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Kaufberatung: Der perfekte Mountainbike-Sattel

So finden Sie den perfekten Sattel für Ihr Mountainbike

Stefan Frey am 06.11.2016

Die Suche nach einem passenden Sattel gleicht einer Odyssee. Damit Sie mit Ihrem Hintern nicht von einem Modell zum nächsten irren, haben wir die wichtigsten Tipps zum Sattelkauf zusammengefasst.

Gleich vorne weg: DEN perfekten Sattel gibt es nicht. Biker sitzen immer individuell. Darum führt auch nur die Probefahrt ans Ziel. Das wichtigste Kriterium bei der Sattelwahl ist der Sitzknochenabstand. Das hat eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln herausgefunden. Egal ob Mann oder Frau, nur auf einem Sattel in der passenden Breite wird der Druck optimal verteilt. Lassen Sie Ihren Sitzknochenabstand daher vom Händler ermitteln. Erst dann können Sie auf weitere Kriterien eingehen. Die Sitzposition zum Beispiel. Je sportlicher Sie sitzen, umso mehr wandert die Auflagestelle vom Sitzknochen zum Schambeinknochen. Somit können Sie auch ein entsprechend schmaleres Modell wählen. Sportliches Sitzen erhöht jedoch auch das Risiko von Druckstellen im Schambereich. Ein Sattel mit Loch löst das Problem oft nicht, weil sich an den Randbereichen Druckspitzen bilden. Modelle mit einer leichten Stufe oder einer Vertiefung im Urogenitalbereich entlasten meist deutlich besser. Haben Sie ein paar Modelle in der engeren Wahl, sollten Sie damit zu einer ausgiebigen Probefahrt starten. Erst dann zeigt sich, ob es sich auf einem Sattel auch auf Dauer bequem sitzt. 

Perfekten Fahrrad Sattel finden

Auf diese Punkte sollten Sie beim Kauf eines MTB-Sattels achten.

1. Aussparung: Das Loch im Sattel ist umstritten und verringert im Zweifel nur die Auflagefläche und sorgt für Druckstellen. Besser: eine leichte Stufe oder Vertiefung im Sattel.

2. Polsterung: Ein weicher Sattel wirkt nur anfangs bequem. Je länger die Tour dauert, desto weiter sinkt das Becken ins Polster und verursacht Druckstellen.

3. Sattelnase: Wer gerne und lange bergauf fährt, braucht eine breitere Nase. Beim Klettern verlagert sich das Gewicht weit nach vorne. Eine zu schmale Sattelspitze drückt dann zu stark in den Genitalbereich.

MTB Sattel Gestell Rails

Gestell: Beim Sattel-Gestell können Sie Gewicht sparen, wenn Sie auf Materialien wie Carbon oder Titan setzen. Aber Vorsicht: Ein ovales Carbon-Gestell passt nicht zu jeder Sattelstütze.

Drei entscheidende Punkte, um den perfekten Sattel zu finden:

Fotostrecke: Kaufberatung: Der perfekte Mountainbike Sattel

Kaufberatung: Der perfekte Mountainbike Sattel

Sitzknochenabstand: Der Sportler sitzt auf einem Hocker mit Gel-Folie oder Wellpappe und drückt darin seine Sitzhöcker ab. Der gemessene Abstand hilft, die Beckenbreite einzuordnen – das ist aber nur bei aufrechter Sitzposition aussagekräftig. Die Wahl des Sattels nur an diesem Wert festzumachen, greift zu kurz.

Kaufberatung: Der perfekte Mountainbike Sattel

Individuelle Sitzposition: Biker lassen sich grob in Sitzbein- oder Schambein-Belaster einteilen. Bei sportlichen Sitzpositionen rotiert das Becken vorwärts. Die Belastung wandert von den Sitzbeinhöckern vor auf die Schambeinkufen. Der Sattel kann dadurch schmaler sein, sollte aber den Dammbereich besser entlasten.

Kaufberatung: Der perfekte Mountainbike Sattel

Polsterhärte: Die Härte des Paddings sollte unbedingt den Fahrgewohnheiten angepasst werden. Das heißt: Je länger man im Sattel sitzt, desto härter darf die Polsterung sein. Sitzknochen gewöhnen sich an die Druckbelastung. Ein weicher Sattel, der anfangs bequem scheint, kann sich auf längeren Touren durchsitzen und für Druckschmerzen sorgen.

Stefan Frey am 06.11.2016