Shimano Deore 2017 Schaltung Shimano Deore 2017 Schaltung

Shimano Deore 2017

Neue Shimano Deore: Alle Infos zur M6000-Schaltung

Stefan Loibl am 21.02.2017

Nach der Elektrifizierung von XTR und XT, sowie dem elften Ritzel für die SLX präsentiert Shimano nun eine neue Deore-Schaltung für 2017. Überraschung: Die Mittelklasse-Gruppe bleibt bei zehn Ritzeln.

So ziemlich genau vor einem Jahr präsentierte Shimano die XT Di2 und die SLX-Schaltung mit 11 Ritzeln. Nun haben sich die Japaner die Mittelklasse-Gruppe Deore vorgenommen. Die neueste Evolutionsstufe hört auf das Kürzel Deore M6000. Und das Wichtigste vorneweg: Anders als vielleicht vermutet bleibt die Shimano Deore auch weiterhin eine 10fach-Schaltgruppe! Doch sie übernimmt einige bekannte Details von höherwertigen Antrieben und macht auch designtechnisch einen Schritt nach vorne. 

Neue Deore: 2x10 oder 3x10 plus eine 11-42er-Kassette

Zukünftig hat man auch bei der Deore die Wahl, ob man ein Zweifach- oder Dreifach-Set-up fahren will. Der Zweifach-Antrieb der Shimano Deore knüpft damit in Sachen Übersetzungsbandbreite an XTR, XT und SLX an. Die Vierarm-Kurbeln kommen im bewährten Hollowtech II-Design. Verfügbar ist die Zweifach-Kurbelgarnitur in den drei Übersetzungsvarianten 38-28, 36-26, 34-24 Zähnen und alternativ als B-Version mit drei Millimeter weiter außen liegender Kettenlinie für Rahmen mit Boost-Standard. Wem der 10-Zähne-Sprung der Zweifach-Kurbeln nicht reicht, greift zur Dreifach-Kurbel mit einer Abstufung von 40-30-22 Zähnen. Außerdem ergänzt eine neue Kassette die Deore-Gruppe: Die CS-HG500 mit Dyna-Sys-Technologie garantiert mit 11-42er-Abstufung eine große Spreizung der zehn Ritzel. Damit können auch Biker mit 10fach-Antrieb erstmals eine 11-42er-Kassette fahren.

Shimano Deore 2017 Schaltung

Drei Zweifach-Kurbeln der neuen Shimano Deore wird es geben, alle mit einem Sprung von zehn Zähnen.

Shimano Deore 2017 Schaltung

Mit einem kantig-martialischen Design kommen die  Kettenblätter der Dreifach-Kurbel der Shimano Deore daher. Die Abstufung: 40-30-22 Zähne.

Die bewährten Kassetten mit 11-32er, 11-34er- und 11-36er-Abstufung wird es aber auch weiterhin geben. Kassetten kombinieren. Hinten sorgt bei beiden Deore-Versionen ein Shadow RD+-Schaltwerk für präzise und reibungslose Gangwechsel und mehr Kettenzug, wenn es ruppig bergab geht. Da es keine 1x10-Version der Deore gibt, braucht man immer einen Umwerfer. Drei Typen stehen zur Wahl: Side Swing (seitlich angelenkt), Top Swing oder Down Swing. Um die Verwirrung beim Umwerfer komplett zu machen und für die unterschiedlichsten MTB-Rahmen passende Modelle zu haben, gbit es zusätzlich fünf Montageoptionen – einmal mit hoher, mittlerer und tiefer Klemmschelle, dann eine Direct-Mount-Version und schließlich als E-Type.

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Schlichter und weniger edel als ein XTR- oder XT-Schaltwerk, dafür aber deutlich günstiger. Das neue Shimano Deore M6000-Schaltwerk mit Shadow RD+-Features.

Angelenkt und bedient werden Schaltwerk und Umwerfer mittels Rapidfire Plus-Schalthebeln, mit denen man mehrere Gänge mit einem Daumendruck schalten kann. Zudem verfügen die Deore-Schalthebel über eine optische Ganganzeige, die den aktuell gewählten Gang auf einen Blick erkennen lassen. Auch in Sachen Scheibenbremsen gleicht sich die neue Shimano Deore den Top-Gruppen an. Die neuen hydraulischen Scheibenbremsen mit leistungs-starken Servo-Wave-Hebeln und wärmeisolierten Bremssätteln lassen sich nämlich nun optional auch mit Ice-Tech-Belägen bestücken.

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Auch eine Version ohne Ganganzeige wird es von den neuen Deore-Schalthebeln geben.

Shimano Deore 2017 Schaltung

Bei vielen aktuellen Rahmen Standard: Die Anlenkung des Umwerfer von seitlich vorne. Hier der Side Swing-Umwerfer der neuen Deore M6000.

Preise der neuen Shimano Deore stehen noch nicht fest, verfügbar soll die Schaltgruppe ab Mai 2017 sein.

Boost-Laufräder für die Shimano XT

Zwei neue 29- und 27,5-Zoll-Laufradsätze erweitern künftig das Lineup der XT-Laufräder mit breiteren Naben – einer mit breiteren Felgen für Trail- und Touren-Bikes und einer mit schmaleren Felgen für den Cross-Country-Einsatz. Am Vorderrad wächst die Einbaubreite um zehn Millimeter auf 110x15, hinten beträgt der Zuwachs sechs Millimeter auf 148x12. Zudem stehen zwei neue Steckachsen zur Verfügung, die komplett neu konstruiert wurden. Dabei wurde der Einstellmechanismus für den Schnellspannhebel im Inneren der Achse statt an deren Außenseite untergebracht. Der Vorteil: Trotz geringerer Gesamt-Außenbreite wächst der Freiraum zwischen Schnellspannhebel und Nabenflansch bzw. Speichen oder Bremssätteln.

Gruppenlose MTB-Komponenten

Auf einem ähnlichen Niveau wie die neue Deore-Gruppe legt Shimano auch eine neue gruppenfreie 2x11-Kurbel mit 36-26 Zähnen nach, die sich durch verschleißarme Zähne und die Dyna-Sys-Technologie auszeichnet. Erhältlich ist die Kurbel sowohl mit herkömmlicher als auch im Boost-Design. Auch eine Ausführung für 10fach-Antriebe wird es geben. Als gruppenfreie Variante der Deore-Scheibenbremsen bietet die neuen Stopper BL/BR-MT500 die perfekte Ergänzung zu diesen Kurbeln. Zudem steht mit dem PD-ED500 ein neues doppelseitiges SPD-Pedal mit erleichterter Ausklickfunktion zur Verfügung. Auf SLX-Niveau kommt eine neue preiswertere Kassette mit 11-46 Zähnen für MTB-Antriebe mit einem Kettenblatt.

Shimano SPD-Pedal PD-ED500 2017

Gruppenloses SPD-Pedal mit Käfig: das PD-ED500. Der Preis steht leider noch nicht fest, im Handel sollen die Pedale ab Mai 2017 sein.

Stefan Loibl am 21.02.2017