Kaufberatung für Enduro-Biker und Freerider

Enduro oder Freerider? Was ist der Unterschied?

  • Laurin Lehner
 • Publiziert vor 5 Jahren

Enduros und Freerider mögen es grob. Doch, was ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Bike-Klassen, und können Freeride-Bikes auch klettern? BIKE klärt auf.

Achtung: Jetzt wird’s kompliziert. Doch keine Sorge, nur ganz kurz. Und danach weiß dafür garantiert jeder Bescheid und kann mitreden, wenn die Rede von Enduros, Freeridern oder gar Downhillern ist.

Zugegeben: Vor einigen Jahren war es noch einfach. Da gab es drei Bike-Klassen. Enduros: Bikes mit 160 mm Federweg, mit denen sich Touren, Anstiege und auch Abfahrten gut meistern ließen. Die Betonung liegt auf "gut". Denn auf der Abfahrt musste man Kompromisse eingehen.


Dann Freerider: Auf Abfahrt getrimmte Bikes. Mit ihren robusten Stahlfeder­elementen und stabilen Laufrädern kamen sie auf fast 17 Kilo. 180 Millimeter Hub vorne und hinten unterstrichen die Downhill-Eigenschaften und machten sie zu Bikepark-Flitzern. Den Berg hochtreten ließ sich nur im Schneckentempo.


AUSGESTORBEN – Wuchtige Freerider über 16,5 Kilo: zu schwer, zu speziell

Der klassische Freerider mit seiner robusten Bauweise und schweren Stahlfederelementen ist der Verlierer der letzten Jahre. Ihn findet man kaum noch, denn selbst Gravity-Biker wissen: leichter ist besser. Auch sie wollen einen breiten Einsatzbereich und besseres Handling. Die Gattung Freeride-Bikes lebt dennoch weiter. Die Bikes kommen nun deutlich leichter daher, definieren sich aber immer noch durch ihren üppigen Hub. Mindestens 170 Millimeter hinten und 180 Millimeter vorne. Kurzum: Die beiden Bike-Klassen Freerider und Enduros liegen heute deutlich näher zusammen als noch damals.

Ausgestorben, weil sie zu wuchtig waren: Freerider über 16,5 Kilo...


Zu guter Letzt Downhiller: Mit Doppelbrückengabel und 200 Millimetern Hub können sie nur runterfahren – das allerdings besser als alle anderen Bikes.


Jetzt ist alles anders. Moderne Federelemente revolutionierten den Markt und drängten den klassischen Freerider ins Abseits. Enduros können nun nämlich nicht nur gut hochfahren, sondern auch richtig schnell bergab. Wer allerdings nur ein Bike für den Parkbesuch will, greift weiterhin zum Downhiller. Denn der verzeiht mit seinem üppigen Federweg Fehler und lässt noch mehr Speed und Drop-Höhe zu. Freerider gibt es noch immer, allerdings abgespeckt. Spitzenmodelle kommen mittlerweile locker unter 15 Kilo. Dank 180 Millimetern Hub und der robusten Bauweise, kann man es auf Bikepark-Abfahrten richtig laufen lassen. Im Grunde sind Freerider potentere Enduros mit mehr Federweg und Gewicht. So kompliziert ist es also dann doch wieder nicht.


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Schlagwörter: Enduro Freerider Kaufberatung


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