Norwegens HolyspotsHitzefrei am Fjord

Norwegens berge wirken höher, weil hier im Norden die Wolken tiefer hängen.
Foto: Martin Bissig
​Zwischen Slickrock, Fjorden und Zimtschnecken: Tom Öhler wollte der Hitze des Sommers entfliehen und entdeckte die Seele Norwegens. Ein Van-Trip zu den heiligen Spots des Nordens.

Text: Tom Oehler

Manche Reisepläne beginnen nicht mit einem Geheimtipp zu einem besonders schönen Trailrevier, sondern mit einem Schweißausbruch. Zu Beginn des Sommers überquerte ich zu Fuß einen großen Parkplatz. Etwa Hundert Meter noch zu meinem Campingvan, aber die Hitze flimmerte nur so über dem Asphalt. Schon auf halbem Weg war ich durchgeschwitzt. Ich öffnete die Tür, stieg ins gefühlt 80 Grad aufgeheizte Auto und griff zum Zündschlüssel. Ein Moment der Stille, dann ein Klick, und die ersehnte kühle Luft blies aus den Lüftungsdüsen. Endlich. Noch am selben Abend schrieb ich an meinen erprobten Reisekumpel Martin eine Whats App: „Bock auf Fjordnorwegen?“ Seine Antwort kam prompt.

Ein Plan war geboren: Mit Martin im Camper von Stavanger bis Ålesund und von dort aus danach weiter mit meiner Frau Ines und Tochter Greta irgendwie weiter. Hauptsache ein paar Wochen der Hitze entfliehen und dabei die Reset-Taste drücken. Als der Van endlich mit mir gen Norden losrollt, schleichen sich doch ein paar Zweifel in meinen Kopf: 2000 Kilometer – ganz schön weit, die Strecke nach Norwegen. Und so richtig gecheckt, ob man die bekanntesten Spots Norwegens überhaupt mit dem E-MTB abfahren darf, haben wir auch nicht. Aber die Hitze weicht mit den zurückgelegten Autobahn-Kilometern und die Vorfreude wächst. Keine Ahnung, was uns da im hohen Norden erwartet, Doch dann erinnere ich mich: Genau das ist doch der Reiz!

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Mitternachts-Magie am Lysefjord

Nach der Fähre und ein paar Stunden Schlaf in Kristiansand stehe ich überraschend pünktlich am Flughafen Stavanger. Martin hat die Anfahrt mit dem Flugzeug abgekürzt und ist bester Laune. Widererwarten zeigt sich auch Norwegens Himmel blau. Trotzdem starten wir erstmal mit einem Burger – für uns immer die Grundlage für große Ideen. Wobei sich Martin schon im Flieger Gedanken zu unserem ersten Spot gemacht hat.

Wir nehmen die Straße Richtung Kjerag und steuern bald eine irrwitzige Serpentinenstraße nach Lysebotn hinunter. Kurven und Tunnel mitten in einer Felswand mit Blick aufs Meer. Oder besser gesagt, auf einen der längsten Fjorde des Landes. Doch der Blick wird bald milchig – unten dann: Regen. Also ab ins Café, Kaffee und Zimtschnecke bestellen, Norwegen-Modus an. Am Abend wird es wieder heller, der Himmel klart auf. Wir kurven die Felswand wieder hinauf bis zum Einstieg des Kjerag-Wanderwegs. Es ist 20 Uhr beim Abladen der Bikes vom Heckträger. Kein Wind, kein Regen, nur dieses weiche norwegische Sommerlicht, das so bald nicht ausgehen wird. Es duftet nach feuchtem Fels. „Norwegischer Granit“, ergänzt Martin und ich rolle schon mal ein paar Testmeter darauf los. Glatt, tiefgrau, von der Eiszeit gezeichnet, und trotz Nässe erstaunlich griffig. Zuhause hatte ich mich noch gefragt, ob man darauf überhaupt fahren kann. Jetzt würde ich das Fahrgefühl mit „magisch“ beschreiben.

Bevor wir uns abstoßen, noch der obligatorische Kontrollblick: Gibt's irgendwo ein Verbotsschild? Nichts. Kein Schild, das Mountainbiken untersagt. Nur eines gegen Drohnen. Perfekt. Helm auf, Schoner an, los geht's. Im Vorfeld habe ich Videos zu diesem Trail gesehen. Darin ziehen sich Touristen an Seilen über die Felsplatten hoch. Genau solchen Wanderern begegnen wir unterwegs. Sie halten an ihren Seilen kurz inne, um freundlich zu grüßen, während ich mit dem E-MTB an ihnen vorbeiziehe. Kleine Bäche plätschern bald über die Slickrocks. Das macht die Sache noch technischer, aber keineswegs unfahrbar. Im Gegenteil: Die perfekte Line suchen zu müssen und dabei den Motor punktgenau einzusetzen, ist sogar noch spaßiger.

Trotzdem schaffen wir es heute nicht mehr bis zum Kjeragbolten. Nach etwa zwei Dritteln der Strecke beschließen wir umzukehren. Martin schiebt bereits seit einer ganzen Weile. Das E-MTB macht in diesem Terrain eben nicht für jeden Sinn. Dafür entdecken wir auf dem Rückweg einen unscheinbaren Abzweig vom Hauptweg. Kaum mehr als ein Pfad zwischen zwei Felsplatten. Neugierig folgen wir ihm und stehen plötzlich auf einer Klippe. Vor uns tut sich das volle Ausmaß der Kjerag-Steilhänge auf: Hunderte Meter senkrecht in die Tiefe abfallender Fels. Der Wind zerrt an unseren Jacken. Man sieht Wasserfälle wild rauschen, hört sie unten aber nur gedämpft aufschlagen. Wahrscheinlich eine dieser Absprungkanten für Basejumper. Davon hatten wir noch Stunden zuvor im Café in Lysebotn Bilder an der Wand gesehen. Ein Ort, der ehrfürchtig macht. Der Adrenalinspiegel klettert spürbar im Blut, auch ohne Absprung-Pläne im Kopf.

Schleichweg zum Trolltunga

Es ist fast Mitternacht, als wir zurück am Van sind. Die letzten Sonnenstrahlen tasten den Himmel feuerrot ab, Norwegen verabschiedet den Tag mit einem Lichtspektakel. Schnell die Ausrüstung verstaut, dann fahren wir ein Stück weiter bergauf auf ein weites Hochplateau – der perfekte Standplatz. Martin klettert nach dem Abendessen ins Dachzelt, ich strecke mich unten im Camper aus. Absolute Stille – herrlich. Keinen Wecker stellen, keinen Plan im Kopf, nur noch schlafen jetzt.

Leichter Regen trommelt uns schließlich aus dem Schlaf. Bei Müsli und Kaffee im Auto genießen wir das leise Prasseln, das diffuse Licht und dieses typische Norwegen-Gefühl: draußen grau, drinnen gemütlich. Als es später nur noch tröpfelt, sind draußen zumindest ein paar Stunt-Spielereien auf Slickrock-Platten möglich. Aber nur kurz. Dann ereilt es uns doch, das echte Norwegen-Wetter: Der Himmel wird finster, die Wolken sinken fast aufs Autodach und der Regen legt los. Also schnell alles zusammengepackt, nasse Klamotten auf den Haken, Heizung an, und weiter Richtung Norden. Ziel? – möchte das Navi wissen. „Trolltunga“, tippt Martin ein.

Eine der ikonischsten Felsformationen Norwegens, soll das sein. Zugleich aber auch ein Ort, an dem es wohl eher nach Großstadt aussieht als nach Wildnis. Laut Reiseführer können dort in der Hochsaison schon mal über zwei Stunden Wartezeit entstehen, nur für das berühmte Foto auf der Felszunge. Zum Glück sind wir azyklisch unterwegs, nämlich spät. Und: Wir parken am entferntesten Parkplatz. Schließlich haben wir E-Bikes und damit sind die ersten 700 Höhenmeter auf Asphalt schnell erledigt. dann wird's spannend: Ein festgetretenes Erdband mit ein paar kurzen Slickrock-Passagen übernimmt. Dazwischen immer wieder steile Stufen, auf welchen das Bike geschultert werden muss. Während wir uns so bergauf arbeiten, kommt uns eine endlose Karawane an Wanderern entgegen, Menschen aus aller Welt, erschöpft, durchnässt, aber durchweg gut gelaunt. „Wow, mit dem Bike?“ Den Satz hören wir oft. Die positive Offenheit der Norweger ist wirklich beeindruckend.

Als wir oben ankommen, liegt die Trolltunga menschenleer vor uns. Na ja, fast. Nur ein paar Camper stellen gerade ihre Zelte auf. Der Nebel hängt tief, reißt aber immer wieder kurz auf, um den Blick auf den türkisfarbenen Ringedalsvatnet freizugeben. Diese Mischung aus Stille, Weite und ständig wechselndem Licht – es ist pure Magie. Nur die "Trollzunge" selbst enttäuscht etwas. Auf Instagram-Fotos wirkt der Felsen deutlich schmaler und ausgesetzter. In der Realität aber kann man darauf mit dem Bike locker Kreise drehen, entspannnt Manuals ziehen und Sprünge über die Kante machen. Ein paar der Camper lachen und filmen uns dabei. Norwegen eben: offen, respektvoll und ein bisschen verrückt.

Gegen 23 Uhr sind wir zurück am Auto und checken kurz darauf im Campingplatz in Kinsarvik ein – heute muss eine Dusche unbedingt sein.

Der größte Gletscher Festland-Europas

Am nächsten Morgen hoppeln wir einen Wurzeltrail entlang bis wir vor dem Wasserfall Nykkjesøyfossen stehen: ein Naturtheater aus Gischt, Felsen und Donner. Dann geht's weiter Richtung Nigardsbreen-Gletscher. Eine Fünf-Stunden-Kurverei durch zahllose Tunnel und eine fast lautlose, weil elektrische Fährfahrt später, stehen wir am türkisblauen See Nigardsbrevatnet. Darüber hängt die Gletscherzunge ein Seitenarm des mächtigen Jostedalsbreen, dem größten Gletscher Norwegens und sogar Festland-Europas. Seine Eiszunge reicht bis auf 400 Meter über dem Meer. Schon aus der Ferne wirkt er wie ein schlafender Riese aus Eis und Stein, dessen Atem die Luft deutlich spürbar abkühlt.

Damit hatten wir nicht gerechnet, als wir zuhause die Pläne für diesen Spot geschmiedet haben. Aber egal, wir ziehen es durch. Ich zerre das Packraft aus dem Van, blase es auf, schnalle die Bikes darauf und paddle los. Über mir der Himmel, vor mir der Gletscher, surreal und still. Ein paar kleine Eisbrocken schwimmen im Wasser. Am anderen Ufer steige ich aus und verstecke die Bikes zwischen zwei Felsen: Plan A für den nächsten Morgen ist angerichtet.

Übernachten ist am Gletscherparkplatz eigentlich nicht erlaubt, zumindest nicht im klassischen Sinne von Camping - also Markise raus, Stühle aufstellen, usw. Das mögen sie hier gar nicht. Wer aber einfach im Van schläft, stößt auf keinerlei Probleme. Also bleiben wir und kochen uns im Auto ein paar Nudeln, während draußen die letzten Sonnenstrahlen über den Gletscher huschen. Im Moment fühlt sich der Ort wie das Ende der Welt an, zugleich aber auch wie ihr schönster Anfang. Wir folgen wieder unserem azyklischen Ansatz, nur starten wir diesmal früh, wenn alle anderen noch schlafen.

Kurz nach sechs ist die Luft klar, der See spiegelglatt. Wir wandern über den steilen, ruppigen Uferweg um den See herum. Aus der Nähe betrachtet hätte man den Pfad vielleicht doch fahren können, aber so habe ich das Packraft wenigstens nicht umsonst eingepackt. Wir heben unsere Bikes aus dem Versteck und pedalieren dem Fuß des Gletschers entgegen. Der Wind, der uns vom Eisriesen entgegenströmt, hat jetzt Gefrierfach-Temperaturen. Aber wir sind ja hier wegen der endlosen Slickrock-Flächen, von welchen sich der Nigardsbreen in den letzten Jahren immer mehr zurückgezogen hat. Der Grip auf dem noch nicht so lang eisfreien Untergrund ist top, aber nur, weil es trocken ist. Jetzt ein kleiner Regenschauer und die Reifen flitschen nur so unter uns weg.

Als wir direkt vor der Eiswand stehen, entdecken wir die Aufstiegsspuren der Gletschergruppen. Ich kann nicht anders, als ein paar Meter auf dem gefrorenen Untergrund zu probieren. Zum ersten Mal auf diesem Trip spüre ich, wie der Grip schwindet, fahrbar ist es trotzdem, aber nur mit Respekt und feiner Dosierung der Bremshebel. Irgendwann müssen wir umdrehen, um unseren Tagesplan nicht völlig zu sprengen. Der Rückweg macht mit seinen kleinen Drops, Übergängen und Rampen aus Naturstein viel Spaß, bis die Touristenströme anrücken. Eine 20-köpfige Gruppe aus bunten Jacken, ausgerüstet mit Steigeisen und Gurten, angeführt von nepalesischen Guides. Naturgemäß sind sie etwas überrascht, als ihnen plötzlich zwei Mountainbiker entgegenkommen. Am Parkplatz wartet bereits ein norwegischer Guide auf die Teilnehmer seiner Gruppe. Er sieht unsere Bikes, grinst und fragt: „How was it?“, mein breites Grinsen reicht ihm bereits als Antwort. Seine Reaktion: „I knew it!“

Inselträume bei Ålesund

Der Weg nach Ålesund ist unsere letzte, lange Etappe mit dem Auto und zugleich eine Fahrt durch Norwegens Seele. Tunnel mit Kreisverkehr, Brücken, Fjorde, Lichtspiele. Die Landschaft ändert sich ständig, und wir können uns kaum sattsehen. Am Abend rollen wir in die Stadt hinein, parken direkt am Meer und drehen auf den Bikes noch eine kleine Sightseeing-Runde. Die Sonne steht tief, das Licht strahlt golden. Wir warten auf meinen Freund Thomas, der in Ålesund zuhause ist. Eine Trial-Legende. Viel Zeit hat er nicht, aber natürlich den perfekten Tipp für uns: Godøya.

Für diesen Inseltrip durchqueren wir am nächsten Morgen vier Meerestunnel und gelangen dann über eine Brücke auf die Insel. Ziel: der Gipfel des Storhornet. Seine ersten 200 Höhenmeter entpuppen sich als unfahrbar: Natursteinstufen, nass, steil. Ich fluche kurz, dann trage ich. Warum muss ich auch einen Biketrialer um einen Tourentipp bitten?! Oben öffnet sich ein Plateau mit einem See, Nebel und Sonne wechseln sich ab. Der Ausblick ist überwältigend: Ålesund liegt unter uns, dahinter Fjorde, weiße Strände, glitzerndes Meerwasser. Und auch mit der Abfahrt hatte Thomas Recht: Sie ist technisch und stufig, genau mein Ding. Ein würdiger Abschluss unseres gemeinsamen Trips, den wir am Abend mit Thomas noch mal gebührend beim Sushi feiern. Morgen werde ich Martin am Flughafen absetzen und auf die Ankunft meiner Familie warten. Dann kann Norwegen-Reise Teil zwei starten.

Was von diesem Trip bleibt

Ich bin losgefahren, um der Hitze zu entfliehen und habe Norwegen gefunden. Diese Reise war mehr als ein Bike-Trip. Sie war eine Erinnerung daran, wie frei man sich fühlen kann, wenn man einfach losfährt. Martin war übrigens kaum in den Flieger gestiegen, da änderte sich das Wetter: Die Sonne kam raus und mit ihr eine norwegische „Hitzewelle“. Drei Wochen lang 30 Grad, Sonne, Strand, Surfen. Eine Hitzewelle in Norwegen ist kein Grund zur Flucht, sondern ein Geschenk. Danke Norwegen. Ich komme wieder. Ganz sicher.

Was man wissen muss

​Neben den landschaftlichen Highlights, staunt man in Norwegen auch über die Architektur, eine lückenlos funktionierende digitale Welt – und natürlich über hohe Preise.

​Anreise

Mit dem Fahrzeug per Fähre (meist ab Hirtshals, Dänemark) oder auf dem Landweg via Schweden (Brückenverbindungen). Fluganreise üblicherweise nach Stavanger oder Bergen und dann mit dem Mietwagen (Camper) weiter.

Beste Reisezeit:

Die Hauptsaison im Sommer reicht von Juni bis August. Das Wetter ist dann am stabilsten und die Tage sind lang. Wer in der Nebensaison anreist (Mai oder September) muss zwar mit kühleren Temperaturen rechnen, darf sich aber, gerade an den Hotspots über weniger Tourismus freuen.

Wetter & Kleidung

Das Wetter ist sehr wechselhaft; schnelle Umschwünge sind normal. Regenkleidung und das „Zwiebelprinzip“ (mehrere Schichten) sind essenziell. Achtung: Der Felsuntergrund (Granit) wird bei Nässe meist extrem rutschig.

Währung & Kosten

Landeswährung ist die Norwegische Krone (NOK), 100 Kronen entsprechen derzeit ca. 9 Euro. Bargeldloses Zahlen ist – wie überall in Skandinavien – flächendeckend Standard. Das Preisniveau für Lebensmittel und Dienstleistungen ist hoch. Selbstversorgung im Camper spart einiges an Reisebudget.

Jedermannsrecht

Das Übernachten in der freien Natur ist in skandinavischen Ländern grundsätzlich erlaubt. Es gibt aber auch hier Einschränkungen:

  • Kein Campen auf Privatgrund (nur mit Erlaubnis des Grundeigentümers)
  • Ein Mindestabstand von 150 Metern zum nächsten bewohnten Haus muss eingehalten werden.
  • Ohne Erlaubnis maximal zwei Nächte an einem Ort
  • Kein Campen in Naturschutzgebieten
  • Leave no Trace: Der Übernachtungsort muss sauber hinterlassen werden.
  • Das Jedermannsrecht gilt nur für Wanderer, Radfahrer und andere Outdoorsportler mit Zelt. Wohnmobil-Reisende müssen sich dagegen an die jeweiligen Parkplatzrichtlinien halten.

Infrastruktur

Norwegen hat eine hervorragende Mobilfunkabdeckung. Selbst in den abgelegendsten Regionen hat man Empfang. Vorsicht Autofahrer: Tempolimits sollten überall ernst genommen werden, es drohen hohe Bußgelder: 10 km/h innerorts zu schnell kosten bereits 325 Euro, bei einer überfahrenen roten Ampel ist man mit 570 Euro dabei. Und was den Alkohol am Steuer betrifft: null Toleranz!

Mautgebühren

Klingt komisch, ist aber tatsächlich so: Auf norwegischen Autobahnen werden dort Mautgebühren fällig, wo ein Abschnitt oder eine Brücke renoviert werden müssen. Sobald die notwendigen Arbeiten durch die eingegangene Maut finanziert sind, werden an der Stelle auch keine Gebühren mehr fällig. Lediglich in den Städten kann es feste Mautstraßen geben. Die Abrechnung erfolgt automatisch über eine Tollbox (AutoPASS) im Auto. Wer keine Box hat, wird ebenfalls digital erfasst und nach drei Tagen zur Zahlung aufgefordert, z. B. in einer Tankstelle. Wer nicht bezahlt, muss auch hier wieder mit hohen Geldbußen rechnen.

Info

Weitere Infos zu Einreise, Unterkünften, Touren und Zollbestimmungen: visitnorway.de

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