Trail-Guide TarifaSurfer’s Paradise - die 3 Top-Runden für Mountainbiker

Der La Balu-Trail führt durch den größten Korkeichen-Wald der Iberischen Halbinsel.
Foto: Philipp Herfort
​Startpunkt: Parkplatz am Hotel Hurricane oder an der Bushaltestelle Torre de la Pena.

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Dort wo sich die Surfer im Wasser tummeln, gibt es im Hinterland häufig auch für Biker schöne Wellen abzureiten. So auch in Tarifa, an der Südspitze Spaniens. Hier haben sich die Locals ein großes Trailnetz angelegt.

Text: Julia Schaefer

​Der Wind reißt wild an meinen Haaren und schleudert sie mir immer wieder mit Schwung ins Gesicht. Meine Lippen schmecken nach Salz. Es stammt von der Gischt der beiden Meere, die wie Donnergrollen rechts und links von uns auf die großen Felsblöcke krachen. Wir stehen hier auf einem schmalen Damm am südlichsten Punkt Kontinentaleuropas und schauen eine ganze Weile dabei zu, wie das eigentlich zahme Mittelmeer und der deutlich wildere Atlantik aufeinandertreffen. Afrikas Küste gegenüber zeigt sich heute nur milchig. Wahrscheinlich ist die Luft gerade zu salzhaltig und diesig. Daniel schreit etwas ins Getose, ich verstehe kein Wort. Er lacht und versucht es mit Zeichen – ah okay, wir gehen zurück.

Beim Umdrehen blicken wir auf eine ganz besonderen Stadt: Tarifa. Vor ziemlich genau einem Jahr sind wir zufällig mit unserem Camper durch die kleine andalusische Stadt gecruist. Damals haben wir nur für einen kurzen Kaffee gestoppt. Doch obwohl wir leider immer noch keine Surfer sind, haben wir die Magie dieses Ortes gespürt. Uns war klar: Wir werden hierher noch mal zurückkehren. Nicht mit dem Surfbrett, aber mit dem Mountainbike. Denn das bergige Hinterland sah bereits im Rückspiegel ausgesprochen spannend aus.

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Trails zwischen Europa und Afrika

Als wir tatsächlich Ende November gemeinsam mit unseren Kindern und Freunden die südlichste Stadt Spaniens erreichen, wird uns schlagartig bewusst, warum es Kitesurfer aus aller Welt nach Tarifa zieht. Entlang der gesamten Küste wimmelt es nur so von kleinen bunten Punkten, die mit Hochgeschwindigkeit übers Meer jagen und sich immer wieder in den Himmel reißen lassen. Dahinter zeichnet sich die 2000er-Kulisse des marokkanischen Rifgebirges ab. Man könnte in eine der Fähren steigen und in 30 Minuten drüben in Afrika, und damit in einer völlig anderen Welt, sein. Doch uns erscheint die europäische Seite erstmal abenteuerlich genug: Trotz des konstant wehenden Windes soll es hier auch lokale Mountainbiker geben, die sich hier ihr eigenes Trailnetz im Hinterland geschaffen haben. Deren Empfehlung lautete vorab: Mit unserem Fünfjährigen sollten wir am besten die flowigen Runden um Tarifa versuchen. Die Höhenmeter, die hier zusammen kommen, wären auch für Valentin machbar. Für die abfahrtslastigeren Erlebnisse, samt technischer Trails und stufiger Abschnitte sollten wir das Hinterland anpeilen und anschließend ein paar Runden im „Trailcenter“ drehen. Dort fänden wir viel Trailzeit ohne uns lang mit Höhenmetern abmühen zu müssen.

Doch zunächst müssen wir noch unser gebuchtes Hotel am Meer suchen. Dank Navi finden wir es auch irgendwann – am Strand von La Pena, zwischen zwei Campingplätzen, in einer Art Garten Eden mit eigenem Meerzugang. Damit hätte hier im trockenen Süden des Landes niemand gerechnet. Blumen in allen Farben, Palmen und Bananenpflanzen umranken das Haus. Und was noch viel praktischer ist: Die Touren starten fast vor der Haustür. Man muss nur die Küstenstraße queren und fädelt kurz darauf ein, in den GPX-Track, der uns hier eine angenehm ansteigende Schotterstraße hinauflotst. Knapp 500 Höhenmeter, die sich ganz easy anfühlen können oder doppelt hart – je nachdem, wie gut es der Tarifa-Wind eben gerade mit dir meint. Die Windräder, die das Landschaftsbild im Hinterland der Stadt prägen, surren jedenfalls recht geschäftig, als wir den Hausberggipfel erreichen. Von hier oben reicht der Blick gen Norden bis weit ins andalusische Land.

Wie versprochen, startet der Local-Trail am Sockel des ersten Windrads: Ein rotes Lehmband, das uns mitnimmt auf eine wilde Fahrt durch Macchia-Gestrüpp. In trockenem Zustand ein Gedicht von Flow und Griffigkeit. Doch wie wir ein paar Tage später feststellen, kann dieser Trail nach ein paar Regengüssen auch ganz anders: Dann spülen die Wassermassen in Steilpassagen seine steinigen Rippen frei und in den flachen Abschnitten kleben Lehmpfützen das Reifenprofil zu. Aus dem sonst flowigen Surf-Erlebnis wird dann schnell ein rutschiger Rodeo-Ritt. Vor allem im unteren Bereich, wo der Trail mit einigen engen Kurven und hohen Absätzen aufwartet.

Beeindruckend: die Duna de Bolonia

Ein sandiger Pfad entlang der Küstenlinie ist unsere Verbindung ins Zentrum von Tarifa. Das Leben der kleinen Hafenstadt verteilt sich in einem Geflecht aus schmalen Gassen. Es macht Spaß durch die verwinkelten Ecken zu schlendern und hier für einen Café con Leche, dort für ein paar Tapas Platz zu nehmen. Zwischendurch probiert man in einem der hübschen Shops ein Shirt und flaniert mit einem Eis in der Hand an der Stadtmauer vorbei weiter zum Hafen. Dort führt der Damm zwischen den Meeren zur Isla de las Palomas, auf der sich eine Militäranlage befindet, weshalb sie für Besucher gesperrt ist.

In eine beeindruckende Stille tauchen wir ein paar Tage später ein: die Duna de Bolonia. Wir haben die Bikes ins Auto geladen, um zum Einstieg der Bolonia-Trails hinauf zu shutteln und machen an diesem Naturdenkmal an der südatlantischen Küste nahe Cadiz kurz Halt. Wie ein Wal schiebt sich die 30 Meter hohe Sanddüne hier Körnchen für Körnchen tiefer in den Pinienwald. Man sieht es natürlich nicht, wenn man davor steht, aber der starke Levantewind formt und verändert die Landschaft hier ständig und schafft so wechselnden Lebensraum für Pflanzen- und Tierwelt.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum die Trails bei Bolonia so vielseitig sind. Wir können hier einfache Runden mit den Kindern drehen, aber auch mal allein auf eine der technischeren Lines abbiegen. Ein Trail zeigt sich dabei besser als der andere. Von fluffig bis technisch und steil ist alles mit dabei.

„Mama, ich hab Hunger!“, wenn dieser Satz fällt, nehmen wir den Mirlo-Trail. Er führt zu einem nahe gelegenen Restaurant. Sandig und flowig windet der sich um die Pinienbäume, hat aber durchaus Tücken in Form von Sandpfannen. Wenn man da nicht locker in den Hüften bleibt und das Bike seinen Weg finden lässt, kann man schon mal einen Salto-Abgang hinlegen. Gott sei Dank tut das bei dem weichen Untergrund nicht weh und Kinder lernen ja bekanntermaßen schnell.

Den besten Grip hat man hier nach einem Regenschauer. Allerdings nicht nach einem Unwetter, wie wir es mitten in unserem Urlaub erleben. Wahre Wolkenbrüche schütten sich mehrere Tage über der Region aus. Einige der richtig guten Trails reißt das Wasser komplett mit, darunter auch den Mirlo-Trail, den die Kinder wegen seiner Wurzeln und Felsen als Absprunghilfen am liebsten haben. Doch die Locals sind schnell mit den Schaufeln und renovieren die Abfahrt zur Einkehrstation als erstes. Der Trail führt direkt zum Restaurant Justito de Copas, auch der „Balkon von Punta Paloma“ genannt, weil man von ihr aus einen großartigen Blick aufs Meer genießt – jedenfalls so lange bis das Essen kommt. Dann sind alle Augen auf all die aufgetischten Tapas fokussiert. Vor allem wenn es um die Schälchen mit Pimientos de Patron, Pescado fresco und Pulpo de Gallega geht. Leider können wir nach dem Essen nicht einfach an der Küste entlang zum Hotel zurückrollen, sondern müssen noch das oben am Traileinstieg geparkte Auto holen. Also den Berg noch mal hochkurbeln, was sich mit vollem Bauch etwa dreimal so steil anfühlt.

Nach einigen Tagen mit Touren, Trails und Strand, kurzer und heftiger Schlechtwetterpause und herrlichem Essen müssen wir wieder die Heimreise ins graue November-Deutschland antreten. Hoffen wir, dass uns die sommerlichen Landschaftsbilder im Kopf eine Weile durch den Winter tragen. Aber vorher lassen wir uns auf dem Damm zwischen den zwei Meeren den Wind nochmal richtig durch die Haare wirbeln. Nach dieser Zeit in Tarifa, kommt mir der Ort zwischen Europa und Afrika noch magischer vor. Ich kenne nur wenige Orte, die alles, was man liebt in so greifbarer Nähe haben. Allein weil es hier auch den Kindern so gut gefällt, dass sie den Tag draußen in der Natur sein wollen, begeistert mich. Deshalb steht fest, dass wir wieder kommen werden. Wer weiß, dann vielleicht sogar mit einem zusätzlichen Kite im Gepäck.

Was man wissen muss

​In der „Surf-Hauptstadt Europas“ ist alles auf den Wassersport ausgerichtet. Biker sind hier noch weit in der Unterzahl. Aber nach und nach sprießen Trails, Shops und Tourenangebote aus dem Boden.

​Das Revier

Die kleine Hafenstadt Tarifa liegt in Andalusien, an der Costa de la Luz und markiert den südlichsten Punkt des europäischen Festlands. Direkt vor der Tür: die Straße von Gibraltar – die Meerenge, in der Mittelmeer und Atlantik aufeinandertreffen und die den afrikanischen Kontinent gerade mal 14 Kilometer von Europa trennt. Diese geografische Sonderlage wirkt wie ein Windkanal, weshalb Tarifa vor allem ein Hotspot für Kite- und Windsurfer ist. Im Gegensatz zur übrigen spanischen Küste sind die Strände hier naturbelassen und auch das Hinterland wenig verbaut. So bieten die bis zu 850 Meter hohen Hügel hinter Tarifa, aber auch die Küstenlinie, genügend Platz für Trails, die hier von den Locals angelegt und liebevoll gepflegt werden.

So kommt man hin

Zwischen München und Tarifa liegen knapp 2500 Straßenkilometer. Für eine Anreise mit dem Auto muss man mit mehr als 25 Stunden rechnen. Das lohnt sich nur bei einem mehrwöchigen Roadtrip, auf dem man mehrere Bikestopps einplant. Gleiches gilt für die Anreise mit der Bahn. Ein Direktflug von Deutschland zum nächstgelegenen Flughafen Malaga dauert dagegen nur drei Stunden. Von dort sind es noch mal zwei Fahrstunden mit Bus oder Mietwagen bis nach Tarifa (160 km).

Beste Reisezeit

Für Windsurfer gibt es von Mai bis September die besten Bedingungen. Dann kann es in Tarifa zwar bis zu 36 Grad heiß werden, aber der Wind weht dann am konstantesten. Mountainbiker brauchen den Wind natürlich weniger, aber: Er macht die hohen Sommertemperaturen erträglicher. Wenn der besonders starke "Levante" vom Mittelmeer her bläst, ist man oben in den Hügeln sogar zum Großteil windgeschützt unterwegs. Wer dagegen lieber zu den frühlingshaften Temperaturen zwischen Oktober und April kommt, muss mit Regenfällen rechnen, die – wie bei uns letztes Jahr Ende November geschehen – auch mal recht heftig bis unwetterartig ausfallen können.

Bike-Adressen

Repack Bicycles: Bikeshop samt Top-Werkstatt und Leihbikes im Zentrum von Tarifa, Mar Adriatico, Nr. 4. Hier kennt man auch die spannendsten Biketouren, die bei Bedarf auch geführt angeboten werden. Infos: repacktarifa.com

Gleich in der Nähe: FT-ProBikes: Seit 10 Jahren mit Top-Modellen von u. a. Specialized am Start. Auch mit Werkstatt und Top-Service. Info: fernandotorresprobikes.com

Geführte Enduro-Touren: bikingtarifa.com

Übernachten

Die Strände um Tarifa sind ein Camper-Paradies. Hier gibt es fünf recht naturbelassene Plätze am Strand:

  • Camping Rio Jara
  • Camping Tarifa
  • Torre de la Pena
  • Taiga Tarifa Valdevaqueros
  • Camping Paloma

In der Kleinstadt selbst und entlang der Küsten gibt es aber auch Hotels und Pensionen unterschiedlicher Preiskategorien.

Wir haben uns im Hotel Hurricane, etwas außerhalb von Tarifa eingebucht. Ein 4-Sterne-Haus mit subtropischem Garten, Pool, hervorragendem Frühstück und Wellness-Angebot. Können wir definitiv empfehlen. Info: hotelhurricane.com

Essen und Trinken

In den verwinkelten Gassen der Stadt gibt es viele Pubs und Tapa-Bars. Dazu jede Menge Beachbars am Strand. Unsere Lieblings-Adressen: Cafe 10 und das Cafe Azul im Zentrum. In den kleinen, hübschen Cafes gibt es tolles Frühstück, Crêpes und leckere Sandwiches.

Allgemeine Infos

tarifa.de

Die 3 Trail-Touren von Tarifa

Tour 1: Die Dünen von Punta Paloma

  • ​Länge: 27,2 Kilometer
  • Bergauf: 346 Höhenmeter
  • Trailanteil: 28 Prozent
  • Schwierigkeit: S0-S1
Die Landschaftlichen Stars dieser Naturpark-Runde: Die Dünen und der sattblaue Atlantik.Foto: BIKE MagazinDie Landschaftlichen Stars dieser Naturpark-Runde: Die Dünen und der sattblaue Atlantik.

Tourenbeschreibung

Die Tour: Tolle Küsten-Tour durch die Schönheiten des Naturparks El Estrecho im Westen von Tarifa. Die ersten Kilometer führen mit leichtem Bergauf-Bergab an der Bundesstraße entlang.Eine Mischung aus Asphalt und naturbelassenem Weg. Dann biegt man links ab Richtung Dünen von Punta Paloma. Oft ist hier die Straße von der Düne zugeweht und ein fahren nicht möglich. Von der Düne aus hat man eine wundervolle Aussicht auf Tarifa, die beiden Meere und auf Afrika. Von nun an stetig bergauf. Kurz hinterm Restaurant Justito de Copas zweigt eine Schotterstraße ab, die200 Höhenmeter durch die Hügel hinaufklettert und sichbaldzu einem sandigenTrail samt lustiger Steilkurven verjüngt. Am griffigstenfährt sich der Pfad nach etwas Regen. Bergab übernimmt kurz ein Schotterweg, dann geht's wiederin einenPfad, bevor die insgesamt acht Kilometer lange Trail-Sause zum Strand hinunter beginnt. Kurze Asphaltstücke und ein kurzer, knackiger Anstieg, dann auf gleichem Weg zurück.

Schlüsselstellen: Ein paar Wurzeln, ein paar Steine – aber das eigentlich Tückische sind tiefere Sandpfannen. Sie bilden sich häufig in Kurven, wo die Reifen ohnehin schon schlechter greifen. Tipp daher: Mittig im Rad stehen und locker bleiben!

Einkehr: Die Restaurants Justito de Copas und El Mirlo warten auf dem Weg zurück durch Paloma Baja.

Info: In dieser Region warten unterhalb der alten Kaserne noch jede Menge mehr Trails!

Tour 2: La Balu-Trailrunde

  • ​Länge: 16,5 Kilometer
  • Bergauf: 541 Höhenmeter
  • Trail-Anteil: 34 Prozent
  • Schwierigkeit: S0-S2
Höhenprofil Tarifa Tour 2

Tourenbeschreibung

​Startpunkt: Parkplatz am Hotel Hurricane oder an der Bushaltestelle Torre de la Pena.

Die Tour: Kurzer Trail-Quickie mit einem langen Anstieg und anspruchsvoller Enduro-Abfahrt wieder bergab. Man folgt wieder der Schottersandpiste parallel zur Bundesstraße Richtung Westen, zweigt diesmal aber rechts in den Naturpark Los Alcornocales ab. Hier darf man die größten Korkeichen-Wälder Spaniens bewundern, während man sich auf der Fahrstraße bald Kurve für Kurve zu den Windrädern hinaufschraubt. Am Sockel des letzten Windrads zweigt schließlich die rot-lehmige Abfahrt ab. Ein technischer Trail, der immer wieder mit losen Steinen, Stufen und Steilpassagen überrascht.Im Prinzip handelt es sich um ein verzweigtes Netzwerk an Trails, die alle am „Hinkelstein-Parkplatz“ enden. Nach einem kurzen Stück auf Schotterstraße taucht man nach rechts sofort in den zweiten Teil des Trails ein, der erst nach insgesamt 3,5 Kilometern bei den ersten Häusern von La Pena endet.

Schlüsselstellen: Für diese lange, stufige und recht steile Abfahrt braucht man eine beherzte Fahrtechnik. Vor allem nach längeren Regengüssen, wenn sich die Reifenprofile mit Lehm zugesetzt haben.

Einkehr: Bars und Restaurants warten entlang der Route keine. Für die Aussichtspunkte vielleicht einen Snack mitnehmen!

Tour 3: Große Küstenrunde Tarifa

  • ​Länge: 52,5 Kilometer
  • Bergauf: 765 Höhenmeter
  • Trailanteil: 29 Prozent
  • Schwierigkeit: S0
Höhenprofil Tour 3 Tarifa

Tourenbeschreibung

​Startpunkt: Parkplatz am Hotel Hurricane​

Die Tour: Knackiger Tagesritt auf den El Palancar-Pass mit langem Trail entlang der Mittelmeer-Küste von Tarifa. Los geht’s mit fünf flachen Kilometern, auf welchen man sich wieder gemütlich einrollen kann. Diesmal Richtung Osten. Dann zweigt die erste kurze, aber knackige Steigung auf losem, steinigem Weg ab. Kurze Verschnaufpause, bevor sich eine vier Kilometer lange Rampe aufbaut. Das war’s aber noch nicht, denn nach kurzer Abfahrt lauern noch mal sieben Kilometer stramme Schotterpiste mit bis zu 13 Prozent Steigung bis zum Pass El Palancar. Von hier oben reicht der Blick über die Straße von Gibraltar. Wer Glück hat, wird hier oben nicht aus dem Sattel geblasen. Aber wie stark der Levanto hier sonst drüberfegt, zeigen die skurril gewachsenen Bäume am Pass. Das Gröbste an Höhenmetern ist geschafft. Die übrigen 32 Kilometer der Tour gehen bergab oder flach dahin – kurze Gegenanstiege nicht ausgeschlossen. Auf jeden Fall bespaßt die Abfahrt mit einer Mischung aus sandigem Flowtrail, kurzen Schotterpassagen, einsamen Bergstraßen und Blick auf Tarifa. Das Highlight folgt zum Schluss, wenn der Trail Meereshöhe erreicht und einige Kilometer knapp über dem Meer zurückführt.

Schlüsselstellen: Es gibt keine fahrtechnisch anspruchsvollen Stellen. Aber die Windböen können das Spurhalten schwierig machen. Speziell auf dem Küstentrail.

Einkehr: Während der Tour muss man sich selbst verpflegen, die ersten Bars und Restaurants gibt es erst wieder in Tarifa

Download der GPS-Daten

Abonnenten des BIKE-Magazins oder als Premium-Abonnenten von BIKE digital können die GPS-Daten der drei Tarifa-Touren auf bike-magazin.de unter “MEIN BEREICH” kostenlos downloaden. Dort haben habt ihr freien Zugang zum kompletten Touren-Archiv von BIKE.

Wer das Premium-Tourenportal von BIKE abonniert hat, findet die drei Touren automatisch in seiner App.

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