Wenn eine Transalp-Route am Col d’Allos auf 2247 Metern Höhe startet und nach acht Tagen auf ca. 600 Metern in der Provence endet, dann geht es definitiv deutlich mehr bergab als bergauf. Allerdings lassen es die Guides von Ride Alpine Trails nicht dabei. Schließlich sollen sich in dieser Saisonabschluss-Woche im Oktober die Crème de la Crème aller Provence-Trails die Hände geben.
Es wird auf dieser Tour also auch geshuttelt. Und zwar mit einem speziellen Offroad-Fahrzeug, das noch ein wenig näher an die hochalpinen Trail-Einstiege des Ubaye-Tals gelangt. Das spart nicht nur Kraft, sondern auch wertvolle Zeit, die man viel spaßiger auf den nicht enden wollenden Trail-Abfahrten der Route einsetzen kann. 14.000 Tiefenmeter wird es insgesamt bergab gehen, allerdings sammeln sich in den acht Tagen auch 7500 Höhenmeter Gegenanstiege an. Warum diese Mühsamkeiten? Weil diese Anstiege, die auch mal schiebend und tragend überwunden werden müssen, zu sehr exklusiven Trail-Abfahrten führen, die sonst kein anderer Veranstalter im Programm hat.
Was man aber verraten darf: Die Tour startet im Ubaye-Tal, im Kreise der südlichsten 3000er der Westalpen, hangelt sich dann durch die Grenzgebiete zwischen Frankreich und Italien, nimmt schließlich Kurs auf die Verdun-Schlucht und endet in den berühmten Terres Noires bei Digne-les-Bains. Übernachtet und eingekehrt wird jeweils in urigen Bergdörfern, um die immer noch ein Hauch Lavendel weht, obwohl die Felder längst ausgeblüht sind. Je weiter es gen Süden geht, desto mehr duftet es nach dem Wein, der abends beim Essen in Karaffen auf dem Tisch stehen wird.
Was man aber dringend mitbringen muss, um dieses Trail-Feuerwerk auch genießen zu können, ist stabile Fahrtechnik, Kondition und Willen für auch mal sportliche Gegenanstiege. Außerdem sollte man das Bike vor der Tour noch mal gründlich durchchecken, denn Fahrwerk und Bremsen werden auf dieser Route ordentlich gefordert.

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