Enduro oder Freerider? Was ist der Unterschied? Enduro oder Freerider? Was ist der Unterschied? Enduro oder Freerider? Was ist der Unterschied?

Kaufberatung für Enduro-Biker und Freerider

Enduro oder Freerider? Was ist der Unterschied?

  • Laurin Lehner
 • Publiziert vor 6 Jahren

Enduros und Freerider mögen es grob. Doch, was ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Bike-Klassen, und können Freeride-Bikes auch klettern? BIKE klärt auf.

Achtung: Jetzt wird’s kompliziert. Doch keine Sorge, nur ganz kurz. Und danach weiß dafür garantiert jeder Bescheid und kann mitreden, wenn die Rede von Enduros, Freeridern oder gar Downhillern ist.

Zugegeben: Vor einigen Jahren war es noch einfach. Da gab es drei Bike-Klassen. Enduros: Bikes mit 160 mm Federweg, mit denen sich Touren, Anstiege und auch Abfahrten gut meistern ließen. Die Betonung liegt auf "gut". Denn auf der Abfahrt musste man Kompromisse eingehen.


Dann Freerider: Auf Abfahrt getrimmte Bikes. Mit ihren robusten Stahlfeder­elementen und stabilen Laufrädern kamen sie auf fast 17 Kilo. 180 Millimeter Hub vorne und hinten unterstrichen die Downhill-Eigenschaften und machten sie zu Bikepark-Flitzern. Den Berg hochtreten ließ sich nur im Schneckentempo.


AUSGESTORBEN – Wuchtige Freerider über 16,5 Kilo: zu schwer, zu speziell

Der klassische Freerider mit seiner robusten Bauweise und schweren Stahlfederelementen ist der Verlierer der letzten Jahre. Ihn findet man kaum noch, denn selbst Gravity-Biker wissen: leichter ist besser. Auch sie wollen einen breiten Einsatzbereich und besseres Handling. Die Gattung Freeride-Bikes lebt dennoch weiter. Die Bikes kommen nun deutlich leichter daher, definieren sich aber immer noch durch ihren üppigen Hub. Mindestens 170 Millimeter hinten und 180 Millimeter vorne. Kurzum: Die beiden Bike-Klassen Freerider und Enduros liegen heute deutlich näher zusammen als noch damals.

Sincere Photo Studio Ausgestorben, weil sie zu wuchtig waren: Freerider über 16,5 Kilo...


Zu guter Letzt Downhiller: Mit Doppelbrückengabel und 200 Millimetern Hub können sie nur runterfahren – das allerdings besser als alle anderen Bikes.


Jetzt ist alles anders. Moderne Federelemente revolutionierten den Markt und drängten den klassischen Freerider ins Abseits. Enduros können nun nämlich nicht nur gut hochfahren, sondern auch richtig schnell bergab. Wer allerdings nur ein Bike für den Parkbesuch will, greift weiterhin zum Downhiller. Denn der verzeiht mit seinem üppigen Federweg Fehler und lässt noch mehr Speed und Drop-Höhe zu. Freerider gibt es noch immer, allerdings abgespeckt. Spitzenmodelle kommen mittlerweile locker unter 15 Kilo. Dank 180 Millimetern Hub und der robusten Bauweise, kann man es auf Bikepark-Abfahrten richtig laufen lassen. Im Grunde sind Freerider potentere Enduros mit mehr Federweg und Gewicht. So kompliziert ist es also dann doch wieder nicht.


Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe BIKE 4/2015 können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen:


Lesen im Apple App Store
Lesen im Google Play Store
Bestellen im DK-Shop

Gehört zur Artikelstrecke:

Dschungelprüfung: Wegweiser zum Traum-Bike


  • Kaufberatung: Welcher Mountainbike-Typ sind Sie?
    Fitness, Erlebnis, Action - für jeden das richtige MTB

    25.08.2015Der Weg zum passenden Bike führt über drei Hauptkategorien: Fitness, Erlebnis und Action. Schätzen Sie realistisch ein, was Sie mit Ihrem Mountainbike anstellen wollen und was es ...

  • Kaufberatung für Enduro-Mountainbiker und Freeride
    Bikes und Ausrüstung für Enduro-Fahrer und Freerider

    25.08.2015Was passt zu mir? Ob Auto, Ski oder Handy. Bei jeder Kaufentscheidung gilt: Man muss wissen, was man damit anstellen will. Diese zwei Typen-Beschreibungen sollen helfen. Welche ...

  • Kaufberatung: So finden Sie das richtige Mountainbike
    Dschungelprüfung: Wegweiser zum Traum-Bike

    26.08.2015Unzählige Modelle und immer mehr Kategorien – die Orientierung im Mountainbike-Markt wird immer schwieriger. Mit unserem Wegweiser führen wir Sie durch den Modell-Dschungel zu ...

  • Kaufberatung für Fitness-Mountainbiker
    Mountainbikes und Ausrüstung für den Fitness-Typ

    25.08.2015Fitness-Bikern sind die verbrannten Kalorien wichtiger als technische Trails. Sie wollen Kilometer abspulen, schwitzen oder einfach an der frischen Luft pedalieren.

  • Kaufberatung für Erlebnis-Mountainbiker
    Mountainbikes und Ausrüstung für den Erlebnis-Typ

    25.08.2015Singletrails, Gipfelsiege und urige Hütten-Touren: Wer Abenteuer erleben will, braucht einen Alleskönner. All Mountains sind genau die richtigen Begleiter. Auch die Fan-Gemeinde ...

  • Kaufberatung für Enduro-Biker und Freerider
    Enduro oder Freerider? Was ist der Unterschied?

    25.08.2015Enduros und Freerider mögen es grob. Doch, was ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Bike-Klassen, und können Freeride-Bikes auch klettern? BIKE klärt auf.

Themen: EnduroFreeriderKaufberatung


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test: Ion K-Pact Zip
    Ion Knieschoner K-Pact Zip im Härtetest

    11.03.2020Endlich: Knieschoner anziehen, ohne die Schuhe ausziehen zu müssen. Dank Reißverschluss kein Problem. Aber halten die Zipper der MTB-Knieprotektoren die dauerhafte Zugbelastung ...

  • Propain Tyee AL 2019: Update für das Alu-Enduro
    Update für das Erfolgsenduro Tyee AL

    04.12.2018Nach der Carbonversion verpasst Propain auch seinem Bestseller, dem Alu-Tyee ein großes Update: flachere Geometrie, neue Detaillösungen, größere Haltbarkeit und Kompatibilität mit ...

  • Mad East Challenge 2016: Taugt das neue Konzept?
    Grüne Hölle

    30.06.2016Die Mad East Challenge im sächischen Altenberg hat Kultstatus – bei Marathon-Fahrern wie Enduro-Bikern. Nun wurde das Konzept verändert. Mit dabei: die BIKE-Redakteure Ludwig Döhl ...

  • 2016er MTB-Reifen im Test - Teil 2
    Reifen: Cross Country, All Mountain, Enduro, 27,5 Plus

    13.02.2017Cross Country, All Mountain, Enduro und nun auch noch Plus-Reifen. Der Markt bietet eine wahre Fülle an neuen Modellen. Wir haben 23 neue MTB-Reifen in vier Kategorien in Labor ...

  • Test Enduro-Bikes 2014: Top-Enduros im Vergleich
    Enduro-Test: Die besten Bikes mit 160 Millimetern

    16.12.2014Im ersten Vergleichstest treten die Top-Enduro-Bikes der Saison 2015 gegeneinander an. BIKE hat elf Top-Modelle mit 160 Millimeter Federweg in Labor und Praxis getestet.

  • Anzeige - Cannondale E-Enduro Moterra
    Dicke Maschine für fettes Gelände

    22.07.2019Cannondales neues E-Enduro „Moterra“ will ins harte Gelände, bergauf wie bergab. 160 bzw. 180 mm Federweg treffen hier auf Boschs neuen CX und BallisTec-Carbon-Rahmen mit ...

  • Testsieger 2018: Die besten Enduro-MTBs
    Best of Test: Die 4 besten Enduro-Bikes

    20.09.2018Adrenalin bergab ist alles, was zählt, wenn man ein Enduro-Bike bewegt. Sprünge, technische Trails oder der gelegentliche Start bei Enduro-Rennen stehen im Anforderungskatalog ...

  • Enduro-Spezial 2021: 48 Seiten Tests, Trails, Teile, Typen
    Enduro: Die beste Art zu Biken

    16.08.2021Test Enduros bis 6000 Euro | Test E-Enduros | Lieblings-Parts | Interview mit World-Champion Jesse Melamed | Enduro-Entwicklung | Mega-Hotshots und vieles mehr...

  • Radon Slide 150 gegen Slide 160 Carbon – 2013 gegen 2014

    21.11.20131000 Euro trennen das Alu- vom neuen Carbon-Slide. Zusätzlich besitzt das Neue eine konsequentere Ausrichtung auf Enduro.