Plastik Trinkflasche Plastik Trinkflasche

Bakterienangriff in Plastik-Trinkflaschen

Das musst Du über Plastik-Trinkflaschen wissen!

Stefan Frey am 10.02.2018

Braucht die Plastikflasche am MTB extra Pflege? Wie ist es mit Weichmachern? Bakterien-Alarm und seine Folgen für die Gesundheit. BIKE klärt auf.

PFLEGE UND ALTERNATIVEN

Wer seine Plastik-Trinkflasche waschen will, spült sie aus und stellt sie danach auf den Kopf, damit das Wasser ablaufen kann. Im Idealfall trocknet man sie sogar aus. Gute Alternativen sind Edelstahlflaschen – hier können sich Bakterien schlechter absetzen. Zudem besitzen Edelstahlflaschen keine der umstrittenen Weichmacher.

UMSTRITTEN: WEICHMACHER IN TRINKFLASCHEN

Laut vieler Experten wird es gefährlich, wenn die Substanz Bisphenol A (BPA) ins Spiel kommt. Sie ist ein sogenannter Weichmacher und wurde früher bei der Produktion vieler Trinkflaschen eingesetzt. Gelangt BPA in den menschlichen Körper, so ähnelt die Wirkung dem weiblichen Sexualhormon Östrogen und kann bei Männern zu Unfruchtbarkeit führen. Solche oder ähnliche Auswirkungen wurden bei Tierversuchen nachgewiesen. Bei billigen Trinkflaschen aus Asien kann BPA vorkommen. Erkennbar ist das auf den Flaschen nicht immer. Viele Hersteller werben mit "BPA-frei". Zur Orientierung: Ist auf der Trinkflasche ein Dreieck (Kunststoff-Code) mit O in der Mitte, könnte die Flasche aus dem gefährlichen Polycarbonat bestehen. Code 1, 3 und 6 enthalten kein BPA, aber eventuell andere hormonähnliche Weichmacher.

Trinkflasche Plastik Logos

Viele Hersteller – wie im Bild Camelbak – versprechen, dass die Flasche kein BPA enthält. Die Logos auf der Unterseite vieler Flaschen dienen als Anhaltspunkt.

BAKTERIENHERD PLASTIK-FLASCHE

Bakterien mögen es feucht und setzen sich am liebsten auf rauen Oberflächen ab. Risse oder Kratzer sind deswegen besonders anfällig. Am Mundstück vermehren sich Bakterien aufgrund des Kontakts mit Speichel noch schneller. Wer seine Flasche mit einem Zuckergetränk befüllt, der heizt die Bakterienproduktion um ein Vielfaches an – denn dann haben die Bakterien richtig was zu fressen.

BAKTERIEN UND IHRE FOLGEN

Wie lange kann man Wasser in einer Plastiktrinkflasche aufbewahren, ohne dass es bedenklich ist? Die Frage lässt sich nicht ganz so einfach beantworten. "Im Idealfall wechselt man das Wasser täglich", sagt Mikrobiologin Dr. Claudia Beimfohr. Ausschlaggebend ist, was für Bakterien in die Flasche gelangen und wie stark das Immunsystem des Trinkers ist. So haben manche keine Beschwerden, wenn das Wasser schon eine Woche oder länger steht – andere dagegen schon. Im dümmsten Fall droht Durchfall und zusätzlich Übelkeit. Bei wem das nicht passiert, der muss sich nicht weiter Sorgen machen, sondern stärkt damit sein Immunsystem. 


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Stefan Frey am 10.02.2018