ItalienNationalpark Stilfserjoch: Epische Trails fürs E-MTB

Florentin Vesenbeckh

 · 1/29/2020

Nationalpark Stilfserjoch: Epische Trails fürs E-MTBFoto: Markus Greber

Die Gegend um den Nationalpark Stilfserjoch ist wild, geschichtsträchtig und voll feinster Biketrails. Wir waren mit Fadri Cazin unterwegs, der die Berge hier wie kaum ein anderer kennt.

Heute morgen ist am höchstgelegenen Rummelplatz Europas wieder die Hölle los. Motorrad-Freaks, Oldtimer-Fans und Adrenalin-Junkies auf vier Rädern sind schon im ersten Morgenlicht die 48 Kehren von Prad zum 2757 Meter hohen Stilfserjoch hinaufgeschrubbt. Dort mischen sie sich nun unter Busladungen von Touristen und besiedeln die Cafés am Straßenrand. Dazwischen staksen ein paar Skiprofis, die auf den letzten Schneefeldern des Gletschers morgens schon trainiert haben.

Von hier oben, wo ich hänge, sieht das Getümmel auf dem Joch aus wie die Landschaft einer Spielzeugeisenbahn. Mit der linken Hand sichere ich mich am Drahtseil, die rechte balanciert das bleischwere E-MTB auf dem Rucksack. Tritt für Tritt arbeite ich mich hoch und frage mich, warum ich mir das antue. "Denk’ an das Preis-Leistungsverhältnis!", presst Fadri zwischen den Zähnen hervor. "Statt 500 Höhenmeter elender Schinderei mit dem klassischen Bike hast Du mit dem E-MTB 50 Höhenmeter Verzweiflung – aber dann kommen 450 Höhenmeter Spaß." Stimmt genau. Auf den ersten steilen 300 Höhenmetern des Trails haben wir eine Gruppe Normal-Biker überholt. Sie sahen fit aus, mussten aber wegen der Steigung bereits schieben. Da nehme ich die 50 Höhenmeter Plackerei gerne in Kauf.

Den gesamten Artikel und die GPS-Daten zu den drei EMTB-Touren im Nationalpark Stilfserjoch aus EMTB 3/2019 können Sie unten herunterladen. Der Link führt in den Delius-Klasing-Onlineshop. Nach einmaliger Anmeldung können Sie die GPS-Daten (kostenlos) in den Warenkorb legen und bekommen sie dann zum Download oder per E-Mail zur Verfügung gestellt.

  • Ponti Tibetani: Distanz 19,1 km, Bergauf 825 hm, Trail-Anteil 4,9 km
  • Piz Umbrail: Distanz 27,4 km, Bergauf1657 hm, Trail-Anteil 10,8 km
  • Gaviapass: Distanz 17,8 km, Bergauf 493 hm, Trail-Anteil 10,8 km
Wasserfälle, Wildwiesen, Felsformationen - der Trail vom Gaviapass führt durch wildromantisches Geläuf. Highlight ist die Natursteinbrücke über einen tosenden Bach. Schieben!Foto: Markus Greber
Wasserfälle, Wildwiesen, Felsformationen - der Trail vom Gaviapass führt durch wildromantisches Geläuf. Highlight ist die Natursteinbrücke über einen tosenden Bach. Schieben!
Nicht nur die dünne Luft ist atemraubend: Das Panorama vom Gipfel des 3033 Meter hohen Piz Umbrail haut Biker um. Hauptdarsteller der Szenerie: König Ortler. Im Vordergrund kämpft Andi Wittmann mit den letzten Uphill-Höhenmetern.Foto: Markus Greber
Nicht nur die dünne Luft ist atemraubend: Das Panorama vom Gipfel des 3033 Meter hohen Piz Umbrail haut Biker um. Hauptdarsteller der Szenerie: König Ortler. Im Vordergrund kämpft Andi Wittmann mit den letzten Uphill-Höhenmetern.
Könnte man sich einen Singletrail malen, er würde wahrscheinlich genau so aussehen: Mit perfekten Kurvenradien windet sich der Weg hinunter ins Val Müstair. Von links kreuzt die Hochebene des Val Mora in unsere Fahrspur.Foto: Markus Greber
Könnte man sich einen Singletrail malen, er würde wahrscheinlich genau so aussehen: Mit perfekten Kurvenradien windet sich der Weg hinunter ins Val Müstair. Von links kreuzt die Hochebene des Val Mora in unsere Fahrspur.
Fast irreal: Eine wilde und schier endlose Schotterlandschaft ummantelt den Piz Umbrail. Und mittendrin behauptet sich dieser Trail. Zu Beginn ist er grob und geröllig. Andi Wittmann und Fadri Cazin tasten sich vorsichtig durchs Intro.Foto: Markus Greber
Fast irreal: Eine wilde und schier endlose Schotterlandschaft ummantelt den Piz Umbrail. Und mittendrin behauptet sich dieser Trail. Zu Beginn ist er grob und geröllig. Andi Wittmann und Fadri Cazin tasten sich vorsichtig durchs Intro.
Fast wie ein Infinity-Pool liegt er da, der Lai da Rims. Für ein entspanntes Bad nur leider zu kalt. Hinter der Bergkante fällt das Wasser senkrecht bergab.Foto: Markus Greber
Fast wie ein Infinity-Pool liegt er da, der Lai da Rims. Für ein entspanntes Bad nur leider zu kalt. Hinter der Bergkante fällt das Wasser senkrecht bergab.
Die schwankenden Namensgeber der Tour: Zwei Hängebrücken im Tibet-Stil spannen sich über die tosenden Schmelzwasser des Forni-Gletschers.Foto: Markus Greber
Die schwankenden Namensgeber der Tour: Zwei Hängebrücken im Tibet-Stil spannen sich über die tosenden Schmelzwasser des Forni-Gletschers.
Die Schotterpassage gleich hinter dem Gipfel hat es fahrtechnisch in sich. Wer nur auf die Brocken starrt, verpasst das überwältigende Panorama. Rechts oben im Dunst: der Reschenpass.Foto: Markus Greber
Die Schotterpassage gleich hinter dem Gipfel hat es fahrtechnisch in sich. Wer nur auf die Brocken starrt, verpasst das überwältigende Panorama. Rechts oben im Dunst: der Reschenpass.
Wasserfälle, Wildwiesen, Felsformationen - der Trail vom Gaviapass führt durch wildromantisches Geläuf. Highlight ist die Natursteinbrücke über einen tosenden Bach. Schieben!Foto: Markus Greber
Wasserfälle, Wildwiesen, Felsformationen - der Trail vom Gaviapass führt durch wildromantisches Geläuf. Highlight ist die Natursteinbrücke über einen tosenden Bach. Schieben!
Nicht nur die dünne Luft ist atemraubend: Das Panorama vom Gipfel des 3033 Meter hohen Piz Umbrail haut Biker um. Hauptdarsteller der Szenerie: König Ortler. Im Vordergrund kämpft Andi Wittmann mit den letzten Uphill-Höhenmetern.Foto: Markus Greber
Nicht nur die dünne Luft ist atemraubend: Das Panorama vom Gipfel des 3033 Meter hohen Piz Umbrail haut Biker um. Hauptdarsteller der Szenerie: König Ortler. Im Vordergrund kämpft Andi Wittmann mit den letzten Uphill-Höhenmetern.
Nicht nur die dünne Luft ist atemraubend: Das Panorama vom Gipfel des 3033 Meter hohen Piz Umbrail haut Biker um. Hauptdarsteller der Szenerie: König Ortler. Im Vordergrund kämpft Andi Wittmann mit den letzten Uphill-Höhenmetern.
Könnte man sich einen Singletrail malen, er würde wahrscheinlich genau so aussehen: Mit perfekten Kurvenradien windet sich der Weg hinunter ins Val Müstair. Von links kreuzt die Hochebene des Val Mora in unsere Fahrspur.
Fast irreal: Eine wilde und schier endlose Schotterlandschaft ummantelt den Piz Umbrail. Und mittendrin behauptet sich dieser Trail. Zu Beginn ist er grob und geröllig. Andi Wittmann und Fadri Cazin tasten sich vorsichtig durchs Intro.
Fast wie ein Infinity-Pool liegt er da, der Lai da Rims. Für ein entspanntes Bad nur leider zu kalt. Hinter der Bergkante fällt das Wasser senkrecht bergab.
Die schwankenden Namensgeber der Tour: Zwei Hängebrücken im Tibet-Stil spannen sich über die tosenden Schmelzwasser des Forni-Gletschers.
Die Schotterpassage gleich hinter dem Gipfel hat es fahrtechnisch in sich. Wer nur auf die Brocken starrt, verpasst das überwältigende Panorama. Rechts oben im Dunst: der Reschenpass.
Wasserfälle, Wildwiesen, Felsformationen - der Trail vom Gaviapass führt durch wildromantisches Geläuf. Highlight ist die Natursteinbrücke über einen tosenden Bach. Schieben!
  Die drei Touren im Nationalpark StilfserjochFoto: Infochart
Die drei Touren im Nationalpark Stilfserjoch
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