Italien

Italien: Pfunderer Joch

Marco Toniolo

 · 03.05.2007

Italien: Pfunderer JochFoto: Marco Toniolo

Für Alpenüberquerer ist das Pfunderer Joch nur eine Hürde von vielen. Dabei ist der Pass im Hauptkamm ein Abenteuer für sich – vor allem, wenn das Wetter Regie führt. (BIKE 12/2006)

Vollgepackt mit leichten Schlafsäcken, warmen Klamotten und Vinschgauer Bauernbroten fürs Abendessen und Frühstück sind wir heute von Sterzing Richtung Pfunderer Joch und seinem legendären Trail ins Pustertal aufgebrochen. 78 Kilometer und 2380 Höhenmeter haben wir auf zwei Tage verteilt, schon damit wir eine Nacht am Lagerfeuer verbringen könnten. Auf die Frage „Was machen wir, wenn in der Nacht ein Gewitter kommt?“ beruhigte ich meine Kumpels mit Beteuerungen, dass es ein paar Almen gäbe, in denen wir notfalls schlafen könnten. Mehr wusste ich auch nicht. Das letzte Mal war ich im Winter hier oben. Dabei konnte ich unter der dicken Schneeschicht ein paar kleine Hütten erkennen. „Kein Abenteuer ohne Risiko!“, mein letzter Satz überzeugte die beiden Jungs nicht wirklich, aber immerhin drehten sie auf der Passstraße nicht gleich wieder um.

Als wir von Fussendrass Richtung Pfunderer Joch abbiegen, bäumt sich der Schotterweg merklich auf. Es ist sehr heiß, der Himmel strahlt und die Stimmung wird entspannter, trotz der schweren Rucksäcke. Die Almen, auf denen wir übernachten wollten, erreichen wir am frühen Nachmittag. Die Waldgrenze haben wir unter uns zurückgelassen und das Joch scheint nicht mehr weit entfernt. Jedenfalls können wir den Weg zum Pass hinauf bereits ausmachen.


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