Mountainbike-Touren in der Eifel

Deutschland: Vulkaneifel

Matthias Rotter am 21.05.2004

Kochende Lava und zischendes Wasser formten einst das Gesicht der Eifel. Auf den Mountainbike-Trails zwischen Basaltfelsen und Kraterseen spielen Biker auch heute noch mit dem Feuer.

Totenstille. Als hätte eine unsichtbare Macht einen Schalter umgelegt, erstirbt das Zwitschern der Vögel. Selbst das Rauschen der Blätter scheint eingefroren. Ein tiefes Grollen kündigt die Katastrophe an. Dünn ist die Erdkruste in Mitteleuropa. So dünn, dass flüssiges Magma fast bis zur Oberfläche aufsteigt. Aber nur fast. Denn bevor der glühende Brei in einem atemberaubenden Schauspiel in die Atmosphäre schießen kann, trifft die Gesteinssuppe auf eiskaltes Grundwasser. Und explodiert. Die Erde bebt, giftige Gase wabern aus dem entstandenen Schlot, dann bricht das Areal über der Explosionskammer in einem kreisrunden Trichter in sich zusammen. Nur langsam beruhigen sich die Naturgewalten. Später sickert, Liter für Liter, Wasser in den Kessel. Ein See entsteht, das Leben kehrt zurück. Bis das Inferno unweit von neuem losbricht. Wieder und wieder.

Etwa 20000 Jahre später wird man der Region den Namen Eifel geben. Die charakteristischen runden Seen, Maare genannt, sind ihr Wahrzeichen. Die Eifel 20 000 Jahre später Heute köcheln die Vulkane nur noch auf Sparflamme. Trotzdem hat die Gegend nichts an Spannung verloren. Die Eifel ist mit einem Netz aus unentdeckten Wegen überzogen, Ablaufrinnen der Lavaströme. Der Höhepunkt für Mountainbiker schlängelt sich mitten durch dieses geologische Zeitfenster: der legendäre Lieserpfad. Ein Singletrail, der in Deutschland seinesgleichen sucht.

Drei MTB-Touren in der Eifel

1. Liesertal-Trails (37,50 km, 1050 hm, 3 h 30 min)
2. Drei Maare (25,64 km, 530 hm, 2 h 00 min)
3. Landesblick (38 km, 680 hm, 2 h 30 min)

Die Beschreibungen der drei MTB-Touren in der Eifel finden Sie unten als Download.

Matthias Rotter am 21.05.2004
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