Trail-Park Paguera auf Mallorca eröffnet

Henri Lesewitz

 · 25.01.2015

Trail-Park Paguera auf Mallorca eröffnetFoto: Henri Lesewitz
Trail-Park Paguera auf Mallorca eröffnet

Mallorca ist ein Radsport-Paradies, doch der riesige Anteil an Privatland machte Mountainbiken eher schwierig. Jetzt wurde der erste Trail-Park der Insel eröffnet.

Die Sonne scheint emsig. Die Landschaften sind episch. Dazu pendeln die Touristenflieger so eng getaktet, dass man sie fast schon als verlängerten Arm des deutschen Nahverkehrsnetzes bezeichnen könnte. Mallorca ist die beliebteste Ferieninsel der Deutschen. Und das Radsport-Paradies schlechthin. Jedes Frühjahr pilgern die Kilometerhungrigen in Scharen nach Mallorca, um sich bei angenehm lauwarmen Temperaturen in Schwung zu bringen. Doch so paradiesisch die Bedingungen für Rennradler auf Mallorca sind, so schwierig sind sie für Mountainbiker.

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Dem Meer entgegen: Der Trailpark von Paguera bietet herrliche Ausblicke.
Foto: Henri Lesewitz

Biken auf Mallorca ab sofort für jedermann

Ein großer Teil der Insel ist Privatland. Wer Trails fahren will, braucht exzellente Orts-Kenntnisse, um im Labyrinth der Zäune und Gatter nicht zu verzweifeln. Die schlechte Nachricht: Daran wird sich vorerst wohl nichts ändern. Die gute Nachricht: Biken auf Mallorca ist ab sofort für jedermann möglich. In Paguera, einem Tourismus-Örtchen an der schroffen Südküste, wurde in der vergangenen Woche der erste Trail-Park von Mallorca eröffnet. Harald Sandner, der vor Ort eine Bike-Station betreibt, und Michael Kuttler, der für die Station arbeitet, hatten die Idee. Die Verantwortlichen vom Tourismus-Amt waren begeistert und sicherten ihre volle Unterstützung zu. Zwei Jahre lang zog sich die Umsetzung dahin. Nun schnippelte die Bürgermeisterin von Paguera, Christina de León, feierlich das Eröffnungsband durch.

Die Trails: eher flowig als radikal – für ganz normale Biker

Die wichtigsten Infos hier schon mal in Kürze: Vom zirka 300 Meter hoch gelegenen Start-Plateau führen neun Strecken mit drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden in Richtung Meer. Die Strecken können miteinander kombiniert werden. Sie haben einen eher flowigen Charakter. Radikale Sprünge und gebaute Hindernisse gibt es nicht. Wer die Trails fahren will, muss selber zum Startpunkt kurbeln.

  Flow statt Monstersprünge: Strecken-Scout Michael Kuttler (re.) hat Wert darauf gelegt, dass die Strecken auch für durchschnittliche Biker machbar sind.Foto: Henri Lesewitz
Flow statt Monstersprünge: Strecken-Scout Michael Kuttler (re.) hat Wert darauf gelegt, dass die Strecken auch für durchschnittliche Biker machbar sind.

"Ein Park für ganz normale Biker", formuliert es Harald Sandner. Sein Kollege Michael Kuttler, der selbst regelmäßig bei Enduro-Rennen startet, nickt: "Selbst Biker, die gerne anspruchsvolle Trails fahren, können sich hier wunderbar austoben. Wer meterhohe Drops und riesige Doubles sucht, ist hier aber falsch."

Einen Überblick über die Strecken gibt es auf der Website von Rad International: www.rad-international.de/de/mountainbiking/. Der Park ist ganztägig und kostenlos geöffnet.


Den ausführlichen Hintergrundbericht zur feierlichen Eröffnung des Paguera Trailparks auf Mallorca finden Sie hier.

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