ItalienRovereto: Die drei schönsten Touren am Monte Zugna

Ralf Glaser

 · 20.01.2020

Rovereto: Die drei schönsten Touren am Monte ZugnaFoto: Ralf Glaser

Wenn man die Ausfahrt Rovereto-Süd nimmt und dann nicht zum Gardasee, sondern links Richtung Osten abbiegt, stößt man auf eher unbekannte Gipfel, deren Bergflanken vor Militär-Trails nur so strotzen.

INFOS


Das Revier

Rovereto liegt südlich von Trento im Etschtal, auf Höhe des nördlichen Gardasees. Von Torbole aus ist Rovereto in einer halben Stunde Autofahrt bequem zu erreichen. Obwohl die Berge um Rovereto denselben geologischen Ursprung wie die am Gardasee haben, unterscheiden sich die beiden Bike-Reviere spürbar. Zum einen fallen die maximalen Höhenunterschiede (Monte Zugna 1770 m – Rovereto 200 m) nicht ganz so extrem aus wie am Gardasee. Und zum anderen sind die Bergflanken hier im Durchschnitt weniger steil. So kommt man rund um Rovereto selbst mit den gerölligen, karstigen Abschnitten deutlich einfacher klar. Ganz einfach zu fahren sind die Trails dieser Region aber auch nicht. Ein mittleres Fahrkönnen sollte man schon mitbringen.

Den gesamten Revier-Guide und die GPS-Daten zu den drei BIKE-Touren am Monte Zugna aus BIKE 4/2019 können Sie unten herunterladen. Der Link führt in den Delius-Klasing-Onlineshop. Nach einmaliger Anmeldung können Sie die GPS-Daten (kostenlos) in den Warenkorb legen und bekommen sie dann zum Download oder per E-Mail zur Verfügung gestellt.

  • Tour 1: Zugna-Rallye (45,9 km | 2320 hm | 6 h)
  • Tour 2: Malga Keserle (25,3 km | 1120 hm | 4 h)
  • Tour 3: Finonchio-DH (20,3 km | 1160 hm | 4 h)
Canederli, also Knödel aller Art, findet man auch auf den Trentiner Speisekarten. Eine Überbleibsel aus der Zeit, als die Region noch zu Tirol gehörte.Foto: Südtirol Marketing,Frieder Blickle
Canederli, also Knödel aller Art, findet man auch auf den Trentiner Speisekarten. Eine Überbleibsel aus der Zeit, als die Region noch zu Tirol gehörte.
Itaien: Revier-Guide Rovereto - Gardasee NordFoto: Ralf Glaser
Itaien: Revier-Guide Rovereto - Gardasee Nord
Reizüberflutung: Vom Gipfel des Monte Zugna blickt man übers Etschtal bis zum Monte Baldo und gen Süden bis zum Pasubio – außer, der Dunst hängt in den Felswänden. Dann sieht man nur bis zum Monte Finonchio hinüber. Doch der steckt auch voller lohnenswerter Trails.Foto: Ralf Glaser
Reizüberflutung: Vom Gipfel des Monte Zugna blickt man übers Etschtal bis zum Monte Baldo und gen Süden bis zum Pasubio – außer, der Dunst hängt in den Felswänden. Dann sieht man nur bis zum Monte Finonchio hinüber. Doch der steckt auch voller lohnenswerter Trails.
Unterwegs trifft man auf skurrile Felsformationen wie den Steinpilz Fungo di Albaredo.Foto: Ralf Glaser
Unterwegs trifft man auf skurrile Felsformationen wie den Steinpilz Fungo di Albaredo.
Die markanten Felsplatten, die von der Autobahn aus zu sehen sind. Foto: Ralf Glaser
Die markanten Felsplatten, die von der Autobahn aus zu sehen sind. 
Über der Stadt Rovereto wacht die alte venezianische Burg, in der heute ein umfassendes Kriegsmuseum untergebracht ist.

  Foto: Ralf Glaser
Über der Stadt Rovereto wacht die alte venezianische Burg, in der heute ein umfassendes Kriegsmuseum untergebracht ist.  
Ein Bummel durch das historische Zentrum von Rovereto lohnt sich.Foto: Ralf Glaser
Ein Bummel durch das historische Zentrum von Rovereto lohnt sich.
Die Gefallenenglocke Maria Dolens ist angeblich die fünftgrößte frei schwingende Glocke weltweit und wurde zum Teil aus alten Kanonenrohren gegossen. Sie schlägt jeden Abend 100 Mal und soll damit an die Toten aller Kriege erinnern.Foto: Ralf Glaser
Die Gefallenenglocke Maria Dolens ist angeblich die fünftgrößte frei schwingende Glocke weltweit und wurde zum Teil aus alten Kanonenrohren gegossen. Sie schlägt jeden Abend 100 Mal und soll damit an die Toten aller Kriege erinnern.
Canederli, also Knödel aller Art, findet man auch auf den Trentiner Speisekarten. Eine Überbleibsel aus der Zeit, als die Region noch zu Tirol gehörte.Foto: Südtirol Marketing,Frieder Blickle
Canederli, also Knödel aller Art, findet man auch auf den Trentiner Speisekarten. Eine Überbleibsel aus der Zeit, als die Region noch zu Tirol gehörte.
Itaien: Revier-Guide Rovereto - Gardasee NordFoto: Ralf Glaser
Itaien: Revier-Guide Rovereto - Gardasee Nord
Itaien: Revier-Guide Rovereto - Gardasee Nord
Reizüberflutung: Vom Gipfel des Monte Zugna blickt man übers Etschtal bis zum Monte Baldo und gen Süden bis zum Pasubio – außer, der Dunst hängt in den Felswänden. Dann sieht man nur bis zum Monte Finonchio hinüber. Doch der steckt auch voller lohnenswerter Trails.
Unterwegs trifft man auf skurrile Felsformationen wie den Steinpilz Fungo di Albaredo.
Die markanten Felsplatten, die von der Autobahn aus zu sehen sind. 
Über der Stadt Rovereto wacht die alte venezianische Burg, in der heute ein umfassendes Kriegsmuseum untergebracht ist.

  
Ein Bummel durch das historische Zentrum von Rovereto lohnt sich.
Die Gefallenenglocke Maria Dolens ist angeblich die fünftgrößte frei schwingende Glocke weltweit und wurde zum Teil aus alten Kanonenrohren gegossen. Sie schlägt jeden Abend 100 Mal und soll damit an die Toten aller Kriege erinnern.
Canederli, also Knödel aller Art, findet man auch auf den Trentiner Speisekarten. Eine Überbleibsel aus der Zeit, als die Region noch zu Tirol gehörte.


Übernachtung

Rund um Rovereto findet man Unterkünfte aller Kategorien und Preisklassen. Der Tourismusverband Rovereto hilft bei der Buchung. Infos unter www.booking.visitrovereto.it
Bikender Hotelier: Daniele Diest Simeoni führt das kleine Hotel Concaverde in Pomarolo und pflegt das Trailforks-Netz der Region. Infos: www.residence-concaverde.it

Shuttle

Inzwischen bieten fast alle Shuttle-Unternehmen am Gardasee auch Touren am Monte Zugna an. Für Gruppen ist dies eine günstige Alternative. Regelmäßig im Programm hat den Zugna der Anbieter Bikeshuttle Torbole. Die Monte Zugna Experience Tour wird seit geraumer Zeit mehrfach wöchentlich angeboten Infos: www.bikeshuttletorbole.com


Geführte Touren

Die meisten Bikeshuttle-Unternehmer arbeiten mit lokalen Bikeguides zusammen und bieten auf Anfrage auch geführte Touren an. Ansonsten haben sich einige lokale Bikeguides zu Angebotsgruppen zusammengeschlossen. Infos und Buchung z. B. über: www.gardamtbtours.com, www.mtbgardariders.com


Touren-Infos

Der Guide "Trentino Trails!" von Autor Ralf Glaser beschreibt das Revier von Rovereto in einem eigenen Kapitel mit fünf weiteren Touren. Inklusive GPS-Daten und Digitalkarten für Smartphone und GPS. ISBN 978-3-0005994-7-7, Preis: 29,80 Euro. Infos: www.trails.de.
GPS-Touren von Tages- und einer Zweitages-Tour rund um Rovereto gibt’s auch unter www.bike-gps.com

Foto: Infochart

SZENE-SPECIALS


Welcome Season 2k19

Dieses Event in der Alto Garda Bike Arena hat zwar mit Rovereto und dem Monte Zugna wenig zu tun. Doch wer mit den Locals feiern und riden gehen will, sollte sich die Termine im Frühjahr vormerken. Infos gibt’s auf der Facebook-Seite der Alto Garda Bike Arena: www.facebook.com/altogardabikearena/


Happy New Season

Der "offizielle" Saisonauftakt der Angry Zugna Riders ist ein Event, das allen Bikern herzlich offensteht. Der Tag beinhaltet ein gutes halbes Dutzend Shuttle-Fahrten in Begleitung eines Bikeguides. Am Ende des langen Tages wird bei Bier und Spuntini gemeinsam gefeiert. Infos und Anmeldung: www.bikeshuttletorbole.com


Kriegsmuseum Rovereto

In der venezianischen Burg von Rovereto befindet sich ein umfassendes Kriegsmuseum, das sich nicht nur, aber auch mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt. Darin gibt es immer wieder wechselnde Sonderausstellungen. Ein Besuch lohnt sich. Schon damit man sich auf Tour den Sinn und Zweck der alten Stellungen und Schützengräben besser vorstellen kann. Infos: www.museodellaguerra.it


Den kompletten Revier-Guide inkl. Tourenbeschreibungen und GPS-Daten finden Sie in BIKE 4/2019. Als PDF kostet der Revier-Guide 1,99 Euro. Warum nicht kostenlos? Weil Qualitätsjournalismus einen Preis hat. Dafür garantieren wir Unabhängigkeit und Objektivität. Das betrifft ganz besonders die Revier-Guides in BIKE. Die lassen wir uns nicht bezahlen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Wir lassen sie uns etwas kosten, und zwar Hunderttausende Euro jedes Jahr.
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