Garmin legt beliebte Edge-GPS-Computer neu auf Garmin legt beliebte Edge-GPS-Computer neu auf Garmin legt beliebte Edge-GPS-Computer neu auf

Neuheiten 2019: Garmin Edge 530 & 830

Garmin legt beliebte Edge-GPS-Computer neu auf

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 2 Jahren

Beim BIKE Festival in Riva haben wir uns die zwei neuen Garmin Edge-Computer angesehen. Mit dem Edge 530 und 830 bringt Garmin GPS-Geräte mit innovativen MTB-Funktionen und längerer Akkulaufzeit.

Während die GPS-Computer Edge 520 und 820 – und auch die Weiterentwicklungen mit dem Zusatz „Explore“ – eher auf Rennradfahrer und trainingsfleißige Biker zugeschnitten waren, will Garmin mit seinen neuen Edge-Computern nun ein perfektes Produkt für Mountainbiker aller Klassen haben. Die zwei neuen Edge-Modelle 530 und 830 * sind fast baugleich, größter Unterschied ist: der Edge 530 verfügt über Tasten, der Edge 830 wird über ein Touchscreen bedient. Und natürlich der Preis: der 530er liegt bei 300 Euro, der 830er kostet 400 Euro. Beide Modelle sind schon seit Mitte Mai 2019 im Handel.


Neuer Prozessor, größeres Display

Robert Niedring Links der Edge 530 mit Tasten, rechts der Edge 830 mit Touchscreen.

Georg Grieshaber Die Außenmaße sind nur minimalst größer als beim Vorgänger, das Display des Edge 830 * ist jedoch um 13 Prozent größer.

Auch wenn die neuen Edge-Modelle im Vergleich zum 820 nur minimal größer sind, verfügen sie über ein 13% größeres Display. Auch der Prozessor im Inneren soll deutlich schneller sein. So laden Karten zügiger, wenn man zoomt, und die Routenberechnung funktioniert doppelt so schnell wie bei den Vorgänger-Geräten. Außerdem neu sind die Kontakte an der Unterseite, womit man einen externen Zusatzakku über die Halterung verbinden kann. Damit lässt sich die Akkulaufzeit, die regulär im GPS-Modus bei etwa 20 Stunden liegt, etwa verdoppeln. Weitere neue Hardware an Bord sind ein Beschleunigungsmesser und ein Magnetometer. Verbindungen kann man über ANT+, Bluetooth und WLAN mit dem Smartphone und anderen Sensoren herstellen.

Georg Grieshaber Die Kontakte an der Unterseite der Edge-Geräte ermöglichen eine Kopplung mit Zusatzakku in der Halterung.

Georg Grieshaber Zoomen in der Karte – eine Garmin EU-Karte ist bei allen Geräten vorinstalliert – geht dank des neuen Prozessors deutlich schneller.

Georg Grieshaber Hier der Edge 530 * mit Tasten statt Touchscreen. Halterungen kann man die alten von Garmin verwenden.

Navigation: „Popularity Routing“ und Trailforks-Daten

Zum Navigieren greifen der Edge 530 und 830 auf die Systeme GPS, Glonass und Galileo zurück. Beim Berechnen von Routen greifen die Edge-Modelle auf das sogenannte „Popularity Routing“ zurück, d.h. dass die Routenberechnung vornehmlich auf Strecken und Wegabschnitte zurückgreift, die von vielen anderen Garmin-Nutzern befahren werden. Möglich ist das durch die reichhaltige Datenbasis aus der Connect-Plattform . Zudem hat der Edge 830 im MTB-Bundle (Preis: 470 Euro inkl. Lenker-Fernbedienung, Halterung und Geschwindigkeitssensor) Daten aus der Trailforks-App vorinstalliert. So kann man direkt während der Navigation auf die Trails der App zurückgreifen.

Georg Grieshaber Die neue ClimbPro-Funktion: So hat man einen guten Überblick über die Anstiege der geplanten Route und weiß sofort, wie steil es noch wird oder wie viele Höhenmeter noch zu bewältigen sind.

Neue Funktionen und MTB-Kennzahlen

Georg Grieshaber Der neue Garmin Edge 530 kostet 300 Euro und soll ab Mitte Mai erhältlich sein.

Ganz neu an Bord ist die „ClimbPro“-Funktion, die Anstiege auf einer Route mit Höhenprofil darstellt und so veranschaulicht, was noch vor einem liegt. Eine weitere neue Kennzahl für Mountainbiker ist der „Grit“-Wert, der die Schwierigkeit eines Trails anhand von Höhenmetern, GPS-Track und Beschleunigungswerten in eine Skala umrechnet. Er soll unabhängig vom persönlichen Fahrkönnen sein. Deutlich individueller ist der „Flow“-Wert, den die neuen Garmin-Geräte errechnen können. Der Flow-Wert wird in einer Skala von 0-20+ ausgegeben, umso niedriger der Wert desto flüssiger ist man gefahren. Außerdem können der Edge 530 und 830 Sprunganalysen liefern und man kann nach der Tour bei der Auswertung nachschauen, wie hoch und weit man gesprungen ist. Genaue Werte für diese neuen Funktionen bekommt man allerdings nur mit Geschwindigkeitssensor. Den hat Garmin auch überarbeitet. Er kostet 40 Euro, wird per Gummi um die Hinterradnabe gespannt und funkt über ANT+ mit dem GPS-Computer. Zusätzlich ist er auch Bluetooth-fähig und hat eine Batterielaufzeit von einem Jahr.

Georg Grieshaber Bekannte Menüführung mit vielen neuen Funktionen: der neue Edge 830.

Eine weitere neue Funktion richtet sich an Marathon-Biker und Tourenfahrer: die Flüssigkeits- und Ernährungsanalyse. Sie gibt Empfehlungen zum regelmäßigen Essen und Trinken während der Fahrt. Man kann sich zudem selbst Alarme  programmieren, wann man erinnert werden will zur Trinkflasche zu greifen. Wer schon mal einen Garmin im Gelände verloren hat, wird sich über die neue Funktion „Find my Edge“ freuen. Das Gerät sendet automatisch eine Nachricht vom letzten aufgezeichneten Standort ans Smartphone und kann so grob lokalisiert werden. Ist man dann in Bluetooth-Reichweite, hilft ein akustischer Alarm, das Gerät im Gebüsch zu finden. Für Radler im Hochgebirge hat Garmin dem Edge eine Akklimatisierungsfunktion spendiert. Sie gibt grafisch und in Textform an, wie gut sich der Körper an die Höhe und Temperaturen (v.a. Hitze) angepasst hat.

Georg Grieshaber Der neue Geschwindigkeitssensor kann neben ANT+ auch Bluetooth. Er klammert sich per Gummi um die Nabe und kostet 40 Euro >> z.B. hier erhältlich *.


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