Der Name des Parks ist eine Anspielung auf die Höhe des Ochsenkopfs: Der markante Gipfel im Fichtelgebirge erreicht 1.024 Meter. Das geplante Gesamtangebot richtet sich laut Betreiber an Einsteiger ebenso wie an ambitionierte Trailbiker und Downhill-Fahrer. Rund 20 Kilometer soll das Streckennetz im Endausbau umfassen. Neben der bestehenden Downhill-Strecke entstehen fünf Flowtrails, vier Singletrails und ein zusätzlicher Uphilltrail.
Die neuen Strecken summieren sich auf rund 16,5 Kilometer. Zusammen mit der 1,72 Kilometer langen Downhill-Linie kommt das Trail-Portfolio auf gut 18,2 Kilometer. Welche der namentlich genannten Neubauten bereits zur ersten Eröffnungsphase gehören, hat der Betreiber bislang allerdings nicht konkret zugeordnet.
Den größten Anteil am Ausbau haben fünf leichte Flowtrails mit zusammen gut neun Kilometern Länge. Sie sollen mit flachen Anliegern und einem verspielten, welligen Verlauf vor allem Einsteigern einen gut kontrollierbaren Zugang zum Park ermöglichen. Gleichzeitig dürften die längeren Linien auch erfahrenen Fahrern genügend Raum bieten, um Kurventechnik, Blickführung und Geschwindigkeit zu trainieren.
Längster Flowtrail ist „r OX anne“ mit 2.610 Metern, 130 Tiefenmetern und einem durchschnittlichen Gefälle von fünf Prozent. Knapp dahinter folgt „rel OX“: Die Strecke misst 2.510 Meter, überwindet 135 Höhenmeter und weist durchschnittlich 5,4 Prozent Gefälle auf.
Der 1.970 Meter lange „r OX star“ bringt es auf 100 Tiefenmeter und durchschnittlich 5,1 Prozent. „fl OX i“ ergänzt das Angebot mit 1.630 Metern, 75 Höhenmetern und moderaten 4,6 Prozent Gefälle. Deutlich kürzer, aber steiler fällt „b OX enstop“ aus: Auf 350 Metern verliert die Linie 35 Höhenmeter, was einem durchschnittlichen Gefälle von zehn Prozent entspricht.
Die fünf Flowtrails sind durchgehend als leicht eingestuft. Vor allem die längeren Linien könnten damit zum Herzstück des familien- und einsteigerfreundlichen Angebots werden. Der Betreiber betont ausdrücklich, dass eine leichte Strecke für Anfänger und Genussbiker Teil der Planung ist.
Wer mehr technische Würze sucht, soll auf vier mittelschweren Singletrails fündig werden. Zusammen kommen die Linien auf knapp 5,5 Kilometer. Im Unterschied zu den gebauten Flowtrails beschreibt der Park die Singletrails als naturnäher und anspruchsvoller. Technische Passagen sollen hier stärker in den Vordergrund rücken.
Mit 2.900 Metern ist „f OX trott“ die längste Singletrail-Linie. Sie führt über 235 Tiefenmeter und weist ein durchschnittliches Gefälle von 8,1 Prozent auf. Damit dürfte sie eine ausdauernde, vergleichsweise gleichmäßig geneigte Abfahrt bieten.
„r OX i balboa“ ist 1.820 Meter lang, überwindet 200 Höhenmeter und kommt auf elf Prozent Durchschnittsgefälle. Deutlich kompakter präsentiert sich „mad OX“ mit 515 Metern, 50 Höhenmetern und 9,7 Prozent.
Der Name „what the OX“ steht schließlich für den kürzesten, zugleich aber steilsten Singletrail des Parks: Auf nur 250 Metern geht es 55 Höhenmeter bergab. Daraus ergibt sich ein durchschnittliches Gefälle von 22 Prozent. Trotz der offiziellen Einstufung als mittelschwer dürfte diese Linie damit konzentriertes Fahren verlangen.
Die schwarze Downhill-Strecke „black OX down“ bildet den anspruchsvollsten Teil des Angebots. Sie ist 1.720 Meter lang, vernichtet 225 Höhenmeter und weist ein durchschnittliches Gefälle von 13,1 Prozent auf. Der Betreiber stuft sie als schwer ein und richtet sie ausdrücklich an Fortgeschrittene und Profis.
Charakteristisch sind ein natürlicher Streckenverlauf und technische Elemente wie Drops, Stufen, enge Anlieger, steile Abschnitte und Wurzelpassagen. Damit setzt die Downhill-Strecke einen deutlichen Gegenpol zu den leichteren, stärker modellierten Flowtrails.
Welche der neuen Flow-, Single- und Uphilltrails tatsächlich am 28. August für Phase eins freigegeben werden, bleibt abzuwarten. Besucher sollten deshalb vor der Anreise den aktuellen Stand auf der Webseite prüfen bikepark1024.de
Mit „OX ygen“ erhält der Bikepark zusätzlich eine ausgewiesene Uphillroute. Der 1.970 Meter lange Anstieg überwindet 70 Höhenmeter und weist im Mittel 3,6 Prozent Steigung auf. Die Route führt zurück zum Start der übrigen Trails. Damit bietet er insbesondere E-Mountainbikern und konditionsstarken Fahrern eine Alternative zum Biketransport.
Der zentrale Zugang zum Park erfolgt über die Ochsenkopf-Südbahn in Fleckl. Die moderne Kabinenbahn ist mit außen angebrachten Fahrradhaltern ausgestattet. Damit sollen Mountainbikes sicher und ohne umständliches Verladen zum Gipfel transportiert werden. Im regulären Betrieb ist der Biketransport laut Park-Website von 10 bis 17 Uhr möglich.
Am Eröffnungstag gelten verlängerte Zeiten: Am Freitag, 28. August, soll die Seilbahn von 10 bis 20 Uhr fahren. Dadurch bleibt auch Besuchern, die erst am Nachmittag anreisen, ausreichend Zeit für mehrere Abfahrten.
Regulär kostet die Tageskarte für Erwachsene 36 Euro. Der Vier-Stunden-Pass liegt bei 29 Euro. Kinder zwischen sechs und 15 Jahren zahlen 19 beziehungsweise 15 Euro. Zusätzlich werden Mehrtagestickets, ein zweistündiges Feierabendticket ab 15 Uhr und Saisontickets angeboten. Die Bike-Tickets gelten ausschließlich für die Südseite.
Das unmittelbar am Bikepark gelegene Bullhead House begleitet den Start mit besonderen Angeboten im Verleih und Shop. Ab 17 Uhr ist eine After-Bike-Chillout-Party mit Lounge, Snacks, Getränken, Musik und Lagerfeuer geplant. Für das Eröffnungswochenende kündigt Bullhead Bike außerdem eine Bikecenter-Tombola mit Preisen an.
Auch nach dem Eröffnungswochenende bleibt das Angebot breit: Das Bikezentrum verfügt über CUBE-Verleih und Testcenter, Werkstatt, Bikeshop sowie Fahrtechnikkurse und geführte Bike-Erlebnisse für Mountainbiker und E-Mountainbiker.
Der Bikepark 1024 setzt nicht nur auf mehr Kilometer, sondern auf eine nachvollziehbare Bandbreite: leichte Flowtrails, technischere Singletrails, eine harte Downhill-Linie und ein eigener Uphill. Noch bleibt offen, welche Neubauten am 28. August konkret freigegeben werden. Das Gesamtprojekt besitzt jedoch das Potenzial, den Ochsenkopf zu einem vielseitigen Bikepark für Familien, Trailfans und ambitionierte Gravity-Piloten zu entwickeln.

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