Ob mit oder ohne E, nur Frauen, nur Flowtrails oder lange Enduro-Abfahrten im Fokus - das Angebot an geführten Transalp-Routen ist noch immer riesig. Klar, die Vorteile einer geführten Tour sind natürlich groß: kein schwerer Rucksack und für Unterkünfte und Rücktransfer ist ebenfalls gesorgt. Vor allem aber muss man sich wegen der Route keine Gedanken machen. Davon gibt es mittlerweile Hunderte in sämtlichen Schwierigkeitsgraden. Und dennoch präsentieren die Veranstalter jedes Jahr wieder neu ausgearbeitete Strecken. Drei für 2027 besonders interessante neue Alpenüberquerungen haben wir schon mal rausgefischt:
Von Niederaudorf (bei Rosenheim) nach Großarl (bei St. Johann im Pongau): Die neue Route von Alps Biketours bleibt in den Nordalpen, folgt der deutsch-österreichischen Grenze und klettert auf maximal 1800 Meter Höhe hinauf. Stundenlange Auffahrten über den Alpenhauptkamm entfallen also, dafür gibt’s mehr Zeit für die hiesigen landschaftlichen Highlights: Den Auftakt macht gleich zum Start das Kaisergebirge. Dann geht es vorbei am Tiroler Walchsee und über die Winklmoosalm in die Loferer Steinberge und anschließend durch Wildenbachtal und Saalachtal ins Steinerne Meer in den Berchtesgadener Alpen.
Hinter Maria Alm tun sich schließlich die Gipfel des Salzburger Landes auf. Linkerhand grüßt der Hochkönig, geradeaus türmen sich die Hohen Tauern am Horizont - eine echte Wand im Alpenhauptkamm. Selbst für die fittesten Alpenüberquerer. Deshalb endet diese Tour vorher, nämlich ganz entspannt in den satten Almwiesen des Großarltals.
Apropos entspannt: Einige Etappen enthalten Badestopps an Gumpen und Seen, die eingebauten Trails halten sich im Flow-Bereich, an den letzten beiden Tagen kommen Seilbahnen zum Einsatz und übernachtet wird sieben Mal in 4-Sterne-Hotels mit Wellness-Bereich.
Für noch mehr Entspannung sollen wohl die angebotenen Termine sorgen: Bei einem von drei Terminen sind “auch E-Biker willkommen”, während es drei “E-MTB only”-Touren geben soll.
Weiter Infos zu den Etappen, Leistungen und Terminen: go-alps.de
Auch Bikealpin hat eine neue Route ohne Alpenhauptkamm gescoutet. Die Tour startet in klassischem Transalp-Gebiet der Sextener Dolomiten, passiert den Karnischen Alpenriegel auf seiner italienischen Südseite, um in die weißen Kalkfelswände der Julischen Alpen zu gelangen. Das finale Ziel dort: Kranjska Gora in Slowenien.
Die Highlights der Tour: Dolomiten-Panorama am Leckfeldsattel, die Forcella Moraret und das Rifugio Marinelli zu Füßen der mächtigen Hohen Warte und die historische Militärstraßen durch die Julischen Alpen samt Panorama und türkisgrünen Fusine-Seen.
Diese Tour wird als geführte E-MTB-Tour angeboten oder selfguided. Mit Übernachtungen und Halbpension in 3- oder 4-Sterne-Hotels, Gepäcktransport und Rücktransfer.
Alle Infos zur Tour: bikealpin.de
Wer seinen Tourengästen besonders lange Abfahrten bieten möchte, darf den Alpenhauptkamm natürlich nicht auslassen. Die neue Tour von Alpenevent tummelt sich daher regelrecht darin. Angesagt sind hier keine Distanzen, sondern möglichst jeden Winkel des 3000er-Riegels zu nutzen. Und das scheint auch gelungen, denn diese Fünf-Etappen-Tour schnappt sich einen Kulttrail nach dem nächsten.
Die größten Highlights: Nauders-Trails, Stilfserjoch mit anschließendem Piz-Umbrail-Trail und am Ende geht’s bis zum ewigen Eis des Fornigletscher hinauf, wo anschließend wohl die Supertrail-Abfahrt durchs Val Zébru ansteht. Am Ende dieser Tour sollen jedenfalls 14.000 Tiefenmeter auf dem Tacho und unlöschbare Hochgebirgspanoramen im Kopf verewigt sein.
Bergauf werden vorhandene Aufstiegshilfen genutzt oder, wenn möglich, das Shuttle-Fahrzeug bemüht. Doch es ist der Alpenhauptkamm: Manchen hochalpinen Höhenmeter muss man sich hier einfach selbst erarbeiten. Auch schon mal tragend und schiebend. Wichtig: E-MTBs sind keine zugelassen!
Leistungen: 4 Übernachtungen in guten Hotels mit Wellness, eine Übernachtung auf der Hütte, jeweils mit Halbpension, Gepäcktransport, Rücktransfer, Shuttle und Liftkarten.
Alle Infos zur Tour: alpenevent.de

Redakteurin
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.