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Radfahren in Zeiten von Corona

Radfahren trotz Verbot – diese Strafen drohen

Stefan Loibl am 21.03.2020

In Frankreich, Spanien, Italien und Tirol gelten strikte Ausgangssperren, in Bayern und Österreich sind sie (noch) beschränkt. Welche Strafen drohen Radfahrern, wenn Sie die Regeln nicht befolgen?

Nach Ausgangssperren in Italien, Frankreich und Spanien gelten seit Ende der Woche auch in einigen deutschen Städten wie Freiburg oder Mitterteich im Landkreis Tirschenreuth strikte Regeln. Auch in ganz Bayern wurden Ausgangsbeschränkungen umgesetzt. Andere Bundesländer wie das Saarland oder Nordrhein-Westfalen werden wahrscheinlich dem Vorbild Bayerns folgen. Die Ausgangsbeschränkungen werden von der Polizei und Ordnungsämtern kontrolliert. Wer in Bayern gegen die Vorgaben verstößt, muss mit Bußgeldern von bis zu 25000 Euro rechnen. Davor müssen sich aber Radfahrer nicht fürchten. Denn Mountainbiken und Rennradfahren bleibt erlaubt, solange man alleine oder mit Leuten aus derselben Wohngemeinschaft fährt! >> Mehr zur Regelung für Radfahrer in Bayern

Österreich

Im Nachbarland Österreich ist die Lage ähnlich, wenn auch etwas strikter. Mountainbiken abseits asphaltierter Straßen, insbesondere in den Bergen, ist untersagt. Auch auf mehrstündige Einzelfahrten, Radfahrten in der Gruppe und intensives Training soll man verzichten. Im Bundesland Tirol gilt eine strikte Ausgangssperre. Radfahren ist dort nur erlaubt, wenn es der Grundversorgung dient. Sportliches Mountainbiken und Rennradfahren sind verboten. Wer sich in Tirol nicht an die Regeln hält, muss mit Geldstrafen bis 3600 Euro rechnen >> Mehr zur Regelung für Radfahrer in Österreich

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Sportliches Radfahren, Berg- und Skitouren sind in Tirol nicht erlaubt. Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen bis 3600 Euro rechnen. 

Frankreich

Während zu Beginn der Ausgangssperren in Frankreich Sport an der frischen Luft – also auch das Radfahren – erlaubt war, hat sich dort das Blatt nun gewendet. In einer Pressemitteilung stellte der französische Radsportverband FFC am 19. März klar, dass klassisches Radsporttraining und mehrstündige Ausfahrten verboten sind. Man dürfe nur in der Nähe seines Wohnorts aufs Rad steigen und auch nur eine „relativ begrenzte Zeit“. Lange Bike-Touren oder ausschweifende Rennradrunden seien eine Straftat. Dazu twitterte der französische Sportminister: „Ein oder zwei Kilometer maximal. Von zu Hause wegzukommen ist kein Thema. Das gilt für alle! Sie sollten nur für Notfälle das Haus verlassen.“ Profi-Radfahrern war die Ausübung ihres Berufs bereits am 17. März untersagt worden. MTB-Profis wie Maxime Marotte halten sich unterdessen in den eigenen vier Wänden mit Rollentraining fit. 

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Notre ministre des sports a été claire et notre fédération également, interdiction de s'entraîner en extérieur et montrer l'exemple. Bien que ce soit mon métier, je dois rester à la maison... Pour nous tous, amoureux de la nature, c'est difficile, surtout par un temps magnifique mais l'intérêt général doit primer sur notre envie. Soyez raisonnables, si vous ne croyez pas en nos politiques, écoutez le personnel hospitalier, il y a urgence... Sachez qu'en 15 jours et sur ce point je rejoins notre ministre des sports, nous n'allons pas perdre énormément car nous avons des solutions pour limiter la casse comme ce home trainer. Je suis en plus en mesure de poursuivre mon programme habituel de muscu avec mon matos perso. Pour vous, c'est une opportunité d'essayer des choses différentes. Si vous avez un home trainer classique, des sessions courtes vous permettront de vous entretenir. Sachez que vous allez beaucoup transpirer ce qui va s'apparenter en partie à une préparation chaleur comme nous pouvons le faire. Votre corps va s'adapter et en plus avec une perception de la douleur bien supérieure, le retour en extérieur vous paraitra facile avec des bénéfices même à température normale. Vous pouvez trouver pas mal d'articles sur le sujet. Ayez un programme, avec des objectifs, le temps passera plus vite (danseuse, unijambiste, force, vélocité, intensités...). Si vous avez un home trainer connecté, des sessions plus longues sont envisageables, c'est nettement plus ludique. J'ai fait 3h ce matin sur une célèbre application. N'hésitez pas à faire des sessions faciles à basse intensité. Envisagez une petite coupure de quelques jours également. Il est temps pour beaucoup de bosser votre gainage et renforcer vos épaules, de bosser la mobilité de vos hanches, de vos épaules, de vos chevilles. Pas la peine de faire la planche pendant des heures, bossez le plus souvent en déséquilibre, histoire que ça serve sur le vélo et pas seulement à la plage. Soyez curieux, il y a des tonnes d'exos sur internet à faire avec peu de choses. Prenez le temps de vous étirer, de méditer, de planifier, travaillez votre respiration... PRENEZ LE CONTRÔLE NE SUBISSEZ PAS!

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Wer sich nicht an diese Regeln hält, muss mit einer Geldstrafe von 135 Euro rechnen. Sogar über die Strava-App soll die französische Polizei das Verbot kontrollieren, wie dieser Fall zeigt:   

Corona Strafe für Radfahrer Strava

135 Euro Strafe drohen diesem französischen Radfahrer fürs Fahren trotz Ausgangssperre. Aber nicht weil er aufgehalten wurde, sondern weil er seine Fahrt bei Strava hochgeladen hat.

Italien

In Italien wurden die Ausgangssperren am 21. März nochmals verschärft. Laut einem Erlass von Gesundheitsminister Roberto Speranza sei jeglicher Sport in der Öffentlichkeit zu unterlassen. Doch bereits zuvor war das sportliche Radfahren stark eingeschränkt. Einzig Radprofis dürfen mit einer schriftlichen Erlaubnis noch im Freien mit dem Mountainbike oder Rennrad trainieren. 

Spanien

In Spanien gelten seit einer Woche strikte Ausgangssperren. Das spanische Sportministerium hat explizit darauf hingewiesen, dass diese Einschränkungen auch das sportliche Radfahren einschließen. Bereits am vergangenen Sonntag wurden Radfahrer, die sich nicht an das Verbot hielten, angehalten und mit Geldstrafen belegt. Die Strafen für  „Unnötige Outdoor-Aktivitäten“ sollen zwischen 500-3000 Euro liegen. Im Gegensatz zu italienischen Radprofis sind die spanischen Kollegen unsicher, ob sie weiterhin ihrem Beruf nachgehen können, weil sie vom spanischen Radsportverband keine schriftliche Erlaubnis zum Mitführen erhalten haben.

Am anderen Ende der Welt, in Sri Lanka, wurde der Bürgermeister von Dambulla verhaftet, weil er sich nicht an die Covid-19-Beschränkungen der örtlichen Regierung hielt und ein Jedermann-Rennen organisierte.

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Stefan Loibl am 21.03.2020