Umfrage zum ElberadwegDeutschlands beliebtester Radweg soll noch besser werden

Der Elberadweg ist laut aktueller ADFC-Radreiseanalyse nach wie vor der meistbefahrene und beliebteste Radfernweg Deutschlands – und das seit mehr als 30 Jahren. Jetzt soll er noch besser werden.
Foto: Felix Meyer

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Der Elberadweg ist seit Jahrzehnten Kult. Jetzt soll er fit für die Zukunft gemacht werden. Deshalb startet das ambitionierte Projekt „Elberadweg Goes Future", das die legendäre D-Route 10 innerhalb der nächsten Jahre grundlegend weiterentwickeln soll. Und das Beste daran: Radlerinnen und Radler können die Zukunft ihres Lieblingsweges aktiv mitgestalten.

​Wer schon einmal die Elbe entlanggeradelt ist, weiß: Dieser Weg hat etwas. Rund 1.300 Kilometer von der Quelle im tschechischen Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee, vorbei an Sandsteinfelsen, Weinbergen, mittelalterlichen Städten und weiten Auenlandschaften. Kein Wunder, dass der Elberadweg laut aktueller ADFC-Radreiseanalyse nach wie vor der meistbefahrene und beliebteste Radfernweg Deutschlands ist – und das seit mehr als 30 Jahren.

​Mach mit: Die große Elberadweg-Umfrage

Den Auftakt des Projekts bildet eine umfangreiche Nutzerbefragung. Noch bis Anfang September sind zwei Teams unterwegs und sprechen Radfahrende direkt entlang der gesamten Strecke an. Wer lieber vom Sofa aus teilnehmen möchte, kann das noch bis zum 31. Oktober 2026 online tun – unter umfrage.elberadweg.de.

Die Fragen, die das Projektteam beschäftigen, sind dabei erfrischend direkt: Was zieht euch an den Elberadweg? Wie plant ihr eure Tour? Was nervt, was begeistert? Und was müsste sich ändern, damit der Weg noch besser wird?

„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein", sagt Heike Grunow, die das Projekt leitet. Die erfahrene Tourismusmanagerin weiß, dass sich die Welt auch für einen Radklassiker weiterdreht: Nutzererwartungen wandeln sich, digitale Informations- und Buchungsprozesse werden wichtiger, der Wettbewerb unter Radfernwegen wächst – und kommunale Budgets werden gleichzeitig knapper. All das macht eine ehrliche Bestandsaufnahme notwendig.

Was danach passiert – der Fahrplan bis 2029

Die Befragung ist nur der erste Schritt eines mehrjährigen Prozesses. Parallel dazu analysiert das Projektteam die Infrastruktur entlang des Weges und ermittelt den wirtschaftlichen Effekt des Radwegs für die Anliegerkommunen – eine wichtige Grundlage für künftige Investitionsentscheidungen.

Ab 2027 fließen die Ergebnisse in eine überarbeitete Markenstrategie und den Relaunch der Website www.elberadweg.de ein. Für 2028 ist schließlich eine groß angelegte Online-Marketingkampagne geplant, die den Elberadweg einem noch breiteren Publikum bekannt machen soll.

Hinter dem Vorhaben steckt ein handfestes Budget: Insgesamt 581.300 Euro werden im Rahmen des Bundesförderprogramms „Ausbau und Erweiterung des Radnetzes Deutschland" zur Verfügung gestellt – zu 75 Prozent vom Bund, den Rest tragen die drei regionalen Projektpartner aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Der Projektzeitraum läuft bis Ende 2029.

Für alle, die den Elberadweg lieben

Ob Gelegenheitsausflügler, Wochenend-Tourenfahrerin oder Bikepacking-Enthusiast auf der Suche nach dem nächsten großen Abenteuer: Die Befragung steht allen offen, die den Elberadweg kennen und nutzen – egal ob als Alltagsroute, Erholungstour oder mehrtägige Reise.

„Es ist wirklich eine große Chance", sagt Heike Grunow. „Wir laden Radlerinnen und Radler deutschlandweit herzlich ein, die Möglichkeit zu nutzen und die Zukunft ihres Elberadwegs mitzugestalten."

Zur Umfrage: umfrage.elberadweg.de (noch bis 31. Oktober 2026)

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