Italien: Ligurien (Imperia)

  • Mathias Marschner
 • Publiziert vor 10 Jahren

Wo die Alpen im Mittelmeer baden gehen, wickeln sich die Trails durch Eichen- und Olivenhaine – und haben dabei etwas Jungfräuliches. Roadbooks und GPS-Daten zum Download gibt's hier.

Wir befinden uns im Val Prino, einem Y-förmigen Taleinschnitt westlich von Imperia an Liguriens Blumenriviera. Flach und eben ist hier nichts – außer einem kleinen Flussdelta rund um Albenga. Überall sonst steigen die Berge direkt von der Küste auf über 1200 Meter an, direkt dahinter auf über 2000 Meter. Gründe, um in diese Bergwelt Pfade zu bauen, gab es in Liguriens Geschichte schon immer.

Über Jahrhunderte und Jahrtausende, so erzählt Marco (der Polizist), wurden die Hänge bis in die Gipfellagen terrassiert, um dem rauen Boden landwirtschaftliche Erzeugnisse zu entlocken. Natürlich musste man dort überall hinkommen und baute Wege: vom Tal in die Dörfer, an den Hängen entlang auf die Felder, von Dorf zu Dorf und über die Pässe in die Nachbartäler und weiter ins nahegelegene Piemont. Salz, Öl und Fisch wurde vom Meer in die Berge verkauft, Kastanien und Fleisch in umgekehrter Richtung. Wer zum ersten Mal in diesen Bergen unterwegs ist, landet gern mal in einer Sackgasse.

Doch nach und nach beginnt man das Wegenetz zu verstehen und erkennt, aus welchem Grund ein Weg angelegt wurde. Ob er nur zu einem Feld oder zum nächsten Ort führt. Für Mountainbiker übersetzt bedeutet das: beste All-Mountain-Touren und praktisch jeder Meter bergab auf Singletrail. Außerhalb der Saison trifft man keine anderen Biker oder Wanderer. Dafür Jäger. Es ist Wildschweinjagdsaison. Jeden Mittwoch und Sonntag wird den Schlammwühlern nachgestellt. Mit dem Bike durchs Gelände tourt man daher an diesen Tagen besser in farbenfroher Kleidung.


Den gesamten Artikel sowie GPS-Daten und die Roadbooks zu diesen Trails findet Ihr unten als PDF-Download: 
1. Monte-Faudo-Trails (26,2 km, 1460 hm, 4:00 h)
2. Monte Moro (30,1 km, 1560 hm, 5:00 h)
3. Strada Marenca (38 km, 1450 hm, 5:00 h)

Keine Menschenseele am Aussichtsberg Monte Faudo

Säumerwege: Auf diesen Pfaden kam der Fisch in die Dörfer, das Holz zum Strand. Wiederentdeckt von Bikern.

Themen: ImperiaItalienLigurien

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