Ist ein Hardtail-MTB das perfekte Winterrad? Ist ein Hardtail-MTB das perfekte Winterrad? Ist ein Hardtail-MTB das perfekte Winterrad?

Das perfekte Winterrad: Hardtail (Teil 1)

Ist ein Hardtail-MTB das perfekte Winterrad?

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Ein Hardtail-Mountainbike hat von allen drei Bikes (Hardtail, Cross-Rad, Gravel-Bike) den breitesten Einsatzbereich von Schotter bis zu leichten Trails.

Teleskopstütze, viergelenkige Hinterbauten oder ein aufwändiges vom Lenker aus blockierbares Federbein. All das braucht das Hardtail nicht, um seinen Fahrer mit Spaß im Gelände zu versorgen. Zugegeben, wer denkt, er könne knallharte Enduro-Trails im Winter mit dem Hardtail bergab fräsen, der irrt. Das starre Heck und die 100 Millimeter Federweg an der Gabel kommen im groben Gelände rasch an ihre Grenzen. Aber auf leichten bis mittelschweren Trails können weder Cross-Rad noch Gravel-Bike annähernd mit dem Ur-Mountainbike – vertreten durch das Bulls Copperhead 29 RS – mithalten. Wer den Sommer auf einem Fully mit 130 Millimetern Federweg und mehr verbringt, schult mit dem Hardtail im Winter zusätzlich seine Fahrtechnik. Denn, um schnell über Wurzelteppiche oder Steinfelder zu kommen, braucht man viel Gefühl am Lenker.

Auf dem Schotterweg sind die Nachteile gegenüber den beiden anderen Testrädern minimal. Ist das 2,5 Kilo schwerere Rad einmal auf das passende Tempo beschleunigt, freut man sich sogar, dass nicht jeder Kieselstein, über den das Hinterrad gerade rollt, ein Zucken im Rückenmark auslöst. Denn die breiten Reifen sorgen nicht nur für angemessenen Grip im Gelände, sondern erhöhen, neben der angenehmen Sitzposition, auch den Komfort. Selbst in steilen Anstiegen hält die 2x11-Schaltung die passenden Gänge parat. Die Rennradversion von Srams 1x11-Schaltung, verbaut an den beiden anderen Bikes, erfordert etwas mehr Spannung aus den Waden. Wer im Winter gänzlich auf Trails verzichten will, kann auch eine starre Carbon-Gabel in seinem Hardtail verbauen. Das Hardtail wird so zirka ein Kilo leichter, und die Wartung wird nochmals einfacher. Der Kostenpunkt dafür liegt je nach Gabel zwischen 200 und 500 Euro.

Solide Technik, im Gelände zuhause: das Bulls Copperhead 29 RS.


PLUS   Das Hardtail hat von allen drei Bikes (Hardtail, Cross-Rad, Gravel-Bike) den breitesten Einsatzbereich von Schotter bis zu leichten Trails. Breite Reifen haben deutlich mehr Komfort und Grip im Gelände. Breiter, gerader Lenker sorgt für gute Kontrolle auf leichten Trails. Hohe Bandbreite der 2x11-Schaltung.


MINUS   Im Vergleich zu den beiden anderen Bikes wiegt das Hardtail 2,5 Kilo mehr und ist dadurch etwas träger im Antritt und am Berg. Die Federgabel ist anfällig für Korrosion.


Info    www.bulls.de



Stefan Loibl, Testredakteur BIKE:  Hardtail-Fahren ist für mich der Inbegriff von Mountainbiken. Der starre Hinterbau sorgt für direkten Vortrieb. Die breiten Reifen liefern im direkten Vergleich zu den beiden anderen Bikes deutlich mehr Komfort und Grip. Das höhere Gewicht ist für mich kein Grund, sich im Winter mit einem anderen Rad einzuschränken.

Stefan Loibl, BIKE Testredakteur

Obwohl das Mountainbike 2,5 Kilo mehr auf die Wage bringt, sind steile Anstiege mit ihm leichter zu bezwingen. Grund: Die 2x11-Schaltung hat eine deutlich höhere Bandbreite, und die Reifen bieten mehr Traktion.

Der direkte Vergleich: 57 gegen 33 Millimeter Reifenbreite: Klar, dass die Mountainbike- Pneus mehr Grip und Komfort bieten, aber auch das Laufradgewicht erhöhen und damit etwas schlechter zu beschleunigen sind. 

1800 Euro kostet das 29er-Hardtail Bulls Copperhead 29 RS.

So fährt sich das Bulls Copperhead 29 RS.



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Themen: BullsHardtailSystemvergleichTest 2018WinterWinterrad


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