Das Moab des Ostens3 MTB Touren im Ostharz

Gitta Beimfohr

 · 18.05.2017

Das Moab des Ostens: 3 MTB Touren im OstharzFoto: Matthias Rotter
Das Moab des Ostens: 3 MTB Touren im Ostharz

Alte Panzerwege und der Brocken – das weiß man vom Harz. Aber: Wenn man den höchs­ten Gipfel als Wetterschutzschild nutzt, dann steht man im Osten plötzlich in einer skurrilen Felsenlandschaft.


Dieser Felsenkamm sieht aus wie aus einer anderen Welt. der gehört hier doch gar nicht hin! Oder hatte hier tatsächlich der Teufel seine Finger im Spiel?

Wie das gezackte Rückgrat eines urzeitlichen Sauriers ragt das Ungetüm aus der sonst so sanft geschwungenen Hügellandschaft. Ingo hat nicht zu viel versprochen. Schmal wie die Schneide eines Messers hat die Erosion windschiefe Steintürme freigelegt, die allen physikalischen Gesetzen zu trotzen scheinen. "Die Teufelsmauer", raunt Ingo und schaut andächtig zu den kariösen Zähnen, die aussehen, als könnten sie jederzeit umkippen. Und zwar ziemlich genau auf den Trail, der sich verlockend vor uns durchs Gras schlängelt. "Mittelsteine" nennt man die Felsengruppe hier beim Ort Weddersleben, was entgegen der dramatischen Optik nicht wirklich reißerisch klingt. In Amerika würde das Ding sicher "Demons Needle" oder so ähnlich heißen. "Jetzt aber los, wir werden am Ende der Runde nochmals an einem anderen Teil der Mauer vorbeikommen." Ingo schwingt sich in den Sattel und fädelt in den Pfad ein. Teufelsmauer. In grauer Vorzeit konnten sich die Menschen die Entstehung des steinernen Mirakels nicht erklären. Weshalb für Vorkommnisse dieser Art landläufig übersinnliche Kräfte zur Verantwortung gezogen wurden. Der Teufel soll’s mal wieder gewesen sein, der sich mit dem lieben Gott ums Terrain zankte. "Die Hexen waren grade anderweitig beschäftigt", witzelt Ingo und deutet hinüber zu den dunklen Harzbergen. Doch dazu später.

Verlagssonderveröffentlichung


Die GPS-Daten zu diesen Touren finden Sie unten im Download-Bereich:


• TOUR 1: Teufelsmauer-Ritt (48,9 km, 796 hm, 5 h)
• TOUR 2: Talsperren-Runde (36,3 km, 990 hm, 4 h)
• TOUR 3: Bodetal-Panorama (26,8 km, 750 hm, 3 h)

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Foto: Matthias Rotter

Der Pfad schwenkt nach Norden und nimmt uns mit in Richtung Quedlinburg. Neben uns gluckert die Bode, die nach Verlassen des Harzes zufällig denselben Weg einschlägt. Das Flüsschen ist Dreh- und Angelpunkt des Reviers rund um die alte Bergbaustadt Thale. Im Vorland des Harzes zeigt sich die Bode friedlich, aber in den Bergen spielt sie regelrecht verrückt. In dutzenden Schleifen hat ihr Wasser ins Gelände eine Schlucht gefräst, die alpine Dimensionen erreicht. Fast 300 Meter hoch ragen die Wände am Ausgang des Canyons steil in die Höhe. "Im Ostharz findest du Trails ohne Ende", schwärmt Ingo bei der Kaffeepause in Quedlinburg. Um uns herum: UNESCO-prämiertes Fachwerk, Kopfsteinpflaster und enge Gassen. Auch die Burg ist postkartengerecht. Auf den Tellern vor uns türmen sich monströse Kuchenstücke, bei deren Anblick jeder Sporternährungsexperte Schnappatmung bekäme. Ingo fährt fort, mir den Mund wässrig zu machen. "Mein persönliches Highlight ist der Singletrail über die Thekenberge. Den wirst du gleich kennen lernen." Ingo Schramma gilt als Urgestein in der hiesigen Bike-Szene. Gleich nach der Wende, endlich im Besitz von geländegeeignetem Fahrmaterial, begann er, die heimischen Wälder im Sattel zu erkunden. Und weil das alleine nur halb so viel Spaß macht, suchte er in einschlägigen Internetforen nach Gleichgesinnten. Die Resonanz war überwältigend. "Zeitweise standen zwei Dutzend Biker bei mir auf der Matte, die mitfahren wollten", erzählt Ingo, während wir aus der Stadt kurbeln. "Das ging so weit, dass ich irgendwann Trail-Wochenenden und geführte Touren organisierte." Einen kommerziellen Hintergrund gab es dabei nicht, doch irgendwann wuchs ihm die Sache über den Kopf.

"Zum Glück ist nie was passiert", resümiert Ingo. Heute lässt es der Local entspannter angehen. Den ellenlangen Singletrail über die Thekenberge hat er bei einem seiner Streifzüge entdeckt. Wie mit dem Lineal gezogen verläuft die besagte Hügelkette nordwestlich von Quedlinburg. Und kaum, dass die ersten Meter des schmalen Pfades hinter uns liegen, weiß ich auch, warum mich diese erstarrten Wellen an Dünen erinnern: Der sandige Boden schluckt nicht nur Geräusche, sondern auch einiges von meiner Tretenergie. Heidekraut kräuselt sich wie ein Teppich darüber. Knorrige Bäume und stacheliges Buschwerk zeugen von der Trockenheit der Gegend, die im Wetterschatten des Harzes liegt. Hier regnet es so wenig, wie kaum irgendwo sonst in Deutschland. Kilometer um Kilometer rankt sich die Pfadspur an der Hangkante entlang. Gerade einmal 230 Meter misst hier der höchste Gipfel. Na und? Wer braucht schon die Alpen angesichts dieser Überdosis Flow. Der Trail endet am Gläsernen Mönch, einer markanten Felsklippe. Über eine Leiter entern wir die winzige Aussichtsplattform auf der Spitze. Das 360-Grad-Panorama zeigt sich heute bestmöglich, und so reicht der Blick bis zum 50 Kilometer entfernten Brocken. Beim Abstieg melden meine Beine, dass der Sandboden und das ständige Auf und Ab doch mehr Körner gekostet haben als gedacht. Es zuckt jedenfalls verdächtig in den Oberschenkeln. Und das weitere Streckenprofil macht es nicht besser. Am Ortsrand von Blankenburg rückt wieder ein Teil der Teufelsmauer ins Blickfeld. Über Wurzelteppiche hoppelnd und durch Baumlabyrinthe zirkelnd arbeiten wir uns wieder zurück in Richtung Thale. Ein grandioses Finale, gekrönt von einer Trial-Einlage am Hamburger Wappen, eine Art Miniatur-Moab mit bizarren Felsnadeln und griffigen Sandsteinkonturen. Wer würde ein solches Naturschauspiel mitten in Deutschland erwarten?

  Zügige Abfahrt vom Aussichtspunkt Weißer Hirsch nach Treseburg hinunter.Foto: Matthias Rotter
Zügige Abfahrt vom Aussichtspunkt Weißer Hirsch nach Treseburg hinunter.

Für die nächsten Touren hat mich Ingo mit Christian Henkel verkuppelt. Die beiden kennen sich noch aus der Zeit der Forumstreffen. Christian, genannt "Henk", ist Anführer der Dessau Nightriders, einer durchaus bike-verrückten Truppe. Jedenfalls verrückt genug für grenzwertige Unternehmungen wie beispielsweise eine winterliche Nachtfahrt auf den Brocken. Aus purem Spaß versteht sich. "Unten war’s gar nicht so kalt", erinnert sich Henk grinsend. "Aber oben am Gipfel ist uns dann bei minus zwanzig Grad das Grinsen ins Gesicht gefroren." Zum Glück wird auf den Nightrider-Trips traditionell Kukkis Erbseneintopf gereicht, der auch die Teilnehmer des Himmelfahrtskommandos wieder auftaute. Als Henk mir die geplanten Trails auf der Karte zeigt, kommen die Verben "hochschrauben" und "runterscheppern" in jedem zweiten Satz vor. Mehr Worte braucht es in Wahrheit auch nicht, um die Topografie des Harzes treffend zu charakterisieren. Und als nächstes lerne ich, dass auch abfahrtsorientierte Biker – zu denen die Jungs angesichts ihres Equipments zu zählen sind – verdammt gut bergauf fahren können.

Jedenfalls entschwinden deren Hinterräder beim Anstieg zum Hexentanzplatz unerwartet zügig aus meinem Blickfeld. Einige Hundert schmerzhafte Höhenmeter sind es von Thale hinauf zu der Kultstätte. Ich freue mich über den menschenleeren Pfad, denn der gemeine Tourist nimmt die Seilbahn. Teufelswerk! Da sind sich die Locals hier noch einig. Entsprechend krass ist der Zivilisationsschock am Gipfel. Der Sage nach starteten hier oben die Hexen in der Walpurgisnacht zu ihrem Flug auf den Brocken. Heute bevölkert ein umherschlenderndes Konglomerat aus Luftschnappern, Kaffeetrinkern und Spaziergängern das Plateau. "Hexen ab 1,50 Euro" verkündet das Pappschild eines Hexen-Discounters. Überquellende Souvenirstände. Hexen nach Größen gestaffelt, Hexen auf Besen, Hexen mit Kopftuch, Hexen mit Hut. Der Handel mit dem Harz-Andenken Nummer Eins treibt skurrile Blüten. Fehlt nur noch eine Hexe mit farbig blinkenden Augen. Sorry, gibt’s auch schon!


Eine Örtliche Imbissbude lockt mit Kulinarischen Donnerschlägen. Darunter auch "Geile Hexe". Was auch immer sich für ein Getränk dahinter verbergen mag – selbst der Chronisch unterzuckerte Daniel aus Henks Truppe, auch "Der Hungrige" genannt, verzichtet auf eine Kostprobe.

Wir würdigen noch das atemberaubende Panorama ins Bodetal, dann tauchen wir ab in die Tiefen des Harzer Waldes. Unser Thema ist also jetzt das Runterscheppern. Zum Beispiel vom Weißen Hirsch nach Treseburg, eine der Lieblingsabfahrten der Nightrider.

Das wildromantische Bodetal lockt jährlich zahlreiche Touristen nach Thale. Zu Recht, denn die Natur selbst ist Attraktion genug. Doch wer zum ersten Mal in die Stadt am Ostharz kommt, darf keinen aufgesetzten Schickeria-Treffpunkt mit Flaniermeile erwarten. Am Ende der Bahnstrecke verströmen die Industriehallen des Hüttenmuseums sogar noch einen Hauch von alten DDR-Zeiten. Der Bergbau bestimmte viele Jahre lang den Rhythmus der Stadt. Heute bröckeln die Fassaden mancher Häuser im Stillen vor sich hin. Doch inzwischen hat man auch das Potenzial des Tals und der umliegenden Berge als Bike-Revier erkannt. Nicht, dass man – wie im Westteil des Mittelgebirges – bereits Bike-Routen ausgeschildert hätte, aber mit etwas Gespür fürs Gelände und Übung im Kartenlesen lassen sich feinste Singletrails leicht aufspüren. Für Biker verboten ist nur der Abschnitt des Bodetals zwischen Thale und Treseburg. Dafür gibt’s aber eine offizielle Downhill-Strecke an der Roßtrappe, die auch die Nightrider zum Training besuchen. Besser gesagt runterscheppern. Und auf dem brachliegenden Gelände am Zieleinlauf soll in Kürze ein Feriendorf entstehen. Ein ideales Basislager für Bike-Touren.

Das Motto lautet auch am dritten Tag, wie könnte es anders sein: Hexen! Einige Abschnitte des Hexenstiegs stehen auf dem Etappenplan. Der rund einhundert Kilometer lange Wanderweg führt von Osterode quer durchs Gebirge bis nach Thale. Besonders die Trails zwischen Treseburg und der Rapp­bodetalsperre sind ein Eldorado für Biker. Heute sind noch Matthias und Alex zur Gruppe gestoßen, die uns noch ein paar Pfadmeter mehr verraten können. Zum Beispiel den versteckten Einstieg zum Philosophenweg, der allen zum Auftakt ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Aber das Hochschrauben lässt nicht lange auf sich warten. Am ersten Anstieg gleich hinter Altenbrak stellen die Jungs einmal mehr ihre Kletterfähigkeit unter Beweis. Absteigen kommt überhaupt nicht in Frage! Ich kann mich nur mit letzter Kraft im Sattel halten, ohne nach hinten zu kippen. Verdiente Pause am Aussichtspunkt Schöneburg. Mein Kopf pendelt von links nach rechts übers Panorama. Liegt es am vernebelten Blick, dass ich die Orientierung verloren habe? Oder handelt es sich um eine Verwirrungstaktik des Teufels? Das Bodetal scheint sich kreuz und quer in alle Richtungen zu winden. Ein Blick auf die Karte bringt Erstaunliches zu Tage: Bis zu 270 Grad ändert das Flüsschen in den Kurven seinen Kurs. Doch zum Glück geleiten uns die Hexen durchs Labyrinth der Pfade. Ihr Symbol an den Bäumen ist unser Wegweiser zum Flow. Ausgetrickst, Luzifer!


Matthias Rotter, BIKE-Touren-Autor, ist fast schon Stammgast im Harz: "Ich habe zu Hause die Alpen vor der Tür. Aber ich muss zugeben, dass mich auch die deutschen Mittelgebirge immer wieder begeistern. Was den Flow-Faktor der Trails betrifft, belegt der Ostharz sogar einen Spitzenplatz in meinen persönlichen Charts."

  Matthias Rotter, BIKE-Touren-AutorFoto: Privatfoto
Matthias Rotter, BIKE-Touren-Autor


REVIER-HIGHLIGHTS

Der Ostharz steht zwar im Schatten des Brockens, doch gerade das beschert der Region so manchen Bonus: zum Beispiel besseres Wetter und einsamere Trails. Hier die besten Szene-Tipps sowie Adressen für Unterkünfte und Shops im Bodetal.


Das Revier
Das höchste Gebirge Norddeutschlands liegt am Südwestrand des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, etwa in der Mitte einer Linie zwischen Leipzig und Hannover. Sein berühmtester Gipfel, der 1141 Meter hohe Brocken, markierte einst die innerdeutsche Grenze. Der Streifen teilte den Harz etwa in der Mitte. Das Gebirge ist 110 Kilometer lang und maximal 40 Kilometer breit. Unter Bikern hat sich längst herumgesprochen, dass es unter dem Signet "Volksbank Arena Harz" ein ausgeschildertes Routennetz gibt (74 Runden mit insgesamt 2200 km/59000 hm). Infos www.volksbank-arena-harz.de

Nach Osten hin jedoch wird dieses Netz zunehmend dünner. Grund genug, den zahlreichen Trails rund ums sagenhafte Bodetal einen Besuch abzustatten. Kilometerlang schlängeln sich dort wahre Flowtrails durch die Wälder. Zu respektieren ist lediglich das Bike-Verbot entlang der Bode im Talabschnitt zwischen Thale und Treseburg! Doch das lässt sich angesichts der fantastischen Alternativen leicht verschmerzen. Topografie: Typisch Mittelgebirge geht es ständig auf und ab. Und auch wenn man kaum die 500-Meter-Höhenlinie überklettert, summieren sich die Höhenmeter am Ende des Tages nicht selten vierstellig.

  Beim Passieren der Teufelsmauer kann man sich immer nur die Augen reiben.Foto: Matthias Rotter
Beim Passieren der Teufelsmauer kann man sich immer nur die Augen reiben.


Anreise
Mit dem Auto von Süden und Norden über die A7. Deutlich verkehrsärmer fährt man von Süden über die A71 (Schweinfurt – Erfurt) oder auf der A9/A14 über Leipzig nach Thale. Von Berlin auf der A2/A14 über Magdeburg. Thale ist auch direkt mit der Bahn erreichbar. Der Harz-Elbe-Express bedient den Nordrand des Harzes im Stundentakt von Magdeburg (Berlin) und Halle aus. Entfernung Thale von: Berlin 230 km, Frankfurt/M. 370 km, München 530 km.


Klima
Regelmäßig sorgt der Brocken für Schlagzeilen in den einschlägigen Wetterportalen. Vor allem mit den berüchtigten Kälteeinbrüchen im Winter. Schnee hält sich dort oben manchmal bis weit ins Frühjahr hinein. Doch im Ostharz sorgt der kahle Gipfel für eher trockenes Wetter, denn er lässt die von Westen heranziehenden Tiefs abregnen. Und so fällt auf der Leeseite des Brockens nur etwa ein Drittel so viel Niederschlag wie im Westharz. Manchmal fächelt auch der Harzwind von Süden her milde Luft über den Kamm und putzt den Himmel blank. Annehmbare Durchschnittstemperaturen darf man am Nordrand von Mai bis September erwarten.


Bikeshops/Verleih
Fahrradhaus Wagner, Bodestieg 4, 06502 Thale, Tel. 03947/91546, www.fahrradhaus-wagner.de
Cieslik Zweiradsport, Obersteigerweg 1a, 06502 Thale, Tel. 03947/65577, www.cieslik-zweiradsport.de


Karten / Literatur
Wer selbst Touren planen möchte, ist am besten mit dem neuen Wanderkarten-Set "Der Harz in 4 Teilen" beraten (Maßstab 1:30000). Das wetterfeste Papier sorgt für lange Haltbarkeit. Das Set besteht aus den Blättern Oberharz, Mittlerer Harz, Ostharz und Südharz. 25,95 Euro. Infos www.harz-wanderkarten.de
Offizielles Karten-Set der Volksbank-Arena-Harz: "Der Harz für Mountainbiker". Überarbeitete und erweiterte Neuauflage. Kartenblatt auf reiß- und wetterfestem Papier (Roadbooks auf normalem Kartenpapier), ISBN 978-3-935806-28-2, 16,80 Euro.


Unterkünfte
In Thale und Umgebung findet man Unterkünfte jeder Kategorie, von Hotel bis Campingplatz. Übersicht unter www.bodetal.de
Besonders empfehlenswert: Ferienpark Bodetal, Hubertusstraße 9–11, 06502 Thale, Tel. 03947/77660. Sehr komfortabel ausgestattete Anlage in der Nähe der Seilbahnen. Mit Hotel und Ferienwohnungen. Guter Ausgangspunkt für Touren.
Biker-Tipp: Ingo Schramma, Harz-Biker der ersten Stunde, vermietet zwei Ferienhäuser für bis zu sechs Personen. Die besten Touren-Tipps inklusive! Infos www.hasselfelde-ferienhaus.de

Infos allgemein: Bodetal-Information Thale, Bahnhofstraße 1, 06502 Thale, Tel. 03947/7768000, www.bodetal.de

  Die ortsüblichen Energy-Drinks bekommt man in den quietschbunten Hexen-Discountern.Foto: Matthias Rotter
Die ortsüblichen Energy-Drinks bekommt man in den quietschbunten Hexen-Discountern.


SZENE SPECIALS


Roßtrappen-Downhill
An der Roßtrappe können Gravity-Fans auf Sachsen-Anhalts einziger Downhill-Strecke ins Tal rauschen. Zuerst geht’s mit dem Sessellift von Thale auf den Aussichtsfelsen Roßtrappe, auf 403 Metern Höhe. Die 2000 Meter lange Strecke fällt 250 Tiefenmeter ins Bodetal hinunter, garniert mit Sprüngen, Steilkurven und flowigen Passagen. Sessellift und Strecke sind von 9:30 bis 18:00 Uhr geöffnet. Im Sommer werden auch kleinere Rennen veranstaltet. Die Termine werden im Frühjahr auf der Website bekannt gegeben. Festgesetzt ist dagegen der DH-Cup an der Roßtrappe. Er findet immer im September statt. Infos: www.rosstrappendownhill.de


Mega Zipline an der Talsperre
Wem die Adrenalinausschüttung auf der DH-Strecke nicht reicht, der kann sich an der Rappbodetalsperre einen weiteren Kick besorgen. Entlang der höchsten Staumauer Deutschlands spannt sich eine 1000 Meter lange Seilrutsche, an der man mit rund 90 km/h bergab rasen kann. Es verlaufen sogar zwei Seile nebeneinander, für den direkten Vergleich. Infos: www.harzdrenalin.de


Ostalgie in Thale
26 Jahre nach der Wende kann man im DDR-Museum die Zeit nochmals zurückdrehen. Mit viel Liebe zum Detail haben die Betreiber zahlreiche Exponate zusammengetragen, vom Volksempfänger bis hin zu einem kompletten Klassenzimmer. In den originalgetreu ausgestatteten Räumen riecht es sogar noch nach Bohnerwachs. Das Museum befindet sich im obersten Stockwerk des Möbelhauses Müller in der Ortsmitte. Infos www.ddr-museum-thale.de

Foto: Infochart


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