ItalienItalien: Finale Ligure

Gitta Beimfohr

 · 16.12.2014

Italien: Finale LigureFoto: Ralf Glaser

Das 100 Kilometer lange Pfadnetz von Finale Ligure hat bereits Kultstatus. Doch wieso kann ein Pizzabäcker solche Trails bauen? Höchste Zeit für einen Besuch im Trailmekka am Meer...

Gegenfrage: Warum sollte ein Pizzabäcker keine Trails bauen können? Klar, wenn er in seiner Freizeit passionierter Mountainbiker ist, weiß er natürlich trotzdem, was eine Ideallinie ist. Doch genau das ist ja das Überraschende: Ivo Camilli ist kein Mountainbiker. Er ist vielmehr ein Mitbegründer des „Unabhängigen Komitees für Sauberkeit auf den Wegen“. Gut, das klingt jetzt nicht so wahnsinnig sexy. Auch das Rotkehlchen mit Spitzhacke auf seinem T-Shirt kommt wenig lässig daher. Doch darunter steht Klartext: „Godfather of Trailbuilding“.

Der Shuttlebus gehört in Finale zum Touren-Alltag wie die Pizza später auf der Piazza.Foto: Ralf Glaser
Der Shuttlebus gehört in Finale zum Touren-Alltag wie die Pizza später auf der Piazza.
Erster Gedanke beim Blick aufs Wasser: Mein Gott, wie lange habe ich das Meer schon nicht mehr gesehen? Auch im Winter ein Traum!Foto: Ralf Glaser
Erster Gedanke beim Blick aufs Wasser: Mein Gott, wie lange habe ich das Meer schon nicht mehr gesehen? Auch im Winter ein Traum!
Was hier so naturgegeben aussieht, ist in Wahrheit ziemlich viel Arbeit. Die Trails werden das ganze Jahr gepflegt.Foto: Ralf Glaser
Was hier so naturgegeben aussieht, ist in Wahrheit ziemlich viel Arbeit. Die Trails werden das ganze Jahr gepflegt.
Flow-Passagen wie diese sind in Finale eher selten. Gabel und Dämpfer sollten daher gut abgestimmt sein.Foto: Ralf Glaser
Flow-Passagen wie diese sind in Finale eher selten. Gabel und Dämpfer sollten daher gut abgestimmt sein.
Freeclimber lieben das Kalkgestein – aber auch Reifen finden auf Finales Felsen satten Grip.Foto: Ralf Glaser
Freeclimber lieben das Kalkgestein – aber auch Reifen finden auf Finales Felsen satten Grip.
Ein Tour-Ende direkt am Meer hat einfach was Magisches. Auch wenn es im Herbst eventuell zu kalt zum Reinspringen ist.Foto: Ralf Glaser
Ein Tour-Ende direkt am Meer hat einfach was Magisches. Auch wenn es im Herbst eventuell zu kalt zum Reinspringen ist.
Großer Extra-Spaß im Herbst: Manche Trail-Abschnitte sind jetzt bis zum Rand voll mit Laub …Foto: Ralf Glaser
Großer Extra-Spaß im Herbst: Manche Trail-Abschnitte sind jetzt bis zum Rand voll mit Laub …
… und keine Blätter mehr an den Bäumen bedeutet: extra viel Aussicht aufs Meer und den Horizont.Foto: Ralf Glaser
… und keine Blätter mehr an den Bäumen bedeutet: extra viel Aussicht aufs Meer und den Horizont.
100 Kilometer Trail-Netz wollen erst mal abgefahren sein. Da bleibt

 keine Zeit für stundenlanges Bergauftreten. Bus-Shuttle muss sein.Foto: Ralf Glaser
100 Kilometer Trail-Netz wollen erst mal abgefahren sein. Da bleibt keine Zeit für stundenlanges Bergauftreten. Bus-Shuttle muss sein.
Der Shuttlebus gehört in Finale zum Touren-Alltag wie die Pizza später auf der Piazza.Foto: Ralf Glaser
Der Shuttlebus gehört in Finale zum Touren-Alltag wie die Pizza später auf der Piazza.
Erster Gedanke beim Blick aufs Wasser: Mein Gott, wie lange habe ich das Meer schon nicht mehr gesehen? Auch im Winter ein Traum!Foto: Ralf Glaser
Erster Gedanke beim Blick aufs Wasser: Mein Gott, wie lange habe ich das Meer schon nicht mehr gesehen? Auch im Winter ein Traum!
Erster Gedanke beim Blick aufs Wasser: Mein Gott, wie lange habe ich das Meer schon nicht mehr gesehen? Auch im Winter ein Traum!
Was hier so naturgegeben aussieht, ist in Wahrheit ziemlich viel Arbeit. Die Trails werden das ganze Jahr gepflegt.
Flow-Passagen wie diese sind in Finale eher selten. Gabel und Dämpfer sollten daher gut abgestimmt sein.
Freeclimber lieben das Kalkgestein – aber auch Reifen finden auf Finales Felsen satten Grip.
Ein Tour-Ende direkt am Meer hat einfach was Magisches. Auch wenn es im Herbst eventuell zu kalt zum Reinspringen ist.
Großer Extra-Spaß im Herbst: Manche Trail-Abschnitte sind jetzt bis zum Rand voll mit Laub …
… und keine Blätter mehr an den Bäumen bedeutet: extra viel Aussicht aufs Meer und den Horizont.
100 Kilometer Trail-Netz wollen erst mal abgefahren sein. Da bleibt

 keine Zeit für stundenlanges Bergauftreten. Bus-Shuttle muss sein.
Der Shuttlebus gehört in Finale zum Touren-Alltag wie die Pizza später auf der Piazza.

Mit und ohne Shuttle-Service

Finale Ligure ist definitiv kein Revier für Einsteiger. Mit „Flow Country“-Samtwegen haben die Trails hier wenig zu tun. Es ist vielmehr ein Netz aus extrem gut gepflegten Rockpfaden. Steine, Stufen und Spitzkehren muss man schon mögen, um hier Spaß zu haben. Und von dieser Gattung Mountainbiker muss es doch einige geben, denn mittlerweile bieten in Finale diverse Shuttle-Busse ihren Service an. Touren-Autor Ralf Glaser hat sich die schönsten Routen mit und ohne Shuttle vor die Gabel genommen und die fünf absoluten Filetstücke heraussortiert.

Das sind die Top-Touren für Mountainbiker in Finale Ligure:


• Tour 1: Rollercoaster (16,4 km, 670 hm, 2:30 h)
• Tour 2: Base Nato Lang (21,5 km, 890 hm, 3:00 h)
••• Die Touren 1 und 2 gibt es unten gratis zum Download.


• Tour 3: Base Nato & Sentiero H (25,3 km, 1170 hm, 3:30 h)
• Tour 4: Isallo Extasy (23,1 km, 900 hm, 3:15 h)
• Tour 5: Madonna Della Guardia (17,4 km 680 hm, 2:30 h)
••• Die Touren 3 bis 5 finden Sie gratis unter: www.trails.de


Den ausführlichen Reise-Artikel zu Finale Ligure können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:

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