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GPS-Tracker deckt Einbruch in Bike-Shop auf

GPS-Tracker verhindert 100000 Euro Schaden

BIKE Magazin am 21.02.2020

Anfang der Woche brachen Langfinger in ein Fahrradgeschäft in Österreich ein. Sie befanden sich bereits mit 56 gestohlen Rädern auf dem Weg nach Osteuropa, als die Polizei dem ein Ende setzte.

E-Bikes werden bei Fahrraddieben immer beliebter. Erst in der Nacht von Montag auf Dienstag brachen Langfinger in ein österreichisches Fahrradgeschäft in St. Johann in Tiorl ein und wähnten sich mit 56 gestohlen Rädern – ein Großteil davon hochwertige E-Bikes – bereits in Sicherheit, als 240 Kilometer davon entfernt die Handschellen klickten. Laut Tiroler Tageszeitung wurden die Einbrecher in Niederösterreich bei Amstetten gestellt. In einer konzentrierten Zugriffsaktion konnten Polizeibeamte den Transporter samt Dieben und Beute auf der Autobahn orten und stoppen und die Fahrräder dem Inhaber des Fahrradgeschäftes zurückgeben.

Der rasche Fahndungserfolg ist darauf zurückzuführen, dass die E-Bikes mit dem GPS-Tracker ausgerüstet waren. Das System ist in etwa so groß wie ein Feuerzeug und wird im Fahrrad versteckt. Von außen ist nichts zu sehen. Wird das Bike aber unerlaubt bewegt, schlägt der Tracker auf dem Handy des Besitzers Alarm. So wird der Geschädigte also nicht nur über den Diebstahl informiert, sondern kann auch nachvollziehen, wo sich sein Rad befindet. Da der verwendete BikeTrax-GPS-Tracker auf Stromversorgung angewiesen ist, funktioniert der Tracker bisher nur bei E-Bikes.

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Den GPS-Tracker BikeTrax gibt es nur für E-Bikes. Die 199 Euro teuren Geräte gibt es für alle gängigen E-Antriebe. 

„Im Durchschnitt haben wir ein bis zwei Straftaten pro Woche, die mithilfe unserer Diebstahlsicherung geklärt werden können", sagt Stefan Sinnegger von PowUnity. Er führt weiter aus: „Dieser Diebstahl ist bisher der Größte, den wir anhand unseres Systems aufdecken konnten und übertrumpft damit sogar den Erfolg in Berlin, wo ein Diebstahl von 20 E-Bikes verhindert werden konnte. Ohne BikeTrax wäre dem Laden beziehungsweise der Versicherung ein Schaden von über 100000 Euro entstanden.“

GPS-Tracker gibt es mittlerweile von vielen Anbietern wie beispielsweise Trackito, PowUnity, Velocate, Incutex oder Paj. Meist steckt eine Mini-SIM-Karte in den Geräten, die ihre Standortdaten dann über eine App an den Benutzer schickt. Die Tracker man im Steuerrohr oder an anderen Stellen am Rad verstecken, manche sind in Rücklichter eingebaut oder werden direkt im E-Bike-Antrieb verbaut. Knackpunkt bei den meisten GPS-Trackern für den Diebstahlschutz ist die Stromversorgung. Beim E-Bike ist die Versorgung über den E-Bike-Akku einfach, bei normalen Mountainbikes ist das schon schwieriger. 

BIKE Magazin am 21.02.2020