Italien

5 Top MTB-Touren in Kaltern

Gitta Beimfohr

 · 20.03.2017

5 Top MTB-Touren in KalternFoto: Wolfgang Watzke

Zwischen den Südtiroler Trail-Paradiesen Vinschgau und Gardasee liegt Kaltern. Auch hier gibt es Wein, über 2000 Meter hohe Gipfel und einen See. In Kaltern warten aber einzigartig sanfte Flowtrails.

Das sollte mal die Mecki’s Bar in Torbole wagen, die Rollos erst mittags um halb zwölf hochzuziehen. Da wäre für Lago-Biker der Tag schon gelaufen. Ein Touren-Tag starten ohne vorherigen Cappuccino-Stopp? Geht nicht. Jedenfalls nicht in Italien! Hier muss es offensichtlich doch gehen. Während ich am "Gretl am See Kiosk" noch immer eine Tafel mit Öffnungszeiten suche, bastelt Karen an ihrem GPS-Gerät und wiederholt ihren Satz von eben: "Die machen wirklich erst um 11:30 Uhr auf." Und Karen muss es wissen. Schließlich kommt sie schon seit Jahren zum Biken her. Allerdings schiebt sie hinterher: "Zum Espresso gibt’s hier immer so ein kleines Eis zum Löffeln dazu. Vielleicht schaffen wir es ja nach der Tour noch." Um es gleich vorwegzunehmen: Wir werden es nicht schaffen. Weil uns nämlich etwas dazwischenkommen wird.

Wir sind in Kaltern, Südtirol. In dem Tal, durch das sich die Etsch und die berühmte Weinstraße zieht. Ziemlich genau zwischen den beiden Top-Bike-Revieren Gardasee und Vinschgau. Von den Übernachtungszahlen bikender Gäste her kann Kaltern neben diesen beiden Riesen sicher nicht mithalten. Landschaftlich aber schon: Es gibt einen kleinen See, der angeblich der wärmste Badesee der Alpen ist. Eine Talseite wird von einer fast senkrechten Felswand, dem über 2000 Meter hohen Mendelkamm, flankiert. Auf der anderen Seite wellt sich ein bewaldetes Mittelgebirge, und ganz im Süden thront noch ein großer Brocken – das 1781 Meter hohe Trudner Horn. Es gibt sogar eine 113 Jahre alte Standseilbahn, die auch Bikes auf den Mendelpass transportiert. Nur Shuttlebus-Karawanen, gebaute Trails, vollvisier-behelmte Biker oder Verbotsschilder – die habe ich bisher noch nicht gesehen.

Diese fünf Top Touren finden Sie im Revier-Guide Kaltern:

• TOUR 1: Penegal-Trails (31,4 km / 796 hm / 4 h)
• TOUR 2: Cisloner Alm (53,8 km / 1492 hm / 5:30 h)
• TOUR 3: Montiggler Seen (18,8 km / 556 hm / 2:30 h)
• TOUR 4: Monte Roen (36,2 km / 1333 hm / 5 h)
• TOUR 5: Eppaner Höhenweg (54,6 km / 1415 hm / 5 h)

Die GPS-Daten der ersten drei Touren können Sie im Download-Bereich unterhalb dieses Artikels kostenlos herunterladen. Die GPS-Daten der Touren 4 und 5 finden Sie hier: www.traminerhof.it

Der Gretl-am-See-Kiosk hat leckere Snacks und immer einen Aperol Spritz parat.Foto: Wolfgang Watzke
Der Gretl-am-See-Kiosk hat leckere Snacks und immer einen Aperol Spritz parat.
Auf dem Weg zur Cisloner Alm durchquert man dieses Naturschutzgebiet, in dem man auch auf freie Kuhherden treffen kann.Foto: Wolfgang Watzke
Auf dem Weg zur Cisloner Alm durchquert man dieses Naturschutzgebiet, in dem man auch auf freie Kuhherden treffen kann.
Auf der ehemaligen Trasse der Fleimstalbahn geht es mit nur sechs Prozent Steigung zur Cisioner Alm am Trudner Horn hinauf.Foto: Wolfgang Watzke
Auf der ehemaligen Trasse der Fleimstalbahn geht es mit nur sechs Prozent Steigung zur Cisioner Alm am Trudner Horn hinauf.
Ein Traum von einem Flowtrail am Penegal. Im Herbst, wenn sich die Lärchen gelb und rot färben, dürfte das Erlebnis sogar noch intensiver sein.Foto: Wolfgang Watzke
Ein Traum von einem Flowtrail am Penegal. Im Herbst, wenn sich die Lärchen gelb und rot färben, dürfte das Erlebnis sogar noch intensiver sein.
Die Montiggler Seen verstecken sich im dichten Naturschutzgebiet. Karen und Holger bieten hier seit Jahren Kurse und Events an.Foto: Wolfgang Watzke
Die Montiggler Seen verstecken sich im dichten Naturschutzgebiet. Karen und Holger bieten hier seit Jahren Kurse und Events an.
Der letzte Trail-Abschnitt auf der Abfahrt von der Cisioner Alm. Nach diesem Wiesenpfad folgt ein Hohlweg für Fortgeschrittene.Foto: Wolfgang Watzke
Der letzte Trail-Abschnitt auf der Abfahrt von der Cisioner Alm. Nach diesem Wiesenpfad folgt ein Hohlweg für Fortgeschrittene.
Wenn über Kaltern Wolken aufziehen, bleiben sie am Mendelkamm gern hängen.Foto: Wolfgang Watzke
Wenn über Kaltern Wolken aufziehen, bleiben sie am Mendelkamm gern hängen.
Die sattgrünen Hügel auf der anderen Seite des Etschtals.Foto: Wolfgang Watzke
Die sattgrünen Hügel auf der anderen Seite des Etschtals.
Die Mendelbahn in St. Anton hilft bei den großen Touren zum Penegal und Monte Roen.Foto: Wolfgang Watzke
Die Mendelbahn in St. Anton hilft bei den großen Touren zum Penegal und Monte Roen.
Der Lexnhof  warten mit tradionellen Gerichten auf hungrige Biker.Foto: Wolfgang Watzke
Der Lexnhof  warten mit tradionellen Gerichten auf hungrige Biker.
Das Angebot an Restaurants und Weinkellern in Kaltern ist groß.Foto: Wolfgang Watzke
Das Angebot an Restaurants und Weinkellern in Kaltern ist groß.
Der Gretl-am-See-Kiosk hat leckere Snacks und immer einen Aperol Spritz parat.Foto: Wolfgang Watzke
Der Gretl-am-See-Kiosk hat leckere Snacks und immer einen Aperol Spritz parat.
Auf dem Weg zur Cisloner Alm durchquert man dieses Naturschutzgebiet, in dem man auch auf freie Kuhherden treffen kann.Foto: Wolfgang Watzke
Auf dem Weg zur Cisloner Alm durchquert man dieses Naturschutzgebiet, in dem man auch auf freie Kuhherden treffen kann.
Auf dem Weg zur Cisloner Alm durchquert man dieses Naturschutzgebiet, in dem man auch auf freie Kuhherden treffen kann.
Auf der ehemaligen Trasse der Fleimstalbahn geht es mit nur sechs Prozent Steigung zur Cisioner Alm am Trudner Horn hinauf.
Ein Traum von einem Flowtrail am Penegal. Im Herbst, wenn sich die Lärchen gelb und rot färben, dürfte das Erlebnis sogar noch intensiver sein.
Die Montiggler Seen verstecken sich im dichten Naturschutzgebiet. Karen und Holger bieten hier seit Jahren Kurse und Events an.
Der letzte Trail-Abschnitt auf der Abfahrt von der Cisioner Alm. Nach diesem Wiesenpfad folgt ein Hohlweg für Fortgeschrittene.
Wenn über Kaltern Wolken aufziehen, bleiben sie am Mendelkamm gern hängen.
Die sattgrünen Hügel auf der anderen Seite des Etschtals.
Die Mendelbahn in St. Anton hilft bei den großen Touren zum Penegal und Monte Roen.
Der Lexnhof  warten mit tradionellen Gerichten auf hungrige Biker.
Das Angebot an Restaurants und Weinkellern in Kaltern ist groß.
Der Gretl-am-See-Kiosk hat leckere Snacks und immer einen Aperol Spritz parat.

"Wollen wir starten?" Karen hat die Tracks auf ihrem GPS-Gerät sortiert, es kann losgehen. Die Montiggler Seen stehen heute auf dem Plan. Kleine Einrollrunde in das bereits erwähnte Mittelgebirge. Hier führte schon mehrmals die BIKE-Transalp durch, und die Teilnehmer waren jedes Mal begeistert vom achterbahnartigen Gefühl auf den Trails. Karen möchte dort heute eine neue Runde mit möglichst vielen Flowtrails finden. Als sportliche Leiterin des BIKE Women Camps sucht sie ständig Trails, die im September bei den Teilnehmerinnen Fahrspaß auslösen sollen und keine Angstattacken. Wir umrunden den Kalterer See halb, kurbeln einen Weinberg hoch und verschwinden schon nach wenigen Minuten im Wald. Der Schotterweg führt uns durchs "Frühlingstal". Aufgrund besonderer Klimaströmungen sollen hier die Frühlingsknospen deutlich früher sprießen als in der übrigen Region. Jetzt, im Juni, kurbeln wir jedenfalls durch dichtestes Grün. So grün, dass die Orientierung bald schwierig wird. Immer wieder zweigen Wege und Pfade ab, nicht immer mit richtungsweisendem Schild. Schwierig, wenn nicht ein Ort, sondern die Wege dorthin das Ziel sind. Vertrauen in GPS und Karte findet Karen gut, aber mehr Vertrauen hat sie in die eigenen Beine. "Warte kurz, ich probier den Trail schnell aus." Erst als sie sichtlich zufrieden mit der Pfadkombination ist, steuern wir den kleineren der beiden Montiggler Seen an. Weil der angeblich viel idyllischer ist als der Große. Stimmt. Der kleine See liegt wie eine blaue Perle mitten im Naturschutzdickicht. Keine Straße, kein Parkplatz. Unser Pfad mündet in die einzige Badewiese mit kleiner Bar. Endlich, ein Cappuccino!

  Die Montiggler Seen verstecken sich im dichten Naturschutzgebiet. Karen und Holger bieten hier seit Jahren Kurse und Events an.Foto: Wolfgang Watzke
Die Montiggler Seen verstecken sich im dichten Naturschutzgebiet. Karen und Holger bieten hier seit Jahren Kurse und Events an.

Der Rückweg ist klar. Karens GPS-Gerät kennt den flowigsten Weg zurück bereits vom letzten Jahr. Doch dann steht da plötzlich ein Bike-Verbotsschild. Es ist klein, aus Holz und sieht irgendwie freundlicher aus als die blechernen Kollegen, die einen sonst so anschreien. Schon deshalb möchte man es nicht ignorieren. Also doch noch mal die Karte rausgekramt und eine Umfahrung gesucht. Da wird es auf einmal dunkel. Es blitzt, es donnert – und schüttet auch schon los. Der dichte Blätterwald hält uns noch halbwegs trocken, bis es zu gießen beginnt. So werden wir auf dem letzten Flowtrail mit dem Schlamm nach Kaltern hinuntergespült. Matthias, unser Hotelwirt im Haus am Hang, muss Gott sei Dank lachen, als er uns sieht. "Morgen solltet ihr früh los, wenn ihr auf den Penegal wollt. Für den Nachmittag sind wieder Gewitter angesagt." Matthias ist selbst kein Biker, aber er stellt jedes Jahr sein Seegrundstück für das BIKE Women Camp zur Verfügung. In den Genuss dieser Badewiese am Kalterer See mit Weidebäumen, Steg und kleiner Bar mit Sonnenterrasse kommen sonst nur seine Hotelgäste.

Der Gipfel des Penegals liegt mittig im Mendelkamm. Man erkennt ihn vom Tal aus an seinen Sendemasten. Schon wegen des angekündigten Gewitters treten wir nicht die Mendelpass-Straße hoch, sondern lösen ein Ticket für die Mendelbahn. "Das machen wir während des Camps auch so", erzählt Karen. "Denn zum Penegal geht es schon noch ordentlich rauf."

Oben am Mendelpass angekommen, entdecken wir im Gebäude der Standseilbahn eine nette Bar mit typisch italienischem Café-Tresen. "Noch zu!" ruft Karen über die Schulter. Klar, ist ja auch erst halb zehn. Dabei überqueren wir hier am Mendelpass gerade die Grenze ins Trentino. Das ist doch eigentlich schon das italienischere Italien. Wir rollen auf der Hauptstraße an verschnörkelten Villen aus längst vergangenen Zeiten vorbei. Man kann sich noch gut vorstellen, dass das mal ein mondäner Ort war, in dem selbst eine Kaisern Sissi frische Bergluft schnappte. Heute knattern hier vorwiegend Motorradfahrer auf dem Weg ins Nonstal durch. 360 Höhenmeter fehlen uns noch zum Gipfel. Doch kurz vorher kurbeln wir auf einen Betonquader zu: das Panoramahotel Penegal. Abgelegen wie es ist, könnte es locker als Kulisse für einen zweiten Teil von Stanley Kubricks Grusel-Klassiker Shining herhalten. "Lass uns mal reingehen!" Karen hat den Film mit Jack Nicholson offenbar nicht gesehen. Wir durchqueren ein mit Teppichen ausgelegtes Kaminzimmer und treten durch eine Glastür auf eine große Terrasse. Die Café-Tische sind heute unbesetzt, aber der Blick reicht von Bozen über die Dolomiten, den Kalterer See bis weit ins Etschtal hinein. Und das Gewitter drückt schon in der Luft. Also schnell weiter: Die Wegmarkierung 500 leitet uns kurz hinterm Gipfel links, einen steinigen Waldweg hinunter. Dann bestimmt ein flaches, sanftes Erdband den Kurs. Eingebettet ins Almgras kurvt es durch einen lichten Lärchenwald. Rechtsrum, linksrum – manche Kurven sind sogar mit kleinen Anliegern versehen. Eigentlich müsste man ein Foto von diesem Märchen-Trail machen, aber keine von uns möchte den Flow unterbrechen. Eine quer verlaufende Schotterstraße schiebt dem Fahrspaß dann doch einen Riegel vor. Ein Supertrail!

  Wenn über Kaltern Wolken aufziehen, bleiben sie am Mendelkamm gern hängen.Foto: Wolfgang Watzke
Wenn über Kaltern Wolken aufziehen, bleiben sie am Mendelkamm gern hängen.

Karen kramt ihre Karte aus dem Rucksack und kritzelt mit Kuli ein Ausrufezeichen neben dem Trail. So, jetzt links die Schotterstraße bergab. Karen deutet in der Karte auf zwei bereits notierte Ausrufezeichen. Hier rechts fahren ginge auch, aber da wartet ein richtig heftiger Trail durch die Mendelkamm-Steilwand. Also nichts für uns, denn wir suchen ja Flow. Gerade, als wir auf dem letzten Ausrufezeichen dahinkurven, wird es schon wieder dunkel. Ein Regenvorhang fegt uns zurück auf den Mendelpass, wo wir in einem Café Schutz suchen.

"Der 500er? Ja, der ist gebaut." Wir starren Armin fassungslos an. Wie, wer baut denn hier Trails? Der Wirt des Hotels Traminer Hof zuckt mit den Schultern und zapft für seine Gäste weiter Bier zum Abendessen. "Irgendwelche Jungs halt." Quatsch, das müssen Meister gewesen sein! Und wer baut schon versteckt in der Natur solche Flowtrails? Armin bleibt beim Achselzucken. Dabei weiß er bestimmt mehr. In Sachen Mountainbike ist er schließlich seit 1993 die Koryphäe im Tal. Es gibt keinen Trail an der Weinstraße, den er und sein Sohn Andreas noch nicht mit GPS vermessen haben. Für seine Gäste hat Armin sogar eine Trail-Karte drucken lassen, obwohl er sowieso täglich geführte Touren anbietet. Das beschert ihm selbst jetzt, in der Nebensaison, ein volles Haus. Gerade möchte wieder eine Gruppe Hardtail-Fahrer aus Starnberg einchecken. Die Oma übernimmt derweil die Arbeit am Zapfhahn. Als Armin zurück an unseren Tisch kommt, hat er uns die Tour für morgen schon aufs GPS-Gerät geladen. Cisloner Alm, aber nicht der heftige 1er-Trail vorne runter, sondern hinten die leichteren Pfade über Wasserfall und Pferdewiese. Ein Glas Gewürztraminer später wagt Karen einen Vergleich: "Eigentlich ist das Biker-Revier rund um Kaltern ja deutlich vielseitiger als der Vinschgau nebenan, oder?" Wieder zuckt Armin mit den Schultern: "Keine Ahnung, ich war noch nie im Vinschgau zum Biken." Jetzt fällt uns aber die Gemüselasagne von der Gabel. "Nein, mir ist auf unseren Trails noch nie langweilig geworden. Was soll ich dann im Vinschgau?”

Als wir am nächsten Tag die letzten Kehren des Pferdewiesen-Trails runterkurven, scheint immer noch die Sonne. Kein Gewitter in Sicht. Das könnte bedeuten – ja richtig! – der Gretl-am-See-Kiosk hat geöffnet. Etwa 20 Mountainbikes lehnen am Holzzaun, wir können gerade noch einen Tisch ergattern. Eigentlich sitzt man hier mitten auf dem Großparkplatz ohne Blick auf den See, genauso unidyllisch wie in der Mecki-Bar am Gardasee. Aber es gibt eben Plätze, die haben einfach eine magische Anziehungskraft auf uns Biker.


DIE KALTERNER SZENE

Das Angebot an Restaurants und Weinkellern ist in dem bekannten Ort an der Weinstraße natürlich riesig. Deshalb haben wir Karen Eller um ihre Lieblingsplätze gebeten:


Gretl-am-See-Kiosk
Guter, zentraler Startpunkt für Touren und "The place to be" zum Après-Bike. Der moderne Kiosk liegt zwar etwas unromantisch am großen Parkplatz am See, ist aber dennoch so etwas wie die Mecki-Bar von Kaltern. Ab 11:30 Uhr werden hier die Rollos hochgezogen. Dann gibt es kleine Snacks und Aperol Sprizz. Zum Espresso wird ein kleines, leckeres Softeis gereicht, und hin und wieder wird hier samt DJ eine Party gefeiert. www.gretlamsee.com

  Der Gretl-am-See-Kiosk hat leckere Snacks und immer einen Aperol Spritz parat.Foto: Wolfgang Watzke
Der Gretl-am-See-Kiosk hat leckere Snacks und immer einen Aperol Spritz parat.


Bar an der Mendelbahn
Gleich nach dem Aussteigen aus der Mendelbahn gibt’s am Pass einen sehr guten Espresso in der alten, kultigen Bar.


Panorama-Hotel Penegal
Von der Mendelbahn klettert man noch 350 Höhenmeter auf der Asphaltstraße zum Penegal hinauf und steht plötzlich vor dem gleichnamigen Hotel. Auf den ersten Blick erinnert der Kasten an das Hotel aus dem Film Shining. Was man von vorn aber nicht sieht: Auf der Rückseite wartet eine große Terrasse mit dem wohl schönsten Blick übers gesamte Etschtal, und der Apfelstrudel ist ebenfalls sehr lecker. Penegal 8, Mendelpass, Tel. 0039/0471/200769, www.penegal.com


Seeperle
Arthur von der Seeperle ist auch bekannt als der "verrückte" Winzer vom Kalterer See. Seine Weißweine heißen "Echt geil", "Knackig" oder "Scharf" und seine Rotweine "Seitensprung" oder "Rotlicht". Es ist immer sehr lustig, bei ihm nach der Bike-Tour noch auf ein Glaserl Weißwein einzukehren. Seine Bar liegt direkt an der Weinstraße. St. Josef am See 28, Kaltern, Tel. 0039/0471/960158, www.seeperle.com


Villa Raßlhof und Gamper Keller
In diesem Weingut mit Buschenschank kann man sehr originell ein Glaserl Kalterer See verkosten und sitzt dabei in einem riesigen alten Weinfass, inklusive Weinstein an den Wänden. Alexander-von-Keller-Weg 11, Tramin,
Tel. 0039/0471/861222, www.buschenschank.it


Weingut Dominikus
Der Weinkeller Dominikus ist ein Original. Der Vater des Gutsbesitzers, Dominikus Morandell, hat das urige Gewölbe einst selbst unter seinen Weinberg gegraben. Weinverkostung mit Seeblick, Di. und Fr. um 17 Uhr Kellerführung. St. Josef am See 39, Kaltern, Tel. 0039/0471/960576, www.dominikus.it

  Das Angebot an Restaurants und Weinkellern in Kaltern ist groß.Foto: Wolfgang Watzke
Das Angebot an Restaurants und Weinkellern in Kaltern ist groß.


Castel Sallegg
Etwas oberhalb des Dorfzentrums, aber noch mitten in Kaltern, thront das Schloss Sallegg mit einer uralten Weintradition. Die Weinverkostungen finden im wunderschönen Innenhof zwischen Orangen- und Zitronenbäumen statt. Unterwinkel 15, Kaltern, Tel. 0039/0471/963132, www.castelsallegg.it


Pizzeria Geier
Direkt am Fußweg um den See stößt man auf die Pizzeria Geier mit Seeblick-Terrasse. Die Pizza ist ausgesprochen lecker, Fleisch und Salate aber auch. St. Josef am See 12, Kaltern, Tel. 0039/0471/960156, www.kalterersee.com/geier


Kalterer Hof
Ebenfalls leckere Pizza und typische Südtiroler und Trentiner Gerichte direkt in der Altstadt, Via dell’Oro 23, Tel. 0039/0471/964343, www.kaltererhof.eu


Goldener Stern
Glutenfreie Pizza aus dem Holzofen! Das Restaurant Goldener Stern ist ein originelles Lokal, in das auch die Einheimischen sehr gerne zum Essen gehen. Ich mag am liebsten die Pizza mit einem Teig aus Kamut. Andreas Hofer-Str. 20, Kaltern, Tel. 0039/0471/962696, www.goldenersternkaltern.it


Seehofkeller
Mein Lieblingsrestaurant am Kalterer See. Toll für romantische Abendessen zu zweit. Man sitzt auf der Terrasse bei Kerzenlicht mit Blick über die Weinberge und den See. Wenn man sich richtig gut versteht, teilt man sich das Fiorentina-Steak. (sechs Zentimeter dick und bis zu ein Kilo schwer!), St. Josef am See 60, Kaltern, Tel. 0039/0471/960020, www.seehofkeller.com


Lexnhof
Am Ende der Abfahrt von der Cisloner-Alm-Tour kommt man in Montan an diesem urigen Hof vorbei. Der Blick von der Holzterrasse reicht weit übers Etschtal, und auf der Karte stehen zum Beispiel: selbst gebackenes Brot aus Hanfmehl oder auch Schupfnudeln aus Cannabismehl. Die Wirtin selbst ist auch irgendwie ein bisschen crazy. Auch Ferienwohnungen! Glenerweg 24, Tel. 0039/0471/960563, www.lexnhof.it

  Der Lexnhof  warten mit tradionellen Gerichten auf hungrige Biker.Foto: Wolfgang Watzke
Der Lexnhof  warten mit tradionellen Gerichten auf hungrige Biker.


Eis Essen
Es gibt zwei Eisdielen in der Region, die ausgesprochen liebevoll geführt werden, leckeres Eis haben und direkt an Touren-Routen liegen: Eiscafè Trude im Norden von Kaltern an der Hauptstraße, Bahnhofstr. 9, Kaltern, www.cafetrude.com und die Eisdiele im Zentrum von Neumarkt. Wer die Tour Cisloner Alm fährt, kommt am Ende in Neumarkt raus. Der kurze Abstecher links ins Zentrum lohnt sich!


INFOS KALTERN AM SEE


Das Revier
Kaltern an der Weinstraße liegt auf 425 Metern Höhe. Das Touren-Revier umschließt auch die Nachbargemeinden Eppan und Tramin. Mit dem 2116 Meter hohen Mendelkamm auf der einen Talseite und dem 1781 Meter hohen Trudner Horn sowie dem nicht ganz 700 Meter hohen Mitterberg eröffnet das Revier diverse Touren-Möglichkeiten. Gerade die vielen, einfach zu fahrenden Pfade machen das Gebiet für Trail-Einsteiger interessant. Aber es gibt auch Abfahrten, die man als sehr bis extrem sportlich einstufen kann.


Anreise
Auf der Brenner-Autobahn bis zur Ausfahrt Bozen-Süd und weiter über die ausgeschilderte Weinstraße nach Kaltern. Oder eine Autobahnausfahrt weiter "Neumarkt, Auer, Tramin" und dann auf der Weinstraße nach Kaltern. Von München 295 km, Fahrzeit 3 Stunden.


Karten und Touren-Infos
Tabacco-Karte "Südtirol – Strada de Vino", Nr. 049, Maßstab 1:25000.
GPS-Touren: Unter www.kaltern.com kann man sich die GPS-Daten der Klassiker-Touren herunterladen. Eine Touren-Karte mit allen eingezeichneten Trail-Touren erhält man im Traminer Hof, www.traminerhof.com
Geführte Touren Bikeguide Roland Zozin bietet einmal in der Woche geführte Touren, aber auch Fahrtechniktrainings an. Treffpunkt am Tourismusbüro Kaltern. Infos zum geplanten Saisonprogramm und Anmeldung: www.kaltern.com
Wer sich den täglich geführten Touren von Armin Pomella im Traminer Hof anschließen möchte (auch als Nicht-Hotelgast möglich): Infos www.traminerhof.com


Unterkünfte
Schon wegen seiner Törggelen-Tradition findet man im ganzen Tal Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel. Wir haben im zentral gelegenen Haus am Hang übernachtet, das wir in Sachen Freundlichkeit und Küche (!) sehr empfehlen können. www.hausamhang.it
DAS Bike-Hotel der Region ist aber der Traminer Hof im benachbarten Tramin, www.traminerhof.it


Infos allgemein
Alle Informationen zu weiteren Events und Unterkünften: Tourismusverein Kaltern am See, Tel. 0039/0471/963169, www.kaltern.com

  Die 5 Top MTB Touren in KalternFoto: Wolfgang Watzke
Die 5 Top MTB Touren in Kaltern

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