeit und Ursprünglichkeit einer fast vergessenen Region Italiens.
Feinstes Finale: Auf der letzten Etappe protzen die Piccoli Dolomiti Bresciani mit vertikalen Kalkstufen.Foto: Moritz Ablinger
Feinstes Finale: Auf der letzten Etappe protzen die Piccoli Dolomiti Bresciani mit vertikalen Kalkstufen.
Immer im Einsatz für guten Käse: Eine Hundertschaft Ziegen beherrscht den Trail.Foto: Moritz Ablinger
Immer im Einsatz für guten Käse: Eine Hundertschaft Ziegen beherrscht den Trail.
Die Teilzeit-Locals Florian aka „Eastside“ und Stefan alias „Westside“ beim Kartenstudium.Foto: Moritz Ablinger
Die Teilzeit-Locals Florian aka „Eastside“ und Stefan alias „Westside“ beim Kartenstudium.
Ständig rauf und runter: Auf der Traversata del Orizzonte hält der Motor das Tempo hoch – und die Mundwinkel oben.Foto: Moritz Ablinger
Ständig rauf und runter: Auf der Traversata del Orizzonte hält der Motor das Tempo hoch – und die Mundwinkel oben.
In den Dörfern des Valvestinos ticken die Uhren langsamer als im Rest der Welt. Und sie haben ihren eigenen Sound. „Im Herzen gehören wir zum Trentino, nicht zu Brescia“, sagt die alte Dame. Doch der Regierung in Rom ist das bislang egal.Foto: Moritz Ablinger
In den Dörfern des Valvestinos ticken die Uhren langsamer als im Rest der Welt. Und sie haben ihren eigenen Sound. „Im Herzen gehören wir zum Trentino, nicht zu Brescia“, sagt die alte Dame. Doch der Regierung in Rom ist das bislang egal.
Here comes the sun: Morgenstimmung in den Piccoli Dolomiti Bresciani.Foto: Moritz Ablinger
Here comes the sun: Morgenstimmung in den Piccoli Dolomiti Bresciani.
Den Wohlstand brachte der Käse: Ankunft im eindrucksvoll quirligen Hinterlandstädtchen Bagolino.Foto: Moritz Ablinger
Den Wohlstand brachte der Käse: Ankunft im eindrucksvoll quirligen Hinterlandstädtchen Bagolino.
Eher technische Bike-Spielereien am Bivacco Tita Secchi.Foto: Moritz Ablinger
Eher technische Bike-Spielereien am Bivacco Tita Secchi.
Der Käser der Malga Bruffione ist der Hüter eines goldgelben Schatzes.Foto: Moritz Ablinger
Der Käser der Malga Bruffione ist der Hüter eines goldgelben Schatzes.
Unten am See läuft das bewährte Italien-Programm mit Eisdiele und Wassersport. Die Akkus unserer Bikes tragen uns in eine andere, wildere Welt.Foto: Moritz Ablinger
Unten am See läuft das bewährte Italien-Programm mit Eisdiele und Wassersport. Die Akkus unserer Bikes tragen uns in eine andere, wildere Welt.
Warum am Müsliriegel nagen, wenn die Region beste Brotzeitbedingungen bietet?Foto: Moritz Ablinger
Warum am Müsliriegel nagen, wenn die Region beste Brotzeitbedingungen bietet?
Der Kaffee am Biwak muss einfach sein – schon aus Stilgründen. Außerdem befeuert er kreative Höhenflüge bei der Touren-Planung.Foto: Moritz Ablinger
Der Kaffee am Biwak muss einfach sein – schon aus Stilgründen. Außerdem befeuert er kreative Höhenflüge bei der Touren-Planung.
So richtig warm ist es nicht mehr. Doch der abschließende Sprung in den See ersetzt die Sektdusche nach bestandenem Abenteuer.Foto: Moritz Ablinger
So richtig warm ist es nicht mehr. Doch der abschließende Sprung in den See ersetzt die Sektdusche nach bestandenem Abenteuer.
Einst Frontlinie, heute traumrunde: Die Umrundung des Idrosees führt vier Tage lang durch die Einsamkeit und Ursprünglichkeit einer fast vergessenen Region Italiens.Foto: Moritz Ablinger
Einst Frontlinie, heute traumrunde: Die Umrundung des Idrosees führt vier Tage lang durch die Einsamkeit und Ursprünglichkeit einer fast vergessenen Region Italiens.
Einst Frontlinie, heute traumrunde: Die Umrundung des Idrosees führt vier Tage lang durch die Einsamkeit und Ursprünglichkeit einer fast vergessenen Region Italiens.
Feinstes Finale: Auf der letzten Etappe protzen die Piccoli Dolomiti Bresciani mit vertikalen Kalkstufen.
Immer im Einsatz für guten Käse: Eine Hundertschaft Ziegen beherrscht den Trail.
Die Teilzeit-Locals Florian aka „Eastside“ und Stefan alias „Westside“ beim Kartenstudium.
Ständig rauf und runter: Auf der Traversata del Orizzonte hält der Motor das Tempo hoch – und die Mundwinkel oben.
In den Dörfern des Valvestinos ticken die Uhren langsamer als im Rest der Welt. Und sie haben ihren eigenen Sound. „Im Herzen gehören wir zum Trentino, nicht zu Brescia“, sagt die alte Dame. Doch der Regierung in Rom ist das bislang egal.
Here comes the sun: Morgenstimmung in den Piccoli Dolomiti Bresciani.
Den Wohlstand brachte der Käse: Ankunft im eindrucksvoll quirligen Hinterlandstädtchen Bagolino.
Eher technische Bike-Spielereien am Bivacco Tita Secchi.
Der Käser der Malga Bruffione ist der Hüter eines goldgelben Schatzes.
Unten am See läuft das bewährte Italien-Programm mit Eisdiele und Wassersport. Die Akkus unserer Bikes tragen uns in eine andere, wildere Welt.
Warum am Müsliriegel nagen, wenn die Region beste Brotzeitbedingungen bietet?
Der Kaffee am Biwak muss einfach sein – schon aus Stilgründen. Außerdem befeuert er kreative Höhenflüge bei der Touren-Planung.
So richtig warm ist es nicht mehr. Doch der abschließende Sprung in den See ersetzt die Sektdusche nach bestandenem Abenteuer.

Im PDF-Download finden Sie die Beschreibungen zu diesen vier Etappen:

  • Etappe 1 - von Idro nach Persone – Dörfer im Nirgendwo: Distanz 29,5 km | bergauf 1550 hm | bergab 1050 tm | Fahrzeit 3,5–4 h | Akku 500-600 Wh | Fahrtechnik 70 % leicht, 20 % mittel, 10 % schwer
  • Etappe 2 - von Persone nach Bagolino – Kriegspfade: Distanz 40,4 km | bergauf 1630 hm | bergab 1770 tm | Fahrzeit 4–5 h | Akku 600-700 Wh | Fahrtechnik 65 % leicht, 20 % mittel, 15 % schwer
  • Etappe 3 - von Bagolino nach Gaver – La Traversata: Distanz 33,1 km | bergauf 1780 hm | bergab 1020 tm | Fahrzeit 4,5–5,5 h | Akku 750-850 Wh | Fahrtechni 50 % leicht, 40 % mittel, 10 % schwer
  • Etappe 4 - von Gaver nach Idro – die Piccoli Dolomiti: Distanz 63,1 km | bergauf 1440 hm | bergab 2570 tm | Fahrzeit 5–6 h | Akku 700-800 Wh | Fahrtechnik 65 % leicht, 25 % mittel, 10 % schwer
  Die vier Etappen in der ÜbersichtskarteFoto: Karin Kunkel-Jarvers
Die vier Etappen in der Übersichtskarte

Anreise

Über den Brenner in Richtung Süden, bei Trento Nord die Autobahn verlassen und über Tione und das Valle delle Chiese an Storo vorbei bis Idro. Alternativ über Rovereto und den Gardasee – Torbole – Ledrosee – Storo bis nach Idro.

Shuttle / geführte Touren

Touren durchs einsame Idrosee-Hinterland geführt von Florian und Stefan Meiseleder, inkl. Unterkunft, Verpflegung und Shuttle buchbar bei www.trailxperience.com und www.guideandride.at

Bikeshop

B3L in Idro, Via dei Baicc, Idro

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