ItalienDolomiten nach Liftschluss – Feel the Alps Livigno

Florentin Vesenbeckh

 · 8/24/2019

Dolomiten nach Liftschluss – Feel the Alps LivignoFoto: Markus Greber

Im Herbst herrscht himmlische Ruhe in den Dolomiten, die Touristenströme auf Wegen und Pfaden verebben, die schönste Zeit für E-Mountainbiker. Touren von Hans Rey in Latemar / Sexten, eine in Livigno.


Download:
Die GPS-Daten zu den vier E-MTB-Touren in den Dolomiten können Sie unten im Download-Bereich kostenlos herunterladen.

Foto: Christoph Malin

„Feel the Alps“ E-MTB-Tour rund um Livigno

Ja, man könnte diese Mega-Tour auch mit dem normalen Bike machen, aber eben nicht durchweg fahren. Selbst mit dem E-MTB braucht man vor allem in den steilen, technischen Uphills ein hohes Fahrkönnen. Hier die Daten zu der Königs-Tour von Hans Rey, die nur dem E-Mountainbike Sinn macht:


Tour-Daten
Distanz 77,3 km
Bergauf 2393 hm


Bedarf
Fahrtechnik hoch
Kondition hoch
Akku 2 x 500 Wh


Die GPS-Daten zur „Feel the Alps“ E-MTB-Tour können Sie unter diesem Artikel kostenlos herunterladen. Der Link für in den Delius-Klasing-Onlineshop. Dort müssen Sie sich einmalig anmelden, dann können Sie die GPS-Daten (kostenlos) in den Warenkorb legen und bekommen sie dann zum Download oder als E-Mail zur Verfügung gestellt.

Den Lago Bianco im Rücken geht es Richtung Poschiavo.Foto: Markus Greber
Den Lago Bianco im Rücken geht es Richtung Poschiavo.
Das ultimative alpine Erlebnis, gepaart mit fahrtechnischen Finessen und Flow-Erlebnissen - deshalb taufte Hans Rey diese Runde "Feel the Alps".Foto: Markus Greber
Das ultimative alpine Erlebnis, gepaart mit fahrtechnischen Finessen und Flow-Erlebnissen - deshalb taufte Hans Rey diese Runde "Feel the Alps".
Superflow kurz vor dem Finale. Von der Bocchetta di Trela zur gleichnamigen Alpe hinunter kann man noch mal richtig Gas geben. Gegenüber jedoch wartet schon der nächste und letzte Anstieg des Tages: Der Trela-Pass ist zum Greifen nahe.Foto: Markus Greber
Superflow kurz vor dem Finale. Von der Bocchetta di Trela zur gleichnamigen Alpe hinunter kann man noch mal richtig Gas geben. Gegenüber jedoch wartet schon der nächste und letzte Anstieg des Tages: Der Trela-Pass ist zum Greifen nahe.
Noch ist Strom für Faxen da: Stefan und Hans an der Alpe Campo, kurz vor dem einsamen Trail Richtung Viola-Pass.Foto: Markus Greber
Noch ist Strom für Faxen da: Stefan und Hans an der Alpe Campo, kurz vor dem einsamen Trail Richtung Viola-Pass.
Und dann war Schluss: Akku-Wechsel im Val ViolaFoto: Markus Greber
Und dann war Schluss: Akku-Wechsel im Val Viola
Noch ein paar Meter, dann stehen sie vor uns: Der Blick auf Piz Palü und Piz Bernina tut sich kurz hinter der Passhöhe Forcola di Livigno auf.Foto: Markus Greber
Noch ein paar Meter, dann stehen sie vor uns: Der Blick auf Piz Palü und Piz Bernina tut sich kurz hinter der Passhöhe Forcola di Livigno auf.
Respekt und Etikette - die Schweizer maßregeln nicht, sondern setzen auf gesunden Menschen verstand. Das zeigen die entsprechenden Schilder, wie hier kurz vor dem Downhill Richtung Poschiavo. Biker und Wanderer teilen sich friedlich die Wege. Auf unserer Mega-Tour wurden wir von letzteren sogar regelrecht angefeuert.Foto: Markus Greber
Respekt und Etikette - die Schweizer maßregeln nicht, sondern setzen auf gesunden Menschen verstand. Das zeigen die entsprechenden Schilder, wie hier kurz vor dem Downhill Richtung Poschiavo. Biker und Wanderer teilen sich friedlich die Wege. Auf unserer Mega-Tour wurden wir von letzteren sogar regelrecht angefeuert.
Bizarr: Stefan Schlie im Uphill-Wheelie hinter dem Überbleibsel einer Lawine unterhalb von Trepalle. Die Schneemassen haben sich trotz des heißen Sommers hartnäckig gehalten.Foto: Markus Greber
Bizarr: Stefan Schlie im Uphill-Wheelie hinter dem Überbleibsel einer Lawine unterhalb von Trepalle. Die Schneemassen haben sich trotz des heißen Sommers hartnäckig gehalten.
Wegelagerer: In den höheren Gefilden der Tour trifft man mehr Kühe als Menschen.Foto: Markus Greber
Wegelagerer: In den höheren Gefilden der Tour trifft man mehr Kühe als Menschen.
Episch: Ein steiler Weg windet sich hoch zum Passo Viola, einem der schönsten Pässe der Tour mit Blick auf den Ortler.Foto: Markus Greber
Episch: Ein steiler Weg windet sich hoch zum Passo Viola, einem der schönsten Pässe der Tour mit Blick auf den Ortler.
Sport meets Rheumadecken: Auf dem Bernina-Pass treffen sich Biker, Motorradfahrer, Oldtimer-Freaks und Bustouristen. Gerne posiert Bike-Legende Hans Rey vor dem passenden Gefährt, bevor es wieder auf einsame Trails geht.Foto: Markus Greber
Sport meets Rheumadecken: Auf dem Bernina-Pass treffen sich Biker, Motorradfahrer, Oldtimer-Freaks und Bustouristen. Gerne posiert Bike-Legende Hans Rey vor dem passenden Gefährt, bevor es wieder auf einsame Trails geht.
Kamloops? Irland? Nein, Livigno, unterhalb der Forcola. Die Evolution hat hier für unterschiedlichste  Landschaften gesorgt.  Vielleicht, weil dieser Pass die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer markiert.Foto: Markus Greber
Kamloops? Irland? Nein, Livigno, unterhalb der Forcola. Die Evolution hat hier für unterschiedlichste Landschaften gesorgt. Vielleicht, weil dieser Pass die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer markiert.
Den Lago Bianco im Rücken geht es Richtung Poschiavo.Foto: Markus Greber
Den Lago Bianco im Rücken geht es Richtung Poschiavo.
Das ultimative alpine Erlebnis, gepaart mit fahrtechnischen Finessen und Flow-Erlebnissen - deshalb taufte Hans Rey diese Runde "Feel the Alps".Foto: Markus Greber
Das ultimative alpine Erlebnis, gepaart mit fahrtechnischen Finessen und Flow-Erlebnissen - deshalb taufte Hans Rey diese Runde "Feel the Alps".
Das ultimative alpine Erlebnis, gepaart mit fahrtechnischen Finessen und Flow-Erlebnissen - deshalb taufte Hans Rey diese Runde "Feel the Alps".
Superflow kurz vor dem Finale. Von der Bocchetta di Trela zur gleichnamigen Alpe hinunter kann man noch mal richtig Gas geben. Gegenüber jedoch wartet schon der nächste und letzte Anstieg des Tages: Der Trela-Pass ist zum Greifen nahe.
Noch ist Strom für Faxen da: Stefan und Hans an der Alpe Campo, kurz vor dem einsamen Trail Richtung Viola-Pass.
Und dann war Schluss: Akku-Wechsel im Val Viola
Noch ein paar Meter, dann stehen sie vor uns: Der Blick auf Piz Palü und Piz Bernina tut sich kurz hinter der Passhöhe Forcola di Livigno auf.
Respekt und Etikette - die Schweizer maßregeln nicht, sondern setzen auf gesunden Menschen verstand. Das zeigen die entsprechenden Schilder, wie hier kurz vor dem Downhill Richtung Poschiavo. Biker und Wanderer teilen sich friedlich die Wege. Auf unserer Mega-Tour wurden wir von letzteren sogar regelrecht angefeuert.
Bizarr: Stefan Schlie im Uphill-Wheelie hinter dem Überbleibsel einer Lawine unterhalb von Trepalle. Die Schneemassen haben sich trotz des heißen Sommers hartnäckig gehalten.
Wegelagerer: In den höheren Gefilden der Tour trifft man mehr Kühe als Menschen.
Episch: Ein steiler Weg windet sich hoch zum Passo Viola, einem der schönsten Pässe der Tour mit Blick auf den Ortler.
Sport meets Rheumadecken: Auf dem Bernina-Pass treffen sich Biker, Motorradfahrer, Oldtimer-Freaks und Bustouristen. Gerne posiert Bike-Legende Hans Rey vor dem passenden Gefährt, bevor es wieder auf einsame Trails geht.
Kamloops? Irland? Nein, Livigno, unterhalb der Forcola. Die Evolution hat hier für unterschiedlichste  Landschaften gesorgt.  Vielleicht, weil dieser Pass die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer markiert.
Den Lago Bianco im Rücken geht es Richtung Poschiavo.

Infos Livigno


Das Revier
Livigno war eines der ersten Gebiete der Alpen, die konsequent auf den Mountainbike-Tourismus gesetzt haben. So wurden die ersten Trails am Mottolino bereits 2004 gebaut. Doch auch – oder besonders – für Touren-Fahrer bietet die Gegend die vielleicht vielseitigste Infrastruktur im gesamten Alpenraum. Fahrbare Übergänge in alle Himmelsrichtungen machen das alpine Erlebnis in der Region so komplex: Über Trela-Pass und Lago di Cancarno ins malerische Val Mora in die eine Richtung; oder über die Forcola di Livigno und Bernina-Pass ins Engadin. Und das sind nur zwei von vielen Möglichkeiten.


Bikeparks
Der Bikepark Mottolino ist einer der ältesten Parks überhaupt. Mit 13 Trails bietet er vor allem Downhillern und Freeridern ein Zuhause. Auf der anderen Seite des Tales lockt der relativ neu erschlossene Carosello mit einem Netz an echten Flowtrails. Die Tutti-Frutti-Epic-Runde von Hans Rey und Diddie Schneider dauert fast einen ganzen Tag (www.carosello3000.com).


Zollfrei
Durch seine abgeschiedene Lage auf 1816 Metern besitzt Livigno von jeher den Zollfrei-Status – ein Einkaufsparadies für Sparfüchse. Und: Wer schlau ist, rollt mit leerem Tank in den Ort. Denn auch der Sprit ist hier unschlagbar günstig.


Unterkunft
Gut, günstig und besonders für Biker zu empfehlen: Hotel Astoria (www.hastoria.it): Besitzer Alessandro liest seinen Gästen jeden Wunsch von den Augen ab. Oberes Preis-Level, edel und mit Wellness: Hotel Lac Salin (www.lungolivigno.com). Hotel Francesin (www.francesin.it): gemütlich, Bike-freundlich und mit Wellness-Angebot.
Camping: Stella Alpina (www.campingstellaalpina.it), Camping Letizia (campingletizia.com), Camping Pemont (campingpemont.it).


Essen und Trinken
Marco’s Pub: leckere Pizza- und Pasta-Variationen fast rund um die Uhr. Danach geht im Pub die Post ab. Bistro Bivio: mitten in der Fußgängerzone, perfekt für den Apéro und einen Snack nach der Tour. Camino-Restaurant: einheimische Spezialitäten, aber auch italienische Küche. Die besten Burger: Why Not Bar and Food.


Bikeshops und Verleih
Skialo (www.skialo.com): voll auf E-MTB-Verleih spezialisiert mit neuesten Moustage-Bikes in allen Größen. I’m Sport (www.imsport.it): Bikeshop direkt am Anfang der Fußgängerzone. The Bike Store (thebikestore.it): Verleih und Reparaturen. Bikeshop Defox (www.defox.it): perfekt für die schnelle und unkomplizierte Hilfe bei Materialproblemen.

  Grenzerfahrung: Die Mega-Runde führt über die schönsten Trails der Alta Rezia und dabei etwa zu einem Drittel durch die Schweiz. Wer die Tour an einem Tag schaffen will, steht besser früh auf. Reserveakku und ein zusätzliches Ladegerät sollte man für alle Fälle im Gepäck haben.Foto: Infochart
Grenzerfahrung: Die Mega-Runde führt über die schönsten Trails der Alta Rezia und dabei etwa zu einem Drittel durch die Schweiz. Wer die Tour an einem Tag schaffen will, steht besser früh auf. Reserveakku und ein zusätzliches Ladegerät sollte man für alle Fälle im Gepäck haben.
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