ItalienItalien: Revier-Guide Comer See

Annette Kälberer

 · 14.05.2014

Italien: Revier-Guide Comer SeeFoto: Florian Strigel

Die Berge um den Comer See sind grüner als am Gardasee, die Anstiege steil und die Pfade ruppig. Ein traumhafter Geheimtipp für Mountainbiker – noch!

Natürlich kennt sie den Weg. Aber sie werde nie, nie wieder einen Fuß auf ihn setzen. Das hat sich Carmen schon in den 60er-Jahren geschworen, als nämlich endlich die bequemere Straße fertig wurde. Bis dahin gab es nur den alten Saumpfad von Domaso nach Livo: 450 steile Höhenmeter auf rumpeligen Pflastersteinen. Als Kind musste sie mehrmals am Tag dort rauf- und runterstolpern. Furchtbar sei das gewesen, sagt die Besitzerin des Campingplatzes, und sie kenne keinen Einheimischen, der dieser "guten alten Zeit" nachtrauere.

Doch es gibt dieses alte Wegenetz Rund um den Comer See verzweigt sich ein altes Wegenetz in den Bergen. Diese Saumpfade – oder "Mulattiere", wie sie in Italien heißen – waren einst die einzigen Verbindungen zwischen den Gemeinden. In mühsamer Handarbeit wurden die Wege in Trockenmauer-Bauweise in den Berghang gebastelt. Viele sind bis heute gut erhalten und werden auch wieder gepflegt – eine Spielwiese für Mountainbiker!


Die GPS-Daten finden Sie unten als Download.

Auf der Alpensüdseite schmeckt das Eis einfach besser. Vor allem, wenn man weiß, dass das Wetter zu Hause schlecht ist – nur ein paar Wolken schaffen es über den Hauptkamm. Foto: Florian Strigel
Auf der Alpensüdseite schmeckt das Eis einfach besser. Vor allem, wenn man weiß, dass das Wetter zu Hause schlecht ist – nur ein paar Wolken schaffen es über den Hauptkamm. 
Die Berge um den Comer See sind grüner als am Gardasee. Die Anstiege teils steil und die Pfade noch jungfräulich ruppig. Mountainbiker fahren hier noch nicht lang durchs Landschaftsbild.Foto: Florian Strigel
Die Berge um den Comer See sind grüner als am Gardasee. Die Anstiege teils steil und die Pfade noch jungfräulich ruppig. Mountainbiker fahren hier noch nicht lang durchs Landschaftsbild.
Die uralte Steinbrücke in der Nähe des Grotto Dangri. In den prickelnd frischen Gumpen kann man baden – muss man aber nicht. Pflicht sind dagegen die leckeren Pizzoccheri im Grotto!Foto: Florian Strigel
Die uralte Steinbrücke in der Nähe des Grotto Dangri. In den prickelnd frischen Gumpen kann man baden – muss man aber nicht. Pflicht sind dagegen die leckeren Pizzoccheri im Grotto!
Nein, das ist nicht die Villa von George Clooney. Die mondänen Urlaubsdomizile der Promis liegen an den südlichen Ufern des Comer Sees.Foto: Florian Strigel
Nein, das ist nicht die Villa von George Clooney. Die mondänen Urlaubsdomizile der Promis liegen an den südlichen Ufern des Comer Sees.
Steinalte Wege, in mühevoller Handarbeit in den Boden geklopft. Mit Blick ins Veltlin. Foto: Florian Strigel
Steinalte Wege, in mühevoller Handarbeit in den Boden geklopft. Mit Blick ins Veltlin. 
Die verwinkelten, alten Bergdörfer haben ihren Charme bis heute erhalten.Foto: Florian Strigel
Die verwinkelten, alten Bergdörfer haben ihren Charme bis heute erhalten.
Blick auf den Lago di Mezzola, der sich vom Comer See abgespalten hat. Dahinter das Val dei Ratti und die neuen Serpentinen zum Tracciolino hinauf. Sprich: Für Biker gibt’s noch viel zu tun!Foto: Florian Strigel
Blick auf den Lago di Mezzola, der sich vom Comer See abgespalten hat. Dahinter das Val dei Ratti und die neuen Serpentinen zum Tracciolino hinauf. Sprich: Für Biker gibt’s noch viel zu tun!
Auf der Abfahrt von der San-Bartolomeo-Tour: Die typischen Mulattiere verlangen fahrtechnisches Geschick. Stufen, enge Kurven und grober Untergrund lenken oft von der Aussicht ab.Foto: Florian Strigel
Auf der Abfahrt von der San-Bartolomeo-Tour: Die typischen Mulattiere verlangen fahrtechnisches Geschick. Stufen, enge Kurven und grober Untergrund lenken oft von der Aussicht ab.
Auf der Alpensüdseite schmeckt das Eis einfach besser. Vor allem, wenn man weiß, dass das Wetter zu Hause schlecht ist – nur ein paar Wolken schaffen es über den Hauptkamm. Foto: Florian Strigel
Auf der Alpensüdseite schmeckt das Eis einfach besser. Vor allem, wenn man weiß, dass das Wetter zu Hause schlecht ist – nur ein paar Wolken schaffen es über den Hauptkamm. 
Die Berge um den Comer See sind grüner als am Gardasee. Die Anstiege teils steil und die Pfade noch jungfräulich ruppig. Mountainbiker fahren hier noch nicht lang durchs Landschaftsbild.Foto: Florian Strigel
Die Berge um den Comer See sind grüner als am Gardasee. Die Anstiege teils steil und die Pfade noch jungfräulich ruppig. Mountainbiker fahren hier noch nicht lang durchs Landschaftsbild.
Die Berge um den Comer See sind grüner als am Gardasee. Die Anstiege teils steil und die Pfade noch jungfräulich ruppig. Mountainbiker fahren hier noch nicht lang durchs Landschaftsbild.
Die uralte Steinbrücke in der Nähe des Grotto Dangri. In den prickelnd frischen Gumpen kann man baden – muss man aber nicht. Pflicht sind dagegen die leckeren Pizzoccheri im Grotto!
Nein, das ist nicht die Villa von George Clooney. Die mondänen Urlaubsdomizile der Promis liegen an den südlichen Ufern des Comer Sees.
Steinalte Wege, in mühevoller Handarbeit in den Boden geklopft. Mit Blick ins Veltlin. 
Die verwinkelten, alten Bergdörfer haben ihren Charme bis heute erhalten.
Blick auf den Lago di Mezzola, der sich vom Comer See abgespalten hat. Dahinter das Val dei Ratti und die neuen Serpentinen zum Tracciolino hinauf. Sprich: Für Biker gibt’s noch viel zu tun!
Auf der Abfahrt von der San-Bartolomeo-Tour: Die typischen Mulattiere verlangen fahrtechnisches Geschick. Stufen, enge Kurven und grober Untergrund lenken oft von der Aussicht ab.
Auf der Alpensüdseite schmeckt das Eis einfach besser. Vor allem, wenn man weiß, dass das Wetter zu Hause schlecht ist – nur ein paar Wolken schaffen es über den Hauptkamm. 

Das sind die fünf Top-Touren für Mountainbiker am Comer See:


Tour 1: Grotto-Dangri-Tour, 23,1 km/607 hm, Fahrzeit 2:15 h
Kondition: 2/5
Fahrtechnik: 4/5
Panorama: 5/5
Schwierigkeit: mittel


Tour 2: San Bartolomeo, 22,3 km/1021 hm, Fahrzeit 3 h
Kondition 4/5
Fahrtechnik 5/5
Panorama 5/5
Schwierigkeit: schwer


Tour 3: Monti di Vercana, 18,9 km/900 hm, Fahrzeit 2:40 h
Kondition: 3/5
Fahrtechnik: 3/5
Panorama: 5/5
Schwierigkeit: mittel


Tour 4: Santa-Anna-Trail, 16,3 km/700 hm, Fahrzeit 2:05 h
Kondition: 2/5
Fahrtechnik: 2/5
Panorama: 4/5
Schwierigkeit: leicht-mittel


Tour 5: Passo il Giovo, 40,6 km/1550 hm, Fahrzeit 4:30 h
Kondition: 5/5
Fahrtechnik: 3/5
Panorama: 5/5
Schwierigkeit: mittel-schwer


Die ausführliche Reise-Geschichte zum Comer See aus BIKE 5/2014 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

Downloads:

Meistgelesene Artikel